Hamburger öffentlicher Personalnahverkehr setzt auf Gelenkbus Mercedes-Benz eCitaro G mit Brennstoffzelle

Mercedes-Benz eCitaro künftig mit Range-Extender

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Zunächst in kleinem Rahmen wird die Hamburger Hochbahn AG, ab dem Jahr 2021, den künftigen Gelenkbus Mercedes‑Benz eCitaro G mit Brennstoffzelle als Range Extender im Praxiseinsatz erproben. Derzeit ist geplant, dass zwei entsprechend ausgerüstete Omnibusse zum Einsatz kommen werden. Hamburg profitiert dann von einer gesteigerten Reichweite, welche dank einer neuen Batteriegeneration ermöglicht wird. Diese findet sowohl im rein elektrischen eCitaro, als auch im eCitaro G mit Brennstoffzelle als Range Extender ihren Einsatz.

“Von der Neuentwicklung des Brennstoff­zellenbusses auf der Basis des reinen Elektrobusses erwarten wir Vorteile gerade bei längeren Reichweiten. Dass nach der Weltpremiere des Elektrobusses in Hamburg nun 2021 auch die Neuentwicklung nach Hamburg kommen wird, zeigt unsere Rolle als Pionier für den Einsatz emissionsfreier Busse. Jetzt geht es darum, die Fahrzeuge möglichst schnell auf die Straße zu bringen.” – Henrik Falk, Vorsitzender des Vorstands Hamburger Hochbahn AG

Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses, gibt zu verstehen, dass der eCitaro G mit Brennstoffzelle als Range Extender “einer der entscheidenden Schritte auf dem Weg zum lokal emissionsfreien sowie extrem leisen öffentlichen ÖPNV mit Stadtbussen” sei. Bereits 2018 hatte man der Hamburger Hochbahn AG als Weltpremiere den ersten vollelektrisch angetrieben eCitaro geliefert. Er war Teil eines Auftrags über 20 eCitaro. Für das Jahr 2020 hat die Hamburger Hochbahn AG bereits weitere 25 eCitaro geordert.

Der eCitaro mit Feststoff-Batterie und Brennstoffzellen-Range-Extender wird wohl das Nonplusultra im Straßenverkehr werden. Mit diesem sollten annähernd 100 Prozent aller Anforderungen an Stadt­busse abgedeckt werden. Mit dieser Technik sind Zwischenladungen und die dafür notwendige aufwendige Infrastruktur in nahezu allen Fällen überflüssig: Der eCitaro kann Stadtbusse mit Verbrennungsmotor nahezu deckungsgleich ersetzen.

Hört sich nach Zukunftsmusik an. Wenn man nun aber bedenkt, dass Akasol erst kürzlich seine Hochenergiebatterie AKASystem AKM CYC vorgestellt hat, klingt dies gar nicht mehr so unrealistisch.

In der Praxis erlaubt die neue Hochenergiebatterie von Akasol, dass beispielsweise vollelektrische Stadtbusse je nach Fahrzeuggröße mit Batteriesystemkapazitäten zwischen 600 und 1.000 kWh ausgestattet werden können. Des Weiteren kann das neue System auch per Schnellladung mit einer Laderate von bis zu 1C aufgeladen werden, was für aktuelle Nutzfahrzeug-Schnellladestationen mit einer Maximalleistung von 500 kW mehr als ausreichend ist.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 05. September 2019

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2 Antworten

  1. Interessant. Leider wird erneut einiges durcheinandergewürfelt…

    Warum “Der eCitaro mit Feststoff-Batterie und Brennstoffzellen-Range-Extender … wohl das Nonplusultra im Straßenverkehr werden.” sollte, ist mir nach lesen des letzten Absatzes vollkommen schleierhaft.

    Die aufgeführten Batterie-Systeme von Akasol sind explizit keine Feststoffbatterien (die anderen korrekter Weise ebenfalls nicht). Mit den hier genannten bis zu 1 GWh Energieinhalt dürften allerdings ebenfalls nahezu 100% aller (Reichweiten-)Anforderungen abgedeckt sein. Ohne BZ-Rex. Und schnellladefähig.

    Eine Bitte: Recherchieren Sie für die Leserschaft die Reichweite des eCitaro G mit BZ-Rex und die der Version mit 1.000 kWh Akasol-Batterie (von mir aus auch die mit 600er) und stellen Sie beides gegenüber. Wie weit kommt der Bus mit “Feststoffbatterie” eigentlich ohne den Rex? Ach und beziffern Sie bitte den ungefähren Aufwand für die “notwendige aufwendige Infrastruktur”. Sowohl für die OppCharger als auch für die H2-Bereitstellung. Gern auch nur im Verhältnis zu einander.

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