Daniel Abt wird Teil des Extreme E Drivers’ Programm

Copyright Abbildung(en): Extreme E

Die ab 2021 startende Offroad-Rennserie für Elektro-SUVs Extreme E kommt immer wieder ins Gespräch. Zuletzt durch die Tatsache, dass man mittlerweile nicht nur auf ein radikales, 400 kW starkes Rallyefahrzeug blicken kann, sondern auch hochkarätige Fahrer vorzuweisen hat. Unter anderem wird der deutsche Rennfahrer Daniel Abt bei der Extreme E Rennserie an den Start gehen.

Daniel Abt will ODYSSEY 21 bändigen und die Welt ein wenig besser machen

In Anlehnung an die Schwesterserie ABB FIA Formel E, die mit Formel 1 ähnlichen, rein elektrischen Fahrzeugen auf Stadtkursen ausgetragen wird, soll auch Extreme E dazu beitragen, die Begeisterung für Elektroautos zu fördern sowie deren Marktdurchdringung zu beschleunigen, um den Planeten zu schützen und die Luftverschmutzung zu verringern. Die “Extreme E”-Elektro-SUV-Serie soll dabei durch anspruchsvolle Orte und Gelände wie den Himalaya und die Arktis führen.

Die Aussicht auf eine solch revolutionäre neue Serie hat das Interesse des Deutschen geweckt, und obwohl Abt in seiner Karriere bisher wenig Offroad-Erfahrung gesammelt hat, ist er sicher, dass er erfolgreich in dem sein wird, was er als das Abenteuer seines Lebens ansieht.

“Ich bin ein großer Fan von Projekten, die auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen verrückt aussehen!. Die Formel E war für alle Beteiligten eine Premiere, und wir verfolgen mit Extreme E einen ähnlichen Weg. Ich habe volles Vertrauen in die Menschen, die hinter dem Projekt stehen, und ich bin sehr glücklich, an Bord zu sein. Ich erwarte, dass Extreme E das größte Abenteuer ist, an dem ich bisher in meinem Leben teilgenommen habe.” – Daniel Abt, Fahrer der Extreme E

Abt sieht es als unglaubliche Herausforderung an zu all diesen Orten zu reisen und sich mit anderen Teams und Fahrern auf höchstem Niveau zu messen. “In jedem Fall ist das ODYSSEY 21 ein echtes Biest, sodass ich es kaum erwarten kann, es zum ersten Mal zu fahren!”, so Abt weiter. Übrigens ist von diesem Biest die Rede.

Extreme E enthüllte in der vergangenen Woche den nepalesischen Himalaya als vierten seiner fünf Standorte und wird damit in fünf der entlegensten und beeindruckendsten Umgebungen der Welt unterwegs sein. Mit seinen E-SUVs wird man neue Maßstäbe in Sachen Motorsport und Unterhaltung setzen, in Regionen, die von Klimawandel oder Einflüsse durch den Menschen betroffen sind. Das Ziel: Bewusstsein schaffen, Nachhaltigkeit fördern und zu inspirierenden Maßnahmen anregen.

“Extreme E wird etwas völlig anderes sein als alles, was wir bisher in unserem Rennleben gesehen haben – und das ist das Schöne daran. Was ich an Extreme E wirklich mag, ist, dass wir ein ganz neues Publikum haben und ich bin sicher, dass unsere Mission Menschen außerhalb des Motorsports erreichen wird. Ich denke, jeder sollte zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen, und das gilt natürlich besonders für meine Generation.” – Daniel Abt, Fahrer der Extreme E

Des Weiteren zieht Abt die Verbindung zu vielen jungen Menschen, welche auf der Straße demonstrieren, sich in der Politik oder in NGOs engagieren. Er nutze eben seine Chance, durch ein Projekt wie Extreme E neue und saubere Technologien zu fördern und das Bewusstsein für die Herausforderungen in Umgebungen auf der ganzen Welt zu schärfen. Aber auch ansonsten braucht sich das Fahrerfeld der Extreme E nicht verstecken.

Extreme E setzt auf hochkarätiger Rennfahrer aller Disziplinen, Herkünfte und Regionen der Welt

Die zweite Gruppe von Teilnehmern des Programms umfasst den ersten britische Wettbewerber, der die Rallye Dakar gewann, Sam Sunderland; Sportwagen und DTM-Star Loïc Duval; den ehemaligen Formel-E- und Formel-1-Fahrer Karun Chandhok, den jungen britischen Formel-Rennfahrer Billy Monger, die Formel-E-Fahrer von ABB, Jérôme d’Ambrosio und Oliver Turvey, den japanischen Superbiker Takuma Aoki, den Rallye-Europameister Chris Ingram, den GT-Pilot James Rossiter und die ungarischen Rallye-Cross- und Rallye-Helden Krisztián Szabó und Zoltán Bessenyey.

Die Gruppe folgt bereits bestehenden Teilnehmern des Fahrerprogramms: der mehrfache FIA World Rally Championship Titelgewinner Sebastian Ogier, FIA World Rallycross-Spitzenreiter Andreas Bakkerud und Kevin und Timmy Hansen, der doppelte DTM-Champion und FIA-Rallycross-Weltmeister Timo Scheider, Jamie Chadwick, Gewinnerin der W Series, die Rennfahrerinnen Katherine Legge und Mikaela Åhlin-Kottulinsky, ABB FIA Formel E-Champion von 2016, Lucas di Grassi, der Formel-E-Champion von 2014, Nelson Piquet jr., sein Landsmann und Le Mans-Sieger Andre Lotterer, der frühere F1- und FE-Rennfahrer Bruno Senna und Sacha Prost, Eisrennfahrer und jüngster Sohn der Formel-1-Legende Alain Prost.

Wie Alejandro Agag, Gründer von Extreme E, bestätigen kann, hat jeder der Fahrer, mit dem man gesprochen habe “seinen aufrichtigen und echten Willen gezeigt, die Meisterschaft als Plattform zu nutzen, seine persönlichen Ziele umzusetzen und das Bewusstsein für die Probleme zu schärfen, mit denen unser Planet konfrontiert ist.”  Denn, “sie alle haben eine Geschichte zu erzählen und eine echte persönliche Bereitschaft, Veränderungen herbeizuführen und Nachhaltigkeit voranzutreiben”, so Agag weiter.

Das Drivers‘ Programme soll professionelle Rennfahrer fördern und Teams und potenzielle Teilnehmer unterstützen. Venturi, ABT, HWA und Veloce Racing haben sich bereits für die Meisterschaft im Premierenjahr, das im Februar 2021 beginnt, angemeldet. Die Organisatoren der Serie empfehlen den Teams potenzielle Kandidaten des Drivers‘ Programme, die Teams können zudem selbst entscheiden, ob sie eigenen Fahrer außerhalb des Pools auswählen.

Quelle: Extreme E – Pressemitteilung vom 19. November 2019

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4 Antworten

  1. Die Serie mag sportlich und technisch vielleicht interessant sein – ähnlich wie eine Rallye – aber davon zu reden, dass das ein Beitrag sein soll, die Umwelt zu schützen, ist schon sehr dreist!
    Um diese Fahrwettbewerbe durchzuführen, muss man nicht die gesamte Ausrüstung und Beteiligten in die entlegensten Winkel der Welt fliegen (oder sonstwie befördern). Diese Rennen könnten auch auf klassischen Rallyestrecken (z.B. denen der Rallye-WM) stattfinden, wo die nötige Infrastruktur existiert. Außerdem wären auf identischen Pisten Fahrleistungen direkt mit den klassischen Fahrzeugen vergleichbar. Vermutlich ist genau das nicht gewollt, aber dann fährt man eben eine andere Strecke in dem Areal …
    Es ist ein Witz, der Bevölkerung in Nepal den Kampf gegen Klimawandel nahe bringen zu wollen. Diese sind allenfalls Opfer und NICHT die Verursacher. Und die Verursacher brauchen mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit und für Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung!

    Ein bisschen Haltung in diesem Punkt hätte ich mir schon vom Autor/Site-Betreiber gewünscht!

      1. Ich habe den Artikel sehr genau gelesen. Das Wort “Schiff” bzw. “St. Helena” kommt im Artikel nicht vor; das Wort Nepal hingegen schon!
        Der Link war interessant.
        Aber mit diesem Schiff kommt man nicht nach Nepal. Ein 400km von der Renn-Piste entferntes Fahrerlager kann ich mir auch nicht vorstellen.
        Und ich glaube auch nicht, dass die Fahrer und Techniker wochenlang mit dem Schiff von einem zum anderen Standort fahren werden – Sie etwa?
        Die Elektromobiltät erlebbar zu machen und Leute mit dem Thema Klimaänderung und Nachhaltigkeit zu konfrontieren, ist sicher ein gutes Ziel. Fragwürdig dafür sind für mich aber Rennen, die weder an der Strecke noch im Internet oder TV live verfolgt werden können. Was da geplant ist, sieht für mich dann doch eher nach Werbefilmchen aus.

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