Hyperion XP-1 Wasserstoff-Supersportwagen: 1.600 km Reichweite / 335 km/h Höchstgeschwindigkeit

Hyperion XP-1 Wasserstoff-Supersportwagen: 1.600 km Reichweite / 335 km/h Höchstgeschwindigkeit

Copyright Abbildung(en): Hyperion

Bereits im Juli 2020 hat das kalifornische Unternehmen Hyperion ein neues wasserstoffbetriebenes Elektro-Superauto geteast. Mitte der Woche wurde der Hyperion XP-1 nun offiziell vorgestellt. Ein Brennstoffzellen-Auto, welches nicht nur wegen seinem Design, sonder vor allem wegen seiner technischen Daten aufzufallen weiß. Des Weiteren erinnert der XP-1 zumindest durch seine tiefe Straßenlage und das sportlich anmutende Design an den Bugatti Veyron.

Geht es nach dem Automobilhersteller verfügt der Hyperion XP-1 über eine Reichweite von mehr als 1.600 km pro Wasserstofftank-Füllung. Das Thema Reichweitenangst wäre somit direkt von Beginn an vom Tisch. Die an Bord befindliche Protonenaustauschmembran-Brennstoffzelle (PEM-Brennstoffzelle) wandelt den gespeicherten Wasserstoff in Elektrizität um und pusht den Supersportwagen in nur 2,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Schluss ist dann allerdings erst bei 335 km/h Höchstgeschwindigkeit.

“Der XP-1 wurde teilweise so konzipiert, dass er als Lehrmittel für die Bevölkerung dienen kann. Luft- und Raumfahrtingenieure haben seit langem die Vorteile von Wasserstoff als dem am häufigsten vorkommenden, leichtesten Element im Universum verstanden, und nun werden die Käufer dieses Fahrzeugs mit diesem Fahrzeug dessen außergewöhnlichen Nutzen erfahren. Dies ist erst der Anfang dessen, was mit Wasserstoff als Energiespeicher erreicht werden kann. Das Potenzial dieses Energieträgers ist grenzenlos und wird den Energiesektor revolutionieren.” – Angelo Kafantaris, CEO und Gründungsmitglied von Hyperion

Jedes andere Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeug nutzt Lithium-Ionen-Batterien als Puffer für den Strom, der XP-1 verzichtet darauf vollkommen. Das Ergebnis ist ein weitaus leichteres Fahrzeug, das bei einem Leergewicht von knapp 1.032 Kilogramm alle Vorteile des immensen Sofortdrehmoments von Permanentmagnet-Elektromotoren vereint, ohne die zusätzliche Masse einer massiven Traktionsbatterie schleppen zu müssen.

Hyperion

Der XP-1 ist eindeutig nicht für Fahrten zum Lebensmittelladen, den Weg zur Arbeit oder den Familienausflug zur Großmutter konzipiert. Vielmehr ist es ein E-Fahrzeug für die Extremen, welches ausloten will wo die Grenzen der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologien sind. Die Ingenieure und Doktoranden, die hinter Hyperion und dem XP-1 stehen, sehen in der emissionsfreien Wasserstofftransporttechnologie eine Verbesserung gegenüber batterieelektrischen Fahrzeugen, da die Notwendigkeit entfällt, seltene Rohstoffe für diese abzubauen.

Hyperion

Die Aerodynamik des XP-1 wurde speziell entwickelt, um das Fahrzeug bei hoher Geschwindigkeit am Boden zu halten, mit speziellen Solarflügeln, die an den Seiten des Fahrzeugs hervorsprießen und mehreren Zwecken dienen. Während das Fahrzeug auf der Strecke unterwegs ist leiten die Solar-Flügel den Luftstrom um das Fahrzeug herum, um seine Kurvenlage zu verbessern. Sie dienen auch als funktionelle Solarpaneele mit der Fähigkeit, sich Strom durch die Kraft der Sonne nachzuführen. Der XP-1 ist ab 2022 für eine limitierte Produktionsserie von 300 Fahrzeugen in den Vereinigten Staaten vorgesehen. Weitere technische Daten und Preise wurden bisher nicht kommuniziert.

Quelle: Hyperion – Pressemitteilung vom 12. August 2020

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10 Antworten

  1. Keine seltenen Erden …
    Achso, Platin für die Brennstoffzellen und Neodym für die Motoren müssen nicht abgebaut werden und wachsen auf Bäumen. Und eine Rennsemmel bei über 300 läuft braucht eh niemand.
    Erspart uns diesen Blödsinn.

    1. Platin hat mit seltenen Erden rein gar nichts zu tun und Neodym ist nach dem Abbau nicht verloren, kann nach Motorenverschleiß wieder aufbereitet werden = geschlossenes Kreislaufsystem bei Neodym.
      Seltene Erden sind auch nicht wirklich selten, bei ihrer jeweiligen Entdeckung waren sie nur schwer zu extrahieren.

  2. ich habs noch nicht kapiert…
    wo speichert das Ding die Energie aus der Wasserstoffreaktion?
    hat das Ding nen Motor welcher direkt mit Wasserstoff funktioniert oder geht die Energie aus der Brennstoffzelle direkt zum Antriebsmotor?

    Wie lange dauert so eine Wasserstoffreaktion und wie viel Energie wird in welcher Zeit freigesetzt?

    1. 100 pro ist da ne Batterie verbaut, so schnell kann man gar keine Energie freisetzen durch die Brennstoffzelle. Oder ne Reihe an Super-Caps.
      Vermutlich hält der den Topspeed auch nur wenige Sekunden.
      Und die Solarzellen? Wo laden die denn hin? Oder tankt man nur Wasser?

    1. Bei dragster Rennen frage ich mich nicht nur was die geraucht haben sondern auch noch was sie gespritzt haben und ob das Hirn auch mit dabei war. So ein dragster ist nicht mal für die Umwelt gut, eigentlich für gar nichts.

  3. Preis: 2,5 Millionen

    Der SuperSportwagen 1,5 und die eigene Wasserstofftankstelle für 1 Millionen.

    Dann kommt extra für den Besitzer einmal im Monat der Wasserstoff-Tanklastwagen und füllt auf.

  4. Also der durchschnittliche Wasserstoff PKW verbraucht 1Kg Wasserstoff pro 100km , Tankgröße bis 6Kg ist bisher möglich aber selbst dafür benötigt man schon richtig teuere Technik , bei einem Sportwagen ist die Frage wie sicher ist das ganze noch wenn 9-10 KG untergebracht werden sollen…

  5. So mal kurz das Video zusammengefasst…
    Der XP1 soll unter 1 Tonne wiegen…
    Beim Aufbau widersprechen sich Entwickler und Werbevideo, Video sagt Wasserstoff wird in Energie umgewandelt und über Ultracapacitoren an den Motor abgegeben, der Entwickler sagt sie verwenden den Wasserstoff direkt in einem “Verdampfer”…
    Am Anfang sagt der Entwickler man entwickle momentan das Fahrzeug und 3 min Später heißt es es gibt 4 Fahrende Prototypen…
    Die Firma ist ein Stromkonzern in den USA soweit ich es verstanden habe…

  6. Was für ein Quatsch!
    Das ist doch nur so ein Ding um Wssserstoffaktien an den Mann zu bringen.
    H2 für 1.600 km? Soviel Platz ist da überhaupt nicht drin.
    Keine Batterie? Dann eben Kondensatoren, die brauchen noch mehr Platz.

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