Bayerns Wirtschaftsminister hält viel von „One-Stop-Shop für Batterieanalytik“

Copyright Abbildung(en): TWAICE

TWAICE ist entstanden als Ausgründung aus der TU-München und widmet sich der erheblichen Lebensdauerverlängerung von Lithium-Ionen-Akkus durch Echtzeitanalyse und Optimierung entsprechender Parameter. Anfang Dezember gaben die Batterieexperten zu verstehen, dass man in den vergangenen Monaten Testsysteme, Batteriezellhalter, Kühlungsanlagen und vieles mehr im neu geschaffenen Batterielabor in Bayern installiert habe.

Vorzufinden ist das Batterielabor am Unternehmensstandort in Schwabing-Freimann. Dieses schafft zusätzliche Kapazität zu bereits bei Partnerinstituten verfügbaren Ressourcen. Durch die Inbetriebnahme des eigenen Labors soll es möglich sein die eigene Software noch schneller an den Kunden zu liefern. In dem neuartigen Batterielabor können Batterien von Elektroautos getestet und simuliert werden. Unter Temperaturen von -20 bis zu 80 °C und einer Stromstärke von bis zu mehreren Hundert Ampere kann das Verhalten verschiedenster Batterietypen und -chemien analysiert und so die Software von TWAICE in kürzester Zeit kalibriert werden.

Bayerns Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger war bei der Eröffnung zugegen und gab zu verstehen: „Die Bedeutung von Batterien nimmt immer mehr zu und ist nicht auf die Elektromobilität beschränkt. Auch bei der Energiewende benötigen wir leistungsstarke Lösungen, um erneuerbar erzeugte Energie zwischenzuspeichern. Bayern braucht deshalb innovative Unternehmen wie TWAICE, die in diesen Bereich investieren, Knowhow aufbauen und damit starke Impulse setzen. Als Staatsregierung fördern wir die Batterietechnologie ganz gezielt im Rahmen der Hightech Agenda und stärken bestehende regionale Forschungsschwerpunkte.“

„Unsere Kunden schätzen die Kombination aus Batterieexpertise und skalierbarer Software, die uns zum One-Stop-Shop für Batterieanalytik macht. Das Batterielabor bietet uns die Möglichkeit schnell Testdaten zu erzeugen und unsere Software auf das elektrische, thermische und Alterungsverhalten zu kalibrieren.“ – Dr. Michael Baumann, Gründer und Geschäftsführer TWAICE

Die prädiktive TWAICE Batterie-Analytik-Software kann auf Basis eines digitalen Zwillings Herstellung, Testing und Lebenszyklus der Batterie optimieren. MHP unterstützt strategisch und analysiert zusammen mit dem Kunden die Auswirkungen der Elektromobilität auf die Organisations- und Kostenstruktur. Des Weiteren ist es mit einem digitalen Batterie-Zwilling möglich defekte Module oder Zellen der Batterie präventiv und zielgerichtet zu ersetzen. Bislang sind dazu aufwändige Tests und Diagnoseverfahren üblich, in denen nach einer Schwachstelle gesucht wird.

TWAICE selbst profitiert vom Wandel hin zur E-Mobilität. Nach dem Dieselskandal und durch die zunehmende Regulatorik haben Hersteller die Entwicklung von emissionslosen Fahrzeugen beschleunigt und sind dabei auf gut abgestimmte Batterien angewiesen. Des Weiteren wurde bereits im November 2019 bekannt, dass der TÜV Rheinland und TWAICE wertvolle Unterstützung beim Weiterverkauf des eigenen E-Autos bieten werden. Bspw. über die Betrachtung der Batterie gebrauchter E-Autos.

Quelle: TWAICE – Pressemitteilung vom 03. Dezember 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Politiker sind eimfach mit jedem Blödsinn zu blenden und greifen tief in die Taschen ihrer Spendierhosen – sind ja nur Steuergelder.

@ Kasch
Schulen und Kindergärten sollten wir auch schleunigst zumachen. Ups, ein Denkfehler von mir, der größte Posten im Bundeshaushalt ist mit 100 Mrd. € ja der Zuschuss zur Rentenversicherung. Also als erstes die Renten um 30% runter.

Vieleicht sollten wir einfach einmal in unser Bildungssystem investieren (Digitalisierung etc) dann bringen wir vielleicht einfach geniale Ingenieure, wie Elon Musk, an den Start, anstatt Disruption immer öfter nur hinterher zu laufen – wie momentan.
Stichwort: First Principals

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