Daimler bündelt alle konzernweite Brennstoffzellen-Aktivitäten unter einem Dach

Daimler bündelt alle konzernweite Brennstoffzellen-Aktivitäten unter einem Dach

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockvektor-Nummer: 364613426

Brennstoffzellensysteme werden bei der Daimler Truck AG eine wichtige Rolle spielen. Um eine entsprechende Grundlage hierfür zu schaffen habe man die Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG gegründet, welche fortan, nun der organisatorische und rechtliche Rahmen für die Bündelung aller konzernweiter Brennstoffzellen-Aktivitäten in sich vereint. Dr. Andreas Gorbach (45) und Prof. Dr. Christian Mohrdieck (60) werden als Geschäftsführer der neuen Gesellschaft bestellt. Beide verfügen über umfangreiche Erfahrung mit konventionellen und alternativen Antrieben, insbesondere Brennstoffzellensystemen.

Gorbach zeichnet bereits seit Anfang Mai dieses Jahres in leitender Funktion übergreifend für alle Brennstoffzellen-Themen bei der Daimler Truck AG verantwortlich. In seiner neuen zusätzlichen Position als CEO der Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG wird er diese Aufgabe weiterführen. Prof. Dr. Christian Mohrdieck leitet seit dem Jahr 2003 die Brennstoffzellenentwicklung im Daimler-Konzern und ist Geschäftsführer der heutigen Brennstoffzellen-Entwicklungseinheit Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH, die der neugegründeten Tochtergesellschaft zugeordnet werden wird.

„Die Brennstoffzelle ist eine entscheidende CO2-neutrale Lösung für Lkw im schweren Fernverkehr. Davon sind unser zukünftiger Joint Venture-Partner, die Volvo Group, und wir überzeugt. Wir sind fest entschlossen, die Entwicklung und Serienproduktion von Brennstoffzellen gemeinsam anzugehen, und bringen nun auch in großen Schritten alle nötigen Vorbereitungen für das geplante Joint Venture auf den Weg.“ – Martin Daum, Vorsitzender des Vorstands der Daimler Truck AG und Mitglied des Vorstands der Daimler AG

Bekanntermaßen planen die Daimler Truck AG und die Volvo Group, in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts schwere Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für den anspruchsvollen und schweren Fernverkehr in Serie zu bringen. Bereits im Rahmen dieser Bekanntgabe wurde mitgeteilt, dass Daimler Trucks alle konzernweiten Brennstoffzellen-Aktivitäten in einer neuen Brennstoffzellen-Einheit bündeln und diese in dem geplanten Joint Venture zusammenführen wird. Die Volvo Group wird hierfür 50 Prozent der Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG erwerben. Alle potenziellen Transaktionen unterliegen der Prüfung und Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Daum gibt des weiteren zu verstehen, dass er sich freue „mit Dr. Andreas Gorbach und Prof. Dr. Christian Mohrdieck zwei ausgesprochen erfahrene Daimler-Kollegen für die Geschäftsführung der Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG“ gewonnen zu haben. „Beide zeichnen sich sowohl durch fundiertes Fachwissen auf dem Gebiet konventioneller sowie alternativer Antriebe und der Brennstoffzelle aus als auch durch den richtigen Pioniergeist, um die neue Einheit erfolgreich aufzubauen und in das geplante Joint Venture zu überführen“, so Daum weiter.

Ganz konkrete Chancen zur Kommerzialisierung der Brennstoffzellen-Technologie durch das geplante Joint Venture mit der Volvo Group zeigt die von der Daimler Truck AG und dem britischen Technologiekonzern Rolls-Royce plc geplante Kooperation im Bereich stationärer Brennstoffzellensysteme. Die Daimler Truck AG und die britische Rolls-Royce plc (nicht zu verwechseln mit Rolls Royce Motor Cars, seit 2000 Teil der BMW-Gruppe) planen eine Kooperation zur CO2-neutralen Notstromversorgung von sicherheitskritischen Einrichtungen, wie beispielsweise Rechenzentren, mit stationären Brennstoffzellengeneratoren.

 

Quelle: Daimler AG – Pressemitteilung vom 08. Juni 2020

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
14 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Jetzt beginnt in Deutschland die Wasserstoff-Ära
Stand: 05.06.2020 meint DIE WELT hier: https://www.welt.de/wirtschaft/plus209041149/Konjunkturprogramm-Bundesregierung-ruft-Wasserstoff-Aera-aus.html

Wasserstoff für Industrie, Züge und maximal LKW.

Das wars.

Wer meint der Wasserstoff-PKW erlebt noch eine Wiederauferstehung:

Mercedes (Werbung: das Beste oder Nichts..) hat seinen FCELL eingestellt.

Ist eben nicht das Beste…

„in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts“.
Wie immer sagen sie in Kombination mit Wasserstoff nicht , in welchem Jahrzehnt.
Wie lange wollen sie da eigentlich noch dran rum forschen? Seit den frühen 80er Jahren forschen sie jetzt an Wasserstoff und haben dort unzählige Millionen vergraben um am Ende festzustellen, dass es viel zu teuer ist aus Strom erst Wasserstoff zu machen und dann wieder Strom zum Fahren. Zumal der Wirkungsgrad ähnlich schlecht ist, wie beim Verbrennungsmotor. Erstaunlicherweise haben wir immer noch nicht genug Strom übrig, als dass es egal wäre, was man damit macht. Und wenn man dann noch bedenkt, dass wir von jeglicher Verbrennung von fossilen Energieträgern wegkommen müssen, wird sich da auch in Zukunft nichts dran ändern. Es wird auch so seine Herausforderung sein, die ganzen Heizungen durch Wärmepumpen zu ersetzen, da wird kein Strom für Wasserstoff übrig sein. Mal ganz abgesehen davon, dass keiner den vier-oder fünffachen Preis für den Transport von Gütern zahlen wollen wird.

Das mit dem Preis von Güten ist ja nicht explizit auf die Transportkosten bezogen.

Das „Nette“ Problem mit Wasserstoff ist ja, das die Produzenten den Strom dafür zu Industriepreisen einkaufen könnten (3-5Cent pro kWh).

Und damit billig Wasserstoff produzieren der dann an den Tankstellen der Großkonzerne verkauft werden kann.

Das heißt die Verbraucher finanzieren mittels EEG-Umlage die Gewinne der Großkonzerne.

Dieses würde aber den Gedanken der Energiewende konträr entgegenstehen. Und der Strom (wenn er den grün wäre) ist dann nicht
dem Markt für die Endverbraucher zur Verfügung.

Sie Betruegen uns und die Gruenen und die SPD auch Sie wissen das nach Verbrennungsmotoren gefragt wird. Sie haben Militant Bomben geworfen um Oel und Gaspreise in die Hoehe zu treiben und um nur noch in E Autos zu investieren. Corona hat ja mit Autos nichts zu tun. Da wo Keime sind kommt die Lungenentzündung. Auch in Räumen wo gar kein Tabak ist. Sie werden ja kritisiert weil sie keine Verbrennungsmotoren foerdern. Die SPD hört seit 1989 noch weniger zu als vor 1990. Und die Gruenen luegen. Das betrifft fast alle Bereiche. Die Umweltbilanz von jedes Jahr ein neues TV oder Smartphone kann nicht gut sein. Ihre Zukunft sieht dann so aus das sie mit erneuerbaren Energien weitere Waffen und alles was fuer Krieg benoetigt wird weltweit produzieren werden. Greenpeace wird nie daraus. Sie sollten sich ja auch nach anderen Moeglochkeiten der Landesverteidigung umsehen. Zigarette sind nicht halb so schädlich Inc wie Bomben Damit die in Zukunft E Auto fahren. Adolf Hitler hatte auch etwas gegen Raucher. Droehnen Sie sich nur schoen mit Alkohol zu. Arbeit macht frei. Die Frage ist was Sie als Arbeit nennen. Ihre Autos sind nur mit dem 10 fachen Aufwand zu reparieren. Ausserdem sind die Autos viel zu gross und nehmen ueberall Platz weg. Die Egoverlsemherung ist ein möglichst grosses Auto. Der Rest sitzt auch wieder nur passiv rum und schaut legale Autorennen. Autorennen im TV zu sehen ist auch kein Sport. Wir zahlen GEZ fuer Ihre Mogelpackung.

Spricht da der typische „Wutbürger“ ?

Hallo Herr Sven,
Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass VW bereits Anfang 2000 mehrere mit Wasserstoff betriebene PKW vorgestellt hatte.
Wenn nicht sollten Sie sich mal mit dem Thema Wasserstoff und seinen Einsatzmöglichkeiten beschäftigen.
Das Hydrogen Auto von BMW kennen Sie hoffentlich; wahlweise umschaltbar zwischen Wasserstoff und Benzin. Ausgestellt auf der EXPO 2000. Die deutschen Autohersteller haben die Technik und die Zukunft verschlafen. Es galt nur: Benzin, Diesel, Gewinnmaximierung und Betrug an den Kunden. – Nun kommt der nächste FLOP! E-Autos, das Grab der Europäischen Autohersteller.
Lesen Sie mal nach: CHINA puscht die Wasserstoff-Technologie und hat bereits vier “Wasserstoffkorriedore“ installiert.

4 Korridore … für ein Land das 240x größer ist als Deutschland._

https://www.heise.de/tp/features/Gibt-China-die-E-Mobilitaet-auf-4631228.html

https://europe.autonews.com/automakers/china-raises-2025-electrified-car-sales-target-25
https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/china-stoppt-e-auto-foerderung-frueher-als-geplant-und-diktiert-europa-so-das-tempo-ld.1180171

‪https://europe.autonews.com/automakers/china-raises-2025-electrified-car-sales-target-25‬
‪(Übersetzung durch Google)‬

‪China erhöht Verkaufsziel für Elektroautos für 2025 auf 25%‬

‪Von Tian Ying und Feifei Shen‬

‪PEKING / SHANGHAI – China hat sein Verkaufsziel für Elektrofahrzeuge für 2025 angehoben, als die Regierung versucht, eine Branche anzukurbeln, die Anzeichen einer Verlangsamung aufweist.‬

‪Laut einem Richtlinienentwurf, der am Dienstag vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie veröffentlicht wurde, sollen bis 2025 rund 25 Prozent der verkauften Neuwagen elektrifiziert werden.‬

‪Die letzte Roadmap der Branche, die 2017 angekündigt wurde, sah vor, dass Fahrzeuge mit neuer Energie – Vollelektrik, Brennstoffzellen und Plug-in-Hybride – bis 2025 mehr als 20 Prozent des Fahrzeugabsatzes ausmachen.‬

‪Obwohl die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen in China in den letzten Jahren rapide gestiegen ist, machen sie immer noch nur etwa 5 Prozent des Automobilabsatzes des Landes aus. Und die Verkäufe von Elektrofahrzeugen gingen nun seit vier Monaten in Folge zurück, nachdem die Regierung die Subventionen zurückgefahren hatte.‬

‪Das Ziel signalisiert, dass Elektroautos für die Regierung weiterhin Priorität haben, da sie die Umweltverschmutzung bekämpfen und die Abhängigkeit von importiertem Öl verringern will.‬

‪Dennoch stehen die Regulierungsbehörden weiterhin unter dem Druck, Handreichungen zu reduzieren, da die staatliche Unterstützung die Besorgnis über eine Blase in der Branche schürte.‬

‪Während Regierungen einschließlich Chinas von Subventionen Abstand nehmen, ist ihre Politik nach wie vor der größte Motor für die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, sagte Colin McKerracher, Analyst bei BloombergNEF, am Dienstag auf dem BNEF-Gipfel in Shanghai.‬

‪China fördert Elektroautos mit Richtlinien wie Steuerbefreiungen, Konzessionen bei Kennzeichenlotterien und weniger Nutzungsbeschränkungen.‬
‪In einer früheren Version eines neuen Richtlinienentwurfs zu Beginn dieses Jahres forderte die Regierung, dass Elektrofahrzeuge bis 2035 60 Prozent des Umsatzes ausmachen, so die mit der Angelegenheit vertrauten Personen.‬

‪Im letzten Entwurf wurde ein prozentuales Ziel für 2035 weggelassen. Stattdessen heißt es, dass in diesem Jahr reine Elektroautos zum Mainstream werden, Brennstoffzellenfahrzeuge in großem Umfang verfügbar sein und alle Fahrzeuge des Versorgungssektors mit Elektrizität betrieben werden.‬

‪“Es gibt immer Unsicherheiten in Bezug auf technologische Durchbrüche, und es ist vorsichtiger, ein Ziel für einen engeren Zeitrahmen festzulegen, wie wir hier sehen“, sagte Cui Dongshu, Generalsekretär der China Passenger Car Association, einer Branchenorganisation.‬

‪“Die Nachfrage nach Neuenergiefahrzeugen könnte sich in den nächsten zwei Jahren erholen, und das in der Politik festgelegte Ziel für 2025 erscheint angemessen.“‬

Wenn Wasserstoff kommen sollte, dann bitte die Atomkraftwerke nicht vergessen um die Strommenge für den Wasserstoff zu produzieren.

Hat offensichtlich alles unter einem Dach Platz. Das sagt ja schon der Titel. So stelle ich meine Altwaren auch in den Estrich. Alles unter ein Dach, abschliessen, fertig.
Wenn LKW mal mit Wasserstoff fahren wäre das toll. Aber während sich Strom je länger mit desto weniger Aufwand generieren lässt, wächst Wasserstoff nun mal nicht auf den Bäumen. Vertrieb und Speicherung sind auch nicht ganz einfach. Die Irrwege werden immer weniger und die eBatterien immer besser.
Die Zeit wirds zeigen. Ob dann Daimler noch Fahrzeuge produziert oder nur noch Schweibenwischer… auch das werden wir bald wissen.

Frage: Was ist schlecht daran wenn ein Wasserstoff Motor die Effizienz eines Verbrenners erreicht? Wir fahren bereits seit Jahrzehnten mit einem schlechten Wirkungsgrad durch die Gegend und Verbrennen fossile Stoffe dabei.

Nächste Frage: Wie werden Elektro Fahrzeuge in den Metropolen HH, Berlin, München, Frankfurt oder Köln wieder aufgeladen? Da brauchen wir dicke Leitungen, zahlreiche Plugs und ist der Strom der verwendet wohl grün?

Es handelt sich nicht um Wasserstoff Motoren – sondern um Elektromotoren, deren Strom über eine chemische Reaktion erzeugt wird. Da brennt nix. Der Name Brennstoff-Zelle ist für deutschsprachige Laien etwas irreführend. Besser ist da der internationale Begriff FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) und BEV (Battery Elektric Vehicle). Beides sind Elektrofahrzeuge und haben jeweils verschiedene Vor- und Nachteile. Sicher werden beide ihre entsprechenden Märkte finden.

Scheibenwischer hat MB noch nie selber produziert. Mit dem F Zell haben sie schon bei der B Klasse damals mir dem Sandwichsboden , eine Klatsche eingefangen. Man sollte aber davon ausgehen können, und weil sie auch LKW s bauen, heute wissen, dass in dem Sektor und bei Traktoren und Schiffen dazu mehr Interesse besteht.

tolle und spannende beiträge mit verschiedenstem backround, bekommt man allerlei. nun will ich in der diskussion lars thomson zur wort kommen lassen
https://youtu.be/JHUzfw24oCk

kurz um:
Daimler hätte vor 20 Jahren die Brennstoffzelle bringen können und Trendsetter werden können aber *German-Angst*
oder Audi mit A2 (1999) perfektes 3 Liter Auto aber *German-Angst*

wer macht’s besser
Toyota -> mit Prius
zuerst subventioniert, und nun ein Branding für hybrid

Tesla
Schulden, Schulden und kein *German-Angst* und nun 134 Jahre Deutsche Automobil Entwicklung in ~10 Jahren „pulverisiert“
siehe VW und Golf 8 oder ID3 a bisserl Software nicht händeln können

ich sehe noch kein Licht am Ende des Tunnels für unsere Autobauer, mit diesen halbgaren vorgehen

14
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).