BMW Group setzt beim Thema Elektromobilität auf deutsche Standorte

Copyright Abbildung(en): BMW AG

Am heutigen Dienstag hat die BMW Group ihre Pläne zum Ausbau der Elektromobilität bekannt gegeben. So teilte Oliver Zipse, Produktionsvorstand der BMW Group anlässlich eines Treffens mit Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner mit, dass sich das Unternehmen als Pionier und Vorreiter der Elektromobilität verstehe. Weiterhin gab er bekannt, dass man den voll elektrischen BMW iNEXT ab 2021 im Werk in Dingolfingen bauen wird. Mit dieser Entscheidung sollen die deutschen Produktionsstandorte deutlich gestärkt und deren Innovationskraft im gesamten Produktionsnetzwerk betont werden. Ein wichtiger Punkt. Denn gerade beim Thema Elektromobilität möchte sich die BMW Group die Zügel nicht aus der Hand nehmen lassen, und die durchgängige Systemkompetenz im Haus halten.

„Bayern ist Auto-Land und Bayern ist ein weltweit anerkannter Hightech-Standort. Deswegen ist es eine gute Entscheidung, dass der BMW iNEXT hier in Dingolfing am größten europäischen Produktionsstandort der BMW Group gebaut wird. Vor allem die Elektromobilität und die Digitalisierung sind in diesem Zusammenhang die entscheidenden Technologietreiber.

Bayerns Automobilindustrie und unsere Zulieferer sind dabei bestens aufgestellt. Ich bin mir daher sicher: Das Auto der Zukunft entsteht nicht im Silicon Valley, sondern hier in Bayern.“ – Ilse Aigner, Wirtschaftsministerin Bayern

Dennoch profitieren natürlich auch die internationalen Werke der BMW Group von der Produktionskompetenz und dem Technologie-Knowhow der deutschen Standorte. So werden bereits Stand heute neun elektrifizierte Modelle, davon acht Plug-in-Hybride, an neun Standorten des Unternehmens produziert. Zum voll elektrisch betriebenen BMW i3, der im BMW Group Werk Leipzig produziert wird, kommt ab 2019 der erste voll elektrische MINI hinzu, ab 2020 ein voll elektrischer BMW X3 sowie ab 2021 der BMW iNEXT. Das Werk Dingolfing fertigt dafür Komponenten wie Hochvoltspeicher und Elektromotoren.

„Künftig gestalten wir das BMW Produktionssystem so, dass wir in den Fertigungsstrukturen unserer Produktionsstandorte gleichzeitig Modelle mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybrid oder einem voll elektrischen Antrieb bauen können. Damit erreichen wir eine einzigartige Flexibilität und sind auf der Kostenseite optimal aufgestellt.“ – Oliver Zipse, Produktionsvorstand der BMW Group

BMW Group Werk Dingolfing: Kompetenzzentrum für Komponenten von voll und teil elektrifizierten Fahrzeugen

Der Standort Dingolfing gemeinsam mit dem Werk Landshut wurden zum Kompetenzzentrum für die Fertigung von Hochvoltspeichern und Elektromotoren auserkoren. Begründet wird dies durch die langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Elektromobilität, modernste Fertigungsanlagen und speziell qualifizierte Mitarbeiter. Blickt man zurück sieht man, dass bereits seit 2013 im dortigen Werk Hochvoltspeicher für die BMW i-Modelle gebaut werden. Dies wurde in den letzten Jahren darüber hinaus durch neue Fertigungslinien für die Produktion der Hochvoltspeicher und Elektromotoren der Plug-in-Hybride der BMW Group erweitert.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass dort ab 2021 der BMW iNEXT, ein voll elektrisches Fahrzeug, produziert werden soll. Somit ist Dingolfing nach Leipzig der zweite Standort der BMW Group, der ein voll elektrisches BMW i-Fahrzeug produziert.

„Dingolfing hat große Erfahrung und Kompetenz beim Anlauf komplexer Produkte und ist damit der ideale Standort für die Produktion des BMW iNEXT. Mit seinem reinen Elektroantrieb, seinen größeren Außenmaßen und neuen Technologien wie autonomes Fahren und digitale Vernetzung wird der BMW iNEXT ein echter Innovationsträger.

Wir sind stolz, dieses Fahrzeug hier in Dingolfing bauen zu dürfen. Dieses Jahr feiern wir 50 Jahre BMW in Niederbayern. Für mich ist der BMW iNEXT ein starkes Signal des Aufbruchs und dafür, dass wir auch die nächsten 50 Jahre erfolgreich gestalten wollen.“ – Dr. Andreas Wendt, Leiter des BMW Group Werks Dingolfing

Neben dem Standortbekenntnis Deutschland fällt vor allem eine weitere Sache positiv auf. So hat das Unternehmen bis heute mehr als 100 Millionen Euro in die Elektromobilität am Standort Dingolfing investiert und so dessen Zukunftsfähigkeit und die Arbeitsplätze gestärkt. Mittelfristig wird mit dem Hochlauf der Produktion auch die Beschäftigung weiter steigen.

Diese Entwicklung wird auch von Stefan Schmid, Betriebsratsvorsitzender des Werks Dingolfing, positiv angesehen. Welcher feststellt, dass die frühzeitige Reaktion auf das Thema E-Mobilität und auf die Schaffung zukunftsfähiger Beschäftigung nun Früchte trägt. Durch die technologische Vorreiterrolle des Standortes sieht er die Auslastung in den nächsten Jahren gesichert.

Elektrifizierung aller Baureihen schreitet voran

Im ersten Quartal 2017 hat das Unternehmen weltweit fast 20.000 elektrifizierte Modelle ausgeliefert. Ziel des Unternehmens ist es, in diesem Jahr weltweit 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge an Kunden abzusetzen. Blickt man ein wenig in die Zukunft, dann wird man sehen, dass die BMW Group die eigenen Ziele hochsetzt. Bis 2025 erwartet die BMW Group einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25%.

Um dies zu erreichen setzt man auf erhöhte Flexibilität in der Produktion, welche sich in der Vergangenheit, aber vor allem für die Zukunft als wesentlicher Erfolgsfaktor bestätigt. So ist das adaptive Produktionssystem reaktionsfähig und innovativ. Bei Bedarf kann die BMW Group das eignee Fertigungsvolumen in 12 Monaten verdoppeln und schnell auf eine steigende Kundennachfrage reagieren. Auch Dank standardisierten Baukastensystems für sogenannte eDrive-Komponenten ist man in der Lage, Elektromotoren und Hochvoltspeicher unterschiedlicher Größe, Leistung und Bauform zu produzieren. Hört sich doch erfolgsversprechend an, oder?

Quelle: BMW AG – BMW Group setzt beim Ausbau der Elektromobilität auf Innovationskraft der deutschen Produktionsstandorte

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Entscheidend ist doch, wo die Speichertechnologie entwickelt und hergestellt werden. Und nicht nur montiert – wie bei Daimler.

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