Erste Star-Tankstellen mit Elektroauto-Schnellladesäulen ausgestattet

Copyright Abbildung(en): Orlen Deutschland

Mit ersten Schnellladesäulen für Elektroautos an seinen Star-Tankstellen startet der Mineralölkonzern Orlen seine neue Funktion als Betreiber im E-Mobility-Markt. Die Ladesäulen mit Triple-Chargern verfügen über alle international gängigen Steckerarten und ermöglichen insbesondere Fahrern von E-Autos mit CCS-Stecker eine schnelle Auflademöglichkeit. In den ersten Monaten laden die Kunden Strom kostenlos bei Star. Schnell und zugleich einfach für die Kunden soll auch die anschließende Payment-Lösung mit App und QR-Code an den Schnellladesäulen sein, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Bisher sind nur rund zwölf Prozent aller Ladepunkte in Deutschland Schnellladesäulen. Triple-Charger gibt es bislang vor allem an Autobahn-Tankstellen, im städtischen Umfeld sind sie noch eher selten. Um das Klimaziel 2030 im Verkehrssektor zu erfüllen, wird neben mehr Elektroautos insbesondere eine schnelle Ausweitung der Schnellladeinfrastruktur benötigt. Orlen Deutschland will hier eine Vorreiterrolle einnehmen und nach Abschluss der ersten Phase zügig weitere seiner fast 600 Star Tankstellen mit Lademöglichkeiten ausstatten.

Wir sehen in der E-Mobility einen wesentlichen Zukunftsmarkt und investieren deshalb in den Ausbau unserer Tankstellen“, erklärt Waldemar Bogusch, Vorsitzender der Geschäftsführung von Orlen Deutschland und ihrer Tankstellenmarke Star. Seit 2015 kooperiert Orlen bereits mit dem US-Elektroautomobilhersteller Tesla Motors im Bereich E-Mobility und bietet die Schnellladesäulen Supercharger an Star Tankstellen an. „Als Betreiber von Schnellladesäulen wollen wir ab sofort noch schneller und stärker im Markt aktiv sein. Mit der Erweiterung unseres Angebots an alternativen Kraftstoffen, wie Wasserstoff, LPG, AdBlue und E-Mobility, gehen wir noch gezielter auf die veränderten Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden ein“, so Bogusch weiter.

Orlen errichtet in Berlin den ersten E-Mobility-Schnellladestandort des polnischen Herstellers PRE Edward Biel. Innerhalb der nächsten Wochen kommen noch weitere Ladestandorte in den Regionen Berlin und Hamburg sowie in Lübeck hinzu. Die Schnellladesäulen verfügen über alle drei gängigen Steckerarten (Triple-Charger): Zum Einsatz kommen jeweils ein CCS-Anschluss mit bis zu 100 kW Ladeleistung, mit dem bereits in zehn Minuten eine Ladezeit von 100 Kilometern erreicht werden kann, ein CHAdeMO-Anschluss mit bis zu 50kW und ein Typ-2-Wechselstromanschluss mit bis zu 22kW.

Komfort beim Ladevorgang

Orlen Deutschland baut den Bereich Elektromobilität weiter aus und bietet seinen Kunden das neue Angebot zur Einführung in den ersten Monaten umsonst an. Der kostenlose Prozess wird einfach durch Knopfdruck an der Ladesäule gestartet.

Nach der Einführungsphase will Orlen seinen Kunden an den Schnellladesäulen eine einfache Payment-Lösung mit App und QR-Code in Partnerschaft mit der schnell wachsenden has.to.be GmbH aus Österreich zur Verfügung stellen. Dann kann der Kunde mit der App „beEnergised Community“ einen an der Ladesäule für den jeweiligen Stecker angebrachten QR-Code scannen, den Ladevorgang auf Basis des angezeigten Tarifs starten und mit dem hinterlegten Kreditkartenkonto oder PayPal-Account bezahlen können.

Quelle: Orlen Deutschland

Dabei soll es entsprechend der neuen Eichrechtsverordnung eine transparente und klare Preisstruktur geben – ohne versteckte Gebühren, monatliche Grundbeträge oder komplizierte zeitbasierte Abrechnungen. Durch eine verursachungsgerechte Abrechnung auf kWh-Basis wird nur der tatsächliche Strombezug in Rechnung gestellt. Um einem größtmöglichen Nutzerkreis Zugang zu dem neuen Angebot bei Star zu geben, werden über die vorgenannte App hinaus auch Kunden großer anderer Ladeinfrastrukturanbieter über sogenannte Roaming-Partnerschaften bei Star laden und mobil bezahlen können.

Der Ausbau des E-Mobility-Angebots ist ein weiterer, wichtiger Schritt im Roll-out des Zukunftskonzepts der Star Tankstellen. Über die Sortimentserweiterung von alternativen Kraftstoffen hinaus, haben die Tankstellen außerdem einen Ort mit entspannter Wohlfühlatmosphäre für mobile Menschen geschaffen, wie das Unternehmen bekräftigt. Während der Kunde sein Fahrzeug auflädt, kann er im Star Café selbst Kraft tanken. Mit einem gastronomischen Angebot für jede Tageszeit und unterschiedlichen Sitzmöglichkeiten soll das Star Café zum Verweilen und ungestörten Genießen der Pause einladen.

Quelle: Orlen – Pressemitteilung vom 22.07.2019

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Was sollen die Ladesäulen bei Tankstellen, niemand den ich kenne läd sein E Auto an einer Tankstelle.

Ich finde die Bezahlung interessant. Die Ladekarten gehen mir auf den Keks. Ladesäulen an Tankstellen sind mal wieder in Deutschland exotisch. In Resteuropa eher Standard. Siehe Spanien, Österreich, Tschechien.

Niemand, den ich kenne läd sein E-Auto an einer Tankstelle. Wie denn auch? Hahaha.
Es ist aber eine tolle Lösung….
-ein Dach über dem Kopf zu haben, wenn es regnet oder schneit! Oder wenn die Sonne scheint und wieder mal nichts auf den Bildschirmen zu erkennen ist, weder an der Ladesäule noch auf dem Handy!
-ein E-Auto ist außerdem auch noch ein Auto mit Reifen und Druck der ab und zu mal korregiert werden muss.
-die Fahrer müssen ebenfalls den Durchblick behalten und ab und zu die Scheiben reinigen.
-und das Auto und die Benutzer mogen es auch, wenn es innen sauber ist mal ausgesaugt wird.

Liebe Star-Tankstellen,
Es wäre schön, wenn Sie ihre Ladestellen für die o.g. Bedürfnisse ausstatten werden. Und nach dem Luftprüfen, Scheibenreinigen und Aussaugen wähend des Ladens ist bestimmt noch Zeit für eine Tasse Kaffee!
MfG

Einverstanden die gehören in die Tankstellen, Nicht wieder neues Bauland versauen um solche zu bauen. Besser wäre statt wo, auf bessere Funktion und Passung zu allen Marken zu sorgen. Schliesslich will auch der FAhrer beim Warten Energie auftanken. Dafür braucht es eine Imbisstube. Katastrophal was dieser arme Nissan Leaf Fahrer beim Laden wieder erleben musste. Man stelle sich vor hinter ihm hätten noch zwei andere gewartet………z.Zt. nur eine Lösung;
zu Hause tanken und Hybrid fahren. Aber nicht einer der nur einen 8 KWh Akku hat.

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