Erfolg des Tesla Model 3 in USA trifft BMW am härtesten

Tesla knapp am Auslieferungsrekord vorbei

Copyright Abbildung(en): Tesla

Das Nachrichten- und Medienunternehmen Bloomberg hat 5000 Besitzer eines Tesla Model 3 gefragt, welches Auto sie zuvor gefahren sind und ob sie sich vorstellen können, nach dem Tesla-Stromer wieder zu ihrem vorigen Modell zurückwechseln zu wollen. Der Umfrage nach machte das Model 3 vor allem Fahrer des Hybridautos Toyota Prius abspenstig, gefolgt vom BMW 3er und dem Honda Accord.

Auffällig ist, das der Durchschnittspreis der vorigen Fahrzeuge in neun von zehn Fällen zum Teil sogar weniger als die Hälfte dessen beträgt, was ein neues Model 3 im Schnitt kostet. Und das einzige Vorgängerfahrzeug in der Top Ten, das teurer als das Model 3 ist, ist ebenfalls ein Tesla: Die Oberklasselimousine Model S.

Bloomberg

In den USA hat das Tesla Model 3 schon kurz nach seinem Marktstart die Spitzenposition bei Premium-Mittelklasse-Limousinen übernommen und die Kategorie-definierenden Modelle BMW 3er und Mercedes Benz C-Klasse im Sauseschritt überholt.

Prozentual auf den Gesamtabsatz einer Marke hat Teslas Erfolg keinen Autohersteller mehr getroffen als BMW, wie die Auswertung von Bloomberg zeigt. Obwohl Tesla vor allem bei ehemaligen Toyota-Kunden wilderte, ist der japanische Autohersteller hiervon nur wenig betroffen. Dies liegt daran, dass der Marktanteil von Toyota in den USA enorm ist — mehr als siebenmal so hoch wie der von BMW oder Audi. Nimmt man BMW als Hauptverlierer als Index einer 100-Punkte-Skala, leidet die BMW-Tochter Marke Mini mit 87 Punkten am zweistärksten unter dem Erfolg des Model 3. Audi mit 58 Punkten und Porsche mit 44 haben ebenfalls viele Käufer an Tesla verloren. Auf den Gesamtabsatz gerechnet kommt Mercedes-Benz mit 22 Punkten noch relativ glimpflich davon.

Interessant ist auch, dass Fahrer eines Model 3 sehr zufrieden mit ihrem Elektroauto sind: In der Bloomberg-Umfrage gaben 98,8 Prozent der Model 3-Besitzer an, dass sie das Auto auch Freunden oder Familie zum Kauf empfehlen würden. 98,2 Prozent würden sich als Nachfolgefahrzeug wieder für ein Model 3 entscheiden. Und 93,2 Prozent sagten, sie wollen nie wieder einen Verbrenner kaufen.

Hintergrund der Umfrage

Als repräsentativ kann man die Umfrage von Bloomberg allerdings nicht bezeichnen. Die Umfrageteilnehmer waren insgesamt der Inbegriff für Early Tech Adopters. Fast 95 Prozent waren Männer, die meisten waren 30 bis 50 Jahre alt und hatten ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Der größte Teil stammte aus Kalifornien, die Beschäftigung wurde vom Technologiesektor dominiert. Diese demografische Homogenität könnte zum Teil auch die Leserschaft von Bloomberg und den Typ der Person widerspiegeln, die bereit ist, 15 Minuten für eine Umfrage über Autos zu verwenden.

Quelle: Bloomberg – Tesla’s Model 3 Success Hits BMW the Hardest

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Mal abwarten ob die Tesla und Elektro Auto Fans in 8 bis 10 Jahren immer noch so zufrieden mit ihren Fahrzeugen sind, wenn nämlich die Akkus wegen der alterung und dem daraus folgenden Kapazitätsverlust nicht mehr zur Verwendung im Auto zu gebrauchen sind. Und das ist eine Aussage von VW.

Dann muss ich davon ausgehen, dass Sie SHORT Optionen von Tesla in Ihrem Portfolio halten.
Ich bin immer wieder verblüfft, wie sich Leute derart das Ableben von Tesla herbeisehnen. Eine weitere Motivation für mich nur noch BEV’s zu kaufen. So mögen Sie innerhalb der nächsten 10 Jahre und darüber hinaus diesbezüglich keine Genugtuung haben.

Das ist eine Aussage von VW? Mutige These. Die einzige Aussage von VW die ich dazu kenne sind 8 Jahre oder 160 tausend Kilometer Garantie. Ich vermute mal, sie schließen aus den zwei Jahren Garantie beim Verbrenner auch nicht, dass der nach zwei Jahren entsorgt werden muss, oder? Es gibt etliche Teslas mit über 300 tausend Kilometern, sogar welche mit über 500 tausend Kilometern mit einem Akku. Die halten sehr ähnlich wie ein Verbrenner, nur mit geringeren Reparaturkosten.

Ja genau, von VW!!!

Ohne Quelle ist die Aussage wertlos.
Teslas knacken reihenweise die 300k, 400k. Die Akkus sind da bei das geringste Problem. Welcher moderne Verbrenner schafft solche KM-Leistungen?

Moin, Michael
Schön, dass Du das alles machst. So bekommt man auch von einer anderen Seit informative Aussagen als nur aufgenachte internet – Krans. Eins jedoch würde mich interessieren, da ich darüber keine Information bekommen kann: wir reden über 130 km/h auf der Autobahn, die Holländer über 100 ab 2020. Wenn ein Fzg. mit 100Km/h 100km-Wegstrecke zurücklegt, setzt es über 1Std. Fahrt eine bestimmte Menge Schadstoff aus. Wenn jetzt das gleiche Fzg. mit 130 und z.B. 145 km/h die gleiche Strecke fährt, dabei aber weniger Zeit brauchen, wieviel Schadstoff bringen sie tatsächlich in die Umwelt. Rechnerisch ist das nicht erfaßbar, da der Motor, als auch die gesammte Dynamik vom Fzg. das nicht zulassen. Gibt es dazu ehrliche Messungen?
Mein Bmw 116d mit 116Ps braucht mit 130 kmH nur 5,4 l/100km. Bei 100 sind das 0,2 l weniger, bei 145, 0.3 l mehr. Welche Geschwindigkeit bringt tatsächlich, inklusive Zeitfaktor und Fzg- Motordynamik Schadstoff in die Umwelt.

MfG Jürgen Müller

Würde mich auch interessieren:
Google erklärt z.B. unter http://spare-benzin.de/Fahrweise/Geschwindigkeit/Geschwindigkeitsbereiche/Geschwindigkeitsbereich.html, dass ein höherer Gang ( anstelle 4. Gang bei 100km/h, ein 5. Gang bei 130km/h ) in etwa denselben Verbrauch. Wie gesagt ich bin nicht Spezialist. Nur die Erklärung auf dieser Seite ist vielleicht etwas vereinfacht, leuchtet mir aber ein.

Die letzten beiden Kommentare…
Wenn man in einem normalen Auto bei konstant 100km/h nicht in den höchsten gang schaltet, macht man an sich schon was falsch. Deshalb ist es fast irrelevant ob man bei 100 im 4. genauso viel verbraucht wie bei 130 im 5.
Weil bei 100 im 5. der Verbrauch deutlich unter 130 im 5. liegen sollte bei gleichen Bedingungen

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