Artegas E-Isetta Karo geht in den Verkauf und wird kurzfristig lieferbar sein

Karo E-Isetta startet Verkauf

Copyright Abbildung(en): Artega

Erst heute Vormittag konnten wir verkünden, dass Micro Mobility Systems und Artega getrennte Wege gehen. Geplant ist, dass der Microlino 2021 in einer Version 2.0 in die Produktion startet. Artega hingegen beginnt bereits im Januar 2020 mit dem Verkauf und verspricht eine kurzfristige Auslieferung (April 2020) der modernen E-Isetta.

Artega und Micro Mobility Systems legen Streit um E-Kabinenroller bei

Ein paar mehr Fakten zum bisherigen Ablauf: Anfang Oktober 2019 schien es so, als ob der Streit um die E-Isetta zwischen Microlino und Artega in die nächste Runde eingetreten ist. Artega ging in die Offensive und reagierte auf die einstweilige Verfügung gegen den Karo/Karolino. Dann standen Überlegungen im Raum, ob das Unternehmen hinter dem Microlino gegen Artega gerichtlich vorgeht, wegen Unlauterkeit. Seitdem war es ruhig um die E-Isetta aus der Schweiz. Bis jetzt.

Als Kopie des Microlino gestartet soll der Karo, ehemals Karolino, in mehr als 150 Punkten besser sein als das Schweizer Original. “Am Ende hat sich bestätigt, was wir immer gesagt haben: Die Auflösung der Vertriebsvereinbarung ermöglicht es Artega, höhere Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen nach eigenen Vorstellungen zu realisieren. Artega kann nach Aufhebung der Wettbewerbsbeschränkungen endlich sein ganzes Potential ausschöpfen und schnell skalieren”, so Klaus Dieter Frers, Geschäftsführer der Artega GmbH. Das bereits im Januar 2020 mit dem Verkauf des Karo gestartet und die Auslieferung im April 2020 beginnen soll verwundert dann doch ein wenig.

Artega skaliert Fertigung des Karo durch eigenes Produktionsnetzwerk

Anscheinend hat man die Zeit effizient genutzt, um das eigene Produktionsnetzwerk auf einen schnellen Start der Produktion/ Vertriebsoffensive vorzubereiten. Die enge Partnerschaft zum Automobilzulieferer paragon und dessen Tochterunternehmen Voltabox erzeugen  wirtschaftliche und technologische Synergien. paragon gilt mit seinen Produkten als Welt- bzw. EU-Marktführer und liefert neben der Fahrzeugelektronik und Antriebstechnik auch die Infotainment- und digitalen Assistenzsysteme für die KARO-Isetta. Voltabox ist auf die Herstellung hocheffizienter Lithium-Ionen-Batterien und deren Softwaremanagement spezialisiert. Beides sind Unternehmen an den Frers ebenfalls beteiligt ist, bzw. diesem gehören.

“Als Familienunternehmen haben wir natürlich immer auch kommende Generationen im Blick. Nachhaltigkeit ist uns deshalb bei unseren E-Fahrzeugen ‚Made in Germany‘ enorm wichtig. Deshalb fährt die KARO-Isetta nicht nur völlig emissionsfrei, sondern wird auch hier in der Autostadt Delbrück komplett klimaneutral hergestellt.” – Klaus Dieter Frers, Geschäftsführer der Artega GmbH

Durchstarten mit zwei Karo-Varianten

Zur Markteinführung präsentiert Artega zwei Ausstattungslinien. Die „Intro“-Serie als limitierte Auflage sowie die flankierende „Edition“-Ausführung. Beide Linien weisen in Material und Design die Handschrift des Firmengründers auf, zudem trägt der „Intro“ seine Signatur und eine individuelle Nummerierung.

Neben “Intro” wird es die Ausstattungsvarianten “Classic”, “Style” und “Edition” geben. Klar ist, Antriebstechnik und Fahrwerk sind bei allen Varianten identisch. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 90 km/h erreicht, das Leergewicht beträgt nur 514 Kilogramm, das Kofferraumvolumen wird mit 514 Liter angegeben. Neben der reinen Auswahl einer der vier Ausstattungsvarianten kann man als Vorbesteller des Karo die technische Ausstattung und die Optik zusätzlich individuell bestimmen.

Quelle: Artega – Pressemitteilung vom 03. Januar 2020

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9 Antworten

  1. Herr Schindler hat wahrscheinlich einen ganz perfide Form der Ironie. An diesem speziellen Fall kann man lernen. Wie die Zahnräder ineinandergreifen und kleinere mit großen Ideen ausgebootet werden.

    1. Ein Lehrstück wie Innovation von skrupellosen Geschäftemachern für den eigenen Vorteil verhöckert wird. Ein ganz übles Vorgehen das man nicht durch den Kauf von deren Produkten auch noch belohnen sollte. Gleichzeitig zeigt es auf wie verlogen und skrupellos und ohne Konsequenzen in der Gesellschaft heute vorgegangen wird. Es gibt sogar Menschen die solches toll finden. Bis Sie eines Tages selber Opfer werden.

  2. Auslieferung im April? wer glaubt denn daran??? aktuell gibt es noch keinerlei “Autochen” mit einem auch nur annähernd kundentauglichem Reifegrad – und das soll sich innerhalb weniger Wochen ändern?
    Und überhaupt die Kosten: es handelt sich nicht um ein Auto, es ist somit nicht förderfähig. Der Nachteil gegenüber einem “richtigen” Auto beträgt also 2000 bzw demnächst 3000 EUR. Dazu kommt das der Karo den Sicherheitsstandard eines Rollers hat. Man muss sich immer wieder vor Augen halten das es kein Auto ist und das keinerlei Sicherheitsanforderungen eingehalten werden müssen. Jeder Smart ist im Vergleich dazu ein Panzer.
    Also ich würde es meiner Tochter nicht gestatten mit sowas rumzufahren. Das ist viel zu unsicher.

    1. Der Platz in unseren Städten für normalgroße PKW ist aufgebraucht. Wenn es weiter individual Verkehr in den Städten geben soll, ist der e Isetta genau das Richtige. Damals, als das Original auf dem Markt kam, gab es noch nicht so viele Pkw und Platz in den Städten war auch genug. Und daher hat der VW Käfer am a Markt gewonnen. Heute ist das genau umgekehrt. Und ich glaube, der e Isetta wird sich für die Stadt durchsetzen. Er wird den Twizzy verdrängen, weil ich hier ein echtes geschlossenes Auto mit Lüftung und Heizung habe und er auch mehr Komfort bietet. Es passen zwei von ihm auf einem Parkplatz oder in die Garage und die, Betriebs- Unterhaltskosten sind günstig. Und Nachhaltig ist er auch. Er wird seine Zielgruppe finden. Es gibt Städte, die mit 1000€ E Bakfietsen (Lasten Fahrräder) fördern. Die werden das für den e Isetta auch machen, wenn sie schlau sind.

  3. Dieser Isetta wird es genau so ergeben wie dem Original. So bald preiswerte und alltagstaugliche Kleinwagen lieferbar sind, verschwindet der Kabinenroller in Sammlungen und Museen

  4. Wer den ganzen Werdegang des Produktes verfolgt hat, kann doch nicht wirklich bei einem dieser Kaspervereine kaufen. Wie das ausgeht ist doch klar. Einer ist das Alfatier welches Ideen klaut, das andere ist ein Startup, welchem schnell die Luft ausgeht, wenn das Alfatier die Chance sieht, wieder alles an sich zu reißen. Ausbaden wird das dann der Verbraucher, der schlimmstenfalls im guten Glauben Krediteaufnimmt. Nein Danke, als alter original Fahrer jetzt nicht mehr..Isetta

  5. Die beiden Varianten der E-Iseta, Artega Karo und Microlino von Micro Mobility Systems, basieren auf einem falschausgewählten technischen Konzept, der wird unvermeidlichen schlechten Auswirkungen auf kommerziellen Erfolg der beiden Baureihen haben. Nach einer kurzfristigen anfänglichen Euphorie die Produktion der beiden Autos wird bald stillgelegt. Es wundert mich, dass Herr Frers seine Lektion als Startup-Unternehmer noch nicht gelernt hat. Genau dieselbe Fehler hat Smart vernichtet!

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