Ford zeigt: So heiß ist Rennsport mit Elektroautos

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Daniel Krenzer
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Unter anderem mit dem Demonstrationsfahrzeug Mustang Super Cobra Jet 1800 – die Zahl steht für den PS-Wert – zeigt der US-amerikanische Autobauer, welches Potenzial elektrische Autos für den Rennsport haben. „Eines unserer Ziele mit den Ford Performance Electric Vehicle Demonstrators ist es, neu zu definieren, was im Rennsport mit elektrischen Antrieben möglich ist. Mit dem Cobra Jet EV-Demonstrator ist uns das nun zweimal gelungen“, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Das Elektroauto brach bei den „National Hot Rod Association Winter Nationals“ den Weltrekord für die schnellste Viertelmeile, die ein Full-Body-Drag-Car mit einer blitzschnellen Zeit von 7,759 Sekunden bei 180,14 Meilen pro Stunde (knapp 290 km/h)durchfuhr, berichtet Ford. Es sei das zweite Mal, dass der Cobra Jet EV Demonstrator bei der NHRA Geschichte geschrieben hat, nachdem der ursprüngliche Rekord von 8,128 Sekunden bei 171,97 Meilen pro Stunde im Jahr 2021 aufgestellt wurde.

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„Um diese Leistung zu erreichen, musste man nicht nur einen Knopf drücken. Es war der Höhepunkt unermüdlicher Innovation, von der Gewichtsreduzierung des Batteriesystems um mehr als 40 Prozent bis hin zur Feinabstimmung der Aufhängungsgeometrie“, führt Ford in der Mitteilung aus. Der Super Cobra Jet 1800 sei ein Beweis für das ungenutzte Potenzial von Elektroautos im Motorsport.

„Biest von einer Maschine“

Zu sehen, wie ein rein elektrisch angetriebener Mustang als Dragster in weniger als acht Sekunden über die NHRA-Strecke rast, sei einfach nur beeindruckend gewesen. „Es ist ein klares Signal, dass Ford nicht nur an der Elektro-Revolution teilnimmt – wir führen sie an und bringen unsere Elektrofahrzeug-Technologie an die Spitze des Rennsports“, schreibt Ford euphorisch. „Jede Lektion, die wir auf der Rennstrecke lernen, ist ein Schritt zur Verbesserung der Leistung unserer Elektroautos für unsere Kunden“, heißt es ferner.

Die Reise des Super Cobra Jet 1800 vom Konzept zum Rekordbrecher beinhaltete demnach erhebliche Verbesserungen gegenüber der vorherigen 1400-PS-Version. Dazu gehörten eine maßgeschneiderte Steuerstrategie und ein modernes, leichtes Batteriesystem, das aus der Zusammenarbeit zwischen Ford Performance und MLe Racecars entstand. „Dieses Biest von einer Maschine läuft auf einem Kraftpaket mit vier PN250DZR-Umrichtern und zwei doppelt gestapelten DS-250-115-Motorpaaren, die alle für beispiellose Starts und Leistungen optimiert sind“, schwärmt der Autobauer.

Batteriesystem 30 Prozent leistungsstärker

Die Transformation hörte nicht bei der Hardware auf. Das Engagement für Innovation erstreckte sich auch auf die Neugestaltung des Batteriesystems, wodurch eine Leistungssteigerung von 30 Prozent erreicht wurde. Bei diesem Sprung nach vorn ging es laut Ford nicht nur darum, Rekorde aufzustellen, sondern eben auch darum, das Potenzial der elektrischen Energie im Motorsport neu zu definieren.

„Während wir diese historische Leistung feiern, ist klar, dass die Reise des Mustang Super Cobra Jet 1800 noch lange nicht zu Ende ist“, schreibt der Autobauer weiter. „Der Weg, der für Ford EVs im Motorsport vor uns liegt, ist ebenso spannend wie vielversprechend. Mit jedem Rekord, den wir brechen, und jeder Grenze, die wir überschreiten, fahren wir nicht nur aus Spaß am Wettbewerb – wir fahren in eine Zukunft, in der das Dröhnen eines Motors ebenso leise wie kraftvoll sein kann“, blickt Ford voraus.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 23. März 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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