Tesla: 500.000 E-Autos in 2020, Model Y mit mehr Reichweite und Auslieferungsstart April

Tesla: 500.000 E-Autos in 2020, Model Y mit mehr Reichweite und Auslieferungsstart April

Copyright Abbildung(en): Tesla

2019 war in Hinblick auf die Elektromobilität definitiv “Das Jahr des Tesla“. Dies wusste das amerikanische Unternehmen am gestrigen Mittwoch-Abend mit Veröffentlichung der Quartalszahlen für das letzte Quartal in 2019 zu unterstreichen.

2019: “Das Jahr des Tesla” – Weiterhin in Gewinnzone

Tesla trug maßgeblich zum 78,9-prozentigen Anstieg der reinen Elektroauto-Zulassungen Europa im vergangenen Jahr bei. Ersichtlich wird dies, wenn man den europäischen Markt betrachtet und die Model 3 Zulassungen aus dem Marktwachstum außen vor lässt. Denn statt knapp 79 Prozent ist Europas E-Automarkt dann “nur” um 31 Prozent gewachsen. Mit 109.469 zugelassenen E-Autos in 2019 überholte Tesla sogar das Gesamtvolumen an Zulassungen von Honda im gleichen Zeitraum. Diese brachten es nur auf 104.528 Neuzulassungen in Europa.

Teslas Model 3, das im ersten Quartal des letzten Jahres in Europa eingeführt wurde, machte 86 Prozent – oder 93.943 Fahrzeuge – der gesamten europäischen Zulassungen von Tesla aus. Die beiden Premium-Modelle des Unternehmens, das Model X und Model S litten unter diesem Absatzplus des Model 3. Kommen wir zum vierten Quartal zurück. Zwischen Oktober und Dezember produzierte Tesla insgesamt fast 105.000 Fahrzeuge und lieferte etwa 112.000 Elektroautos weltweit aus. Damit konnte der amerikanische Elektroautohersteller insgesamt 367.500 Fahrzeuge ausliefern, 50% mehr als im Vorjahr.

Neben den Absatzzahlen liegen nun auch die Finanzzahlen vor. Diese zeigen sich äußerst positiv. Tesla konnte für das vergangene Quartal ein Plus in Höhe von 105 Millionen Dollar verzeichnen. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorquartal (143 Millionen Dollar), aber die Richtung stimmt. Nach zwei anfänglichen Verlustquartalen in der ersten Jahreshälfte 2019 bleibt Tesla weiterhin in der Gewinnzone. Für das Gesamtjahr verzeichnet das Unternehmen einen Fehlbetrag von rund 860 Millionen Dollar; was angesichts weiterhin hoher Investitionen in das weltweite Wachstum wenig verwundert.

Der Umsatz ist weiter gestiegen. Gegenüber Quartal 3 kam Tesla auf 7,38 Milliarden Dollar – ein Zuwachs um die 17 Prozent. Im Gesamtjahr 2019 stehen mittlerweile 24,5 Milliarden Dollar auf dem Zähler, drei Milliarden Dollar mehr als in 2018. Tesla selbst bezeichnet 2019 als Wendepunkt. Durch die „organische Nachfrage“ nach dem Model 3 und eine strenge Kostenkontrolle im gesamten Unternehmen sei es gelungen, das Geschäft profitabel zu gestalten.

Ausblick auf 2020 – 500.000 E-Autos möglich

Für 2020 will Tesla „deutlich über 500.000 Fahrzeuge“ ausliefern. Da die Fertigung des Model 3 und des Model Y in Fremont Fahrt aufnehmen werde, dürften 2020 die Produktionszahlen dabei höher ausfallen als die Auslieferzahlen, merkt der Hersteller an. Sicherlich trägt die Giga Shanghai einen großen Teil zum Erreichen dieses Absatzziels bei. Wir erinnern uns: Mitte Dezember kam von uns der Hinweis, dass mehrere Gerüchte darauf hindeuten, dass Tesla in China bald lokal gefertigte Model 3 verkauft. Seit Ende Dezember ist es soweit. Zunächst wurde mit dem Verkauf einer geringen Anzahl des Model 3 an Mitarbeiter begonnen. Bei der Veranstaltung gab Tesla China General Manager Wang Hao zu verstehen, dass bereits mehr als 1.000 Modell 3 jede Woche produziert werdenWobei Tesla mittlerweile bei 3.000 Fahrzeuge pro Woche angelangt sei  und das erste Produktionsquartal bereits vollständig ausverkauft sei.

Tesla kann derzeit nach eigenen Angaben in Fremont 90.000 Model S/X und 400.000 Model 3/Y bauen und in Shanghai weitere 150.000 Model 3. Bis Ende des Jahres erwarten sie eine Kapazität von 500.000 Einheiten für das Model 3/Y in Fremont und sind dabei, zusätzliche Kapazitäten für das Model 3 und das Model Y in Shanghai zu installieren. Zu den dortigen Zahlen hat man sich allerdings nicht geäußert. Bereits Mitte 2020 geht Tesla davon aus den Produktionshochlauf des Model Y gemeistert zu haben.

Tesla Model Y kommt bereits im März auf die Straße

Bekannt ist, dass die Tesla Model Y Produktion 6 Monate früher als geplant zu starten scheint, von Auslieferungen im ersten Quartal war bereits die Rede. Und eben diese Gerüchte verdichten sich. Tesla-Insider gaben im Vorfeld der Pressekonferenz zu verstehen, dass das Unternehmen bereits in zwei Wochen; also Anfang Februar 2020 mit der Auslieferung erster Model Y starten könnten. Tesla-Chef Elon Musk setzt den Gerüchten um den Auslieferstart des Model Y nun ein Ende.

Bereits seit Anfang des Jahres werde das Model Y gefertigt und soll zum Ende des ersten Quartals an erste Kunden ausgeliefert werden. Die Produktion des Model Y in Shanghai sei allerdings erst in 2021 vorgesehen. Es wurde im März 2019 erstmals einem weltweiten Publikum vorgestellt und wird in den USA zunächst in einer hinterradgetriebenen Long Range Variante ab 43.700 Dollar sowie in einer allradgetriebenen Long Range Variante ab 47.700 Dollar und einer allradgetriebenen Performance Variante ab 56.700 Dollar erhältlich sein.

Tesla Model Y künftig mit mehr Reichweite

Neben der Tatsache, dass das Model Y ab Ende des ersten Quartals auf die Straße kommen soll, wurde zudem bekannt, dass Tesla für die allradgetriebenen Performance Variante die Reichweitenangabe von 450 km auf 507 km gesteigert hat. Somit erhalten Käufer der Spitzenbaureihe knapp 12 Prozent mehr Reichweite für den gleichen Kaufpreis. Umsetzen konnte Tesla diese Reichweitensteigerung durch “fortgesetzte technische Fortschritte”, welche nicht weiter spezifiziert wurden.

“Due to continued engineering progress of the Model Y all-wheel drive (AWD), we have been able to increase its maximum EPA range to 315 miles, compared to our previous estimate of 280 miles. This extends Model Y’s lead as the most energy-efficient electric SUV in the world.” – Tesla

Quelle: Tesla – Mitteilung vom 30. Januar 2020

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8 Antworten

  1. Ich hoffe Tesla kann durch das Model Y Skaleneffekte nutzen und das Model 3 zukünftig günstiger anbieten.

    Ich finde 50.000 Euro (Standard Range inkl. Winterreifen) für ein Auto mit knapp über 400km Reichweite, für das ich noch 10 Euro im Monat für vernünftiges Infotainment bezahlen soll, einfach zu teuer! Gepaart mit der, ich nennen es mal “risikoreichen”, Qualität und dem kleinen Servicenetz wäre mir ein Tesla schlicht und einfach zu viel Potential für Ärger.

    Das Model 3 muss mindestens 15-20% günstiger werden, damit ich dieses “Wagnis” eingehen würde.

    1. Eigentlich ist es ganz einfach. Tesla hat NOCH sehr eingeschränkte Produktionskapazitäten im Vergleich zu, z.B. Volkswagen.
      Die vorhandenen Kapazitäten sind mit den bestehenden Modellen, bei derzeitigen Preisen, sehr gut ausgelastet.
      Mit der Zunahme an Kapazitäten, steigen auch deren Möglichkeiten, sinnvoll in den Massenmarkt einzusteigen und Autos auch für kleinere Budgets zu bauen.

      1. Grundsätzlich ist zu sagen, daß alle e-Autos zu teuer sind. Haben diese doch einen aufwändigen Diesel- der Benzinmotor, kein kompliziertes Getriebe, eine Abgasanlage usw. Und der Elektromotor ist einfacher herzustellen. Speziell Tesla kann seine Batterien günstig in den eigenen Fabriken herstellen. Also wären e-Autos , weil sie auch um Einiges einfacher sind, sogar billiger als komplizierte Verbrenner sein. Die Entwicklungskosten müs zusen nicht in 5 Jahren verdient werden. Oder doch? Solange keine Mittelklasse-Wagen um die 20.000 € am Markt zu haben sind, wird es keinen großen Erfolg für e-Autos geben. E-Up u.Co kann man zu den Microcars zählen, wären aber im Preis super.

        en, wären aber im Preis super.

  2. Tesla scheint die Kurve ja bekommen zu haben. Das war die letzten 2 Jahre ja nicht wirklich abzusehen. Sie haben immer noch keine Autos, die man sich so als günstiger Zweitwagen anschaffen könnte, aber technisch sind sie allen anderen halt voraus, vor allem in Sachen Effizienz. Wieso sie so viel effizienter wie die Konkurrenz sind, verstehe ich bislang nicht aber naja… Wenn man Langstrecken Tauglichkeit will, führt an Tesla kein Weg vorbei, Stand heute.
    Schön wäre, wenn sie auch die Verarbeitungsqualität in den Griff bekommen würden und es mehr Händler gebe (ich müsste glaube ich 100km bis zum nächsten Händler fahren), dann wäre es noch interessanter. Auch würden sich sicherlich viele Pendler einrn günstigen Zweitwagen wünschen, aber das wird so schnell nichts werden mit Tesla. Die müssen sich ja jetzt schon Strecken um Gewinn zu erzielen.

    1. Ich weiss, dass der Ioniq und der Kona, ich meine natürlich rein elektrisch ( versteht sich von selbst ) extrem gute Effizienz ausweisen können. 🙂

      Mit wieviel kWh/100km durchschnittlich, mixed Lokal, Überland, Autobahn und Bergfahrten ( bis auf 2000müM ) fahren Sie mit Ihrem Ioniq über eine ganze Jahresperiode ?
      Annahme auf der Autobahn, Duchschnittsgeschwindigkeit 100km/h. Überland=80km/h. Innerorts=50km/h, moderate, vorausschaunde Fahweise.

      Ich bin mit meinem Model 3 AWD, LR ( Kauf=Mitte Februar 2019 ) bei durchschnittlichen 13.4kWh/100km und Tacho=23,000km. Während den Frühlings, Sommer und Herbstmonaten zusammen war ich bei ca. 12.7kWh/100km.
      Diese Angaben kommen direkt aus dem Model 3.

  3. Unter 13 KWh /100 KM ist ein guter Wert , da werden die meisten mit gutem CW Wert liegen. Hängt aber hauptsächlich von der Fahrweise Aussemtemp. und Anzahl der eingeschalteten Bordverbraucher ab. Vom Wirkungsgrad der Motoren sind wohl keine grossen Unterschiede nach Fabrikate mehr zu finden.(SUV s ausgeschlossen) Auf der Autobahn wenn ich auf Reichweite achte, gehe ich beim Zoe nur bei vielen LKW s mal zum Eco modus heraus. (Ueberholen) Bei Kurzstrecken uns Haus herum wird sportlich gefahren da kann man ja gratis zu Hause vom PV-Dach wieder aufladen.

    1. Und genau hier sehe ich wieder die Realität, wir brauchen keine starre Geschwindigkeitsbegrenzug auf der Autobahn. Die moderne Mobilität und der Sinn zur Nachhaltigkeit wird die geeignete Geschwindigkeit finden.

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