Zwischenstand des Umweltbonus zum 30. Juni 2019

Zwischenstand zum Umweltbonus
shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrationsnummer: 649316047
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Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus – wurde offiziell bis Ende 2020 verlängertallerdings in seiner bestehenden Form, ohne Erhöhung der Förderung.

Die hierfür notwendige Förderrichtlinie des Wirtschaftsministeriums wird am 5. Juni 2019 im Bundesanzeiger veröffentlicht und gilt dann unmittelbar nach Auslaufen der bisherigen Förderrichtlinie ab 1. Juli 2019. So oder so wagen wir wie gewohnt zu Beginn des Monats einen Blick zurück auf den Zwischenstand des Umweltbonus.

125.408 Umweltbonus-Anträge bis Ende Juni wurden gestellt

125.408 Förderanträge wurden bis Ende Juni beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im Juni um 5.337 neue Anträge erhöht.

Im Detail sieht man, dass 3.774 Anträge für Elektroautos, 1.558 Anträge für Plug-in-Hybride sowie fünf Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind.

82.974 Anträge für reine E-Autos, 42.360 für Plug-in-Hybride und 74 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

82.974 Anträge für reine E-Autos, 42.360 für Plug-in-Hybride und 74 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 125.408 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben.

Als Käufer eines reinen Elektroautos  erhält man durch den Umweltbonus einen Zuschuss von 4.000 Euro. Gleiches gilt für Brennstoffzellenfahrzeuge. Fahrer eines Hybridfahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 €.

Bei diesen Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Allerdings nur, wenn es sich um ein Neufahrzeug mit einem Netto-Listenpreis für das Basismodell bis maximal 60.000 Euro handelt.

Durch den Umweltbonus wird es möglich, dass man E-Autos, gerade im “Einsteiger-Segment” für günstiges Geld erwerben kann. Insofern man Abstriche bei den technischen Daten in Kauf nimmt. Beispiel hierfür der e.GO Life in der First Edition. Diesen gib es dank Umweltbonus ab 11.900 Euro.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Juni 2019

Über 125.000 gestellte Anträge für den Umweltbonus kann man durchaus als positiv ansehen. Wie sich diese im einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt.

Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 55.166
  • Unternehmen: 68.057
  • Stiftung: 93
  • Körperschaften: 616
  • Vereine: 480
  • Kommunaler Betrieb: 861
  • Kommunaler Zweckverband: 135

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Juni 2019

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Juni 2019. An vorderster Front steht weiterhin BMW (20.295), gefolgt von Renault (16.701) und VW (14.742) auf Platz drei. Somit zeigt sich ein wenig Veränderung im Ranking.

Unverändert folgt auf Platz Vier smart (14.233). Ab Platz Fünf kommt etwas Bewegung ins Spiel. Mitsubishi drängt mit 8.507 gestellten Förderanträge für seine Fahrzeuge nach vorne. Darauf folgt Hyundai mit 7.456 Anträgen für den Umweltbonus.

StreetScooter im Vormonat auf Platz fünf, verabschiedet sich mit 7.375 Anträgen auf Platz sieben. Audi (6.375) wurde mittlerweile von Tesla mit 6.977 Anträgen überholt. Am Ende des Rankings steht weiterhin KIA mit 5.957 gestellten Förderanträgen.

Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Juni 2019 folgendes Bild:

  • Renault ZOE (15.628)
  • BMW i3 & i3s (11.576)
  • Smart ForTwo EQ (9.608)
  • Mitsubishi Outlander PHEV (8.442)
  • VW e-Golf (7.759)
  • StreetScooter Work/Work L (7.375)
  • Audi A3 e-tron (6.352)
  • BMW 225xe (5.428)
  • Hyundai Ioniq Electro (5.139)
  • Tesla Model 3 (4.751)

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg - 21.148
  • Bayern - 24.305
  • Berlin - 4.192
  • Brandenburg - 2.214
  • Bremen - 641
  • Hamburg - 2.482
  • Hessen - 10.015
  • Mecklenburg-Vorpommern - 959
  • Niedersachsen - 10.072
  • Nordrhein-Westfalen - 31.450
  • Rheinland-Pfalz - 5.453
  • Saarland - 1.084
  • Sachsen - 3.283
  • Sachsen-Anhalt - 1.589
  • Schleswig-Holstein - 3.925
  • Thüringen - 2.572
  • Sonstiges (Ausland) - 24

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

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