Daimler und Volvo setzen gemeinsam auf Brennstoffzelle im Transportsektor

Daimler und Volvo setzen gemeinsam auf Brennstoffzelle im Transportsektor
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Daimler AG

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Daimler Trucks & Buses strebt bis zum Jahr 2039 an, in den Triademärkten Europa, Japan und NAFTA (Nordamerika) nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb („tank-to-wheel“) CO2-neutral sind. Hierfür beschreitet das Unternehmen unterschiedlichste Wege und bietet bspw. ein umfassendes Ökosystem für den Einstieg in die E-Mobilität. Des Weiteren konzentriert man sich nicht nur auf die Batteriebetriebene E-Mobilität, sondern auch auf brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge.

In einem gemeinsamen Joint Venture der Daimler Truck AG und der Volvo Group will man den „Green Deal“ eines nachhaltigen Transports und CO2-neutralen Europas bis zum Jahr 2050 besiegeln. Gemeinsam möchte man hierfür die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für den Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen und anderen Anwendungsfeldern vorantreiben. Vorgesehen ist, dass Daimler alle seine derzeitigen Brennstoffzellen-Aktivitäten in das Joint Venture einbringen wird. Volvo seinerseits erwirbt für die Summe von etwa 0,6 Milliarden Euro fünfzig Prozent der Anteile daran.

„Transport und Logistik halten die Welt am Laufen, gleichzeitig wächst der Transportbedarf weiter. Ein wirklich CO2-neutraler Transport wird nur durch einen elektrischen Antriebsstrang erreicht werden, wobei die Energie aus zwei Quellen kommen kann: entweder aus Batterien oder durch die Umwandlung von Wasserstoff in Elektrizität an Bord des Fahrzeugs. Für den Lkw-Einsatz im schweren Fernverkehr sind Brennstoffzellen eine entscheidende Lösung. Die Partnerschaft mit der Volvo Group ist ein Meilenstein, um brennstoffzellenbetriebene Lkw und Busse nun auf unsere Straßen zu bringen.“ – Martin Daum, Vorsitzender des Vorstands der Daimler Truck AG und Mitglied des Vorstands der Daimler AG

Martin Lundstedt, Präsident und CEO der Volvo Group, gibt seinerseits zu verstehen, dass die „Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs ein Schlüsselelement für die Umsetzung des sogenannten Green Deal, für ein CO2-neutrales Europa und letztendlich für eine CO2-neutrale Welt“ sei. Aus seiner Sicht sei die „Nutzung von Wasserstoff als Träger von Ökostrom zum Antrieb von Elektro-Lkw im Fernverkehr eine hervorragende Ergänzung zu batterieelektrischen Fahrzeugen und erneuerbaren Kraftstoffen.“ Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen in einem gemeinsamen Joint Venture wolle man die Entwicklungen auf diesem Gebiet beschleunigen. Lundstedt gibt allerdings auch zu verstehen: „Damit diese Vision jedoch Wirklichkeit werden kann, müssen auch andere Unternehmen und Institutionen diese Entwicklung unterstützen, nicht zuletzt, um die erforderliche Kraftstoffinfrastruktur aufzubauen.“

Durch die Bündelung der Kräfte in diesem Segment will man die Entwicklungskosten für beide Unternehmen senken sowie die Markteinführung von Brennstoffzellensystemen in Produkten für den schweren Transport und anspruchsvolle Langstreckeneinsätze beschleunigen. In allen anderen Geschäftsfeldern wird man weiterhin Wettbewerber bleiben. Das gemeinsame Ziel ist, in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts schwere Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für den anspruchsvollen und schweren Fernverkehr in Serie anzubieten. Darüber hinaus befasst sich das Joint Venture auch mit anderen Anwendungsfällen.

Die unterzeichnete vorläufige Vereinbarung ist nicht bindend. Eine endgültige Vereinbarung wird bis zum 3. Quartal erwartet und soll noch vor Jahresende 2020 abgeschlossen werden. Alle potenziellen Transaktionen unterliegen der Prüfung und Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 21. April 2020

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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