Kundenzufriedenheit: Xpeng bleibt bei E-Auto-Fahrern vorn

Kundenzufriedenheit: Xpeng bleibt bei E-Auto-Fahrern vorn
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Xpeng

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Der chinesische Automobilhersteller Xpeng verteidigt seinen Spitzenplatz bei der Kundenzufriedenheit mit Elektroautos. In der aktuellen „EV Satisfaction Study 2026“ des Marktforschungsunternehmens Uscale liegt der chinesische Hersteller erneut vor Tesla, das sich jedoch deutlich verbessert hat. Auch die VW-Marken  Škoda und Porsche schneiden gut ab. Andere etablierte Hersteller müssen sich dagegen mit hinteren Plätzen begnügen. Insgesamt steigt die Zufriedenheit mit Elektroautos weiter.

82 Prozent der befragten Xpeng-Fahrer würden ihre Marke ausdrücklich weiterempfehlen. Damit liegt der chinesische Hersteller knapp vor Tesla mit 79 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Škoda und Porsche mit jeweils 67 Prozent überzeugten Kunden. Hyundai und BMW erreichen jeweils 63 Prozent. Für das Ranking berücksichtigt Uscale den sogenannten Net Promoter Score (NPS), bei dem der Anteil der Kritiker von dem der überzeugten Kunden abgezogen wird.

Xpeng liegt laut Studie in nahezu allen untersuchten Kategorien deutlich über dem Marktdurchschnitt. Besonders zufrieden sind die Fahrer mit Ladeleistung, Lademanagement und Reichweite. Auch die Fahrzeug-App wurde gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessert. Schwächen sehen die Befragten weiterhin bei der Routenplanung. Zudem wird der Energieverbrauch inzwischen häufiger kritisiert.

Tesla zurück auf Platz zwei, Škoda überrascht

Bemerkenswert ist die Aufholjagd von Tesla: Nachdem die US-Marke im vergangenen Jahr auf Platz sechs zurückgefallen war, erobert sie nun den zweiten Rang. Besonders positiv bewerten Tesla-Fahrer die Software, die Smartphone-App, die Routenplanung und den Verbrauch. Allerdings bemängelt mehr als jeder zweite Befragte die Ladeleistung. Auch die Fahrerassistenzsysteme sorgen weiterhin für Kritik.

Skoda verbessert sich auf Platz drei. Hierzu trägt insbesondere der Elroq bei, der gegenüber dem älteren Enyaq in fast allen Bereichen besser abschneidet. Porsche überzeugt weiterhin mit hoher Ladeleistung und guter Verarbeitung, während Software und Routenplanung unterdurchschnittlich bewertet werden.

BMW punktet insbesondere mit Software und Lademanagement. Mercedes-Benz profitiert von den neuen Elektromodellen auf MMA-Plattform, die bei Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung deutliche Fortschritte bringen.

Chinesische Hersteller mit großen Unterschieden

Dass chinesische Elektroautos nicht grundsätzlich für hohe Kundenzufriedenheit stehen, zeigt der Blick auf die übrigen Marken. BYD und der erstmals berücksichtigte Hersteller Leapmotor landen im Mittelfeld auf dem Niveau von Volkswagen und Renault. Während BYD bei Software und Routenplanung überzeugt, bleiben Ladeleistung und Verbrauch Schwachpunkte. Smart und MG schneiden deutlich schlechter ab.

Auch bei den deutschen Herstellern gibt es erhebliche Unterschiede. Volkswagen bleibt insgesamt unter dem Durchschnitt. Zwar wird der ID.7 besser bewertet als die älteren ID-Modelle, doch Software und Fahrzeug-App bereiten weiterhin Probleme. Audi gehört sogar zu den vier Schlusslichtern. Die Modelle A6 und Q6 e-tron verbessern zwar Reichweite und Ladeleistung, können die anhaltende Kritik an Software und Fahrzeugqualität aber nicht ausgleichen.

Am Ende des Rankings stehen MG, Fiat und Opel. Besonders deutlich fällt die Unzufriedenheit bei der Stellantis-Marke Opel aus: Lediglich 19 Prozent der Befragten zählen zu den überzeugten Kunden, während 50 Prozent als Kritiker gelten.

Elektroautos werden besser – die Ansprüche steigen

Markenübergreifend steigt die Weiterempfehlungsbereitschaft dennoch das dritte Jahr in Folge. Der durchschnittliche NPS erreicht mit 38 Punkten einen neuen Höchststand nach 33 Punkten im Vorjahr. Inzwischen berichten 59 Prozent der Befragten von einer tatsächlichen Sommerreichweite von mindestens rund 400 Kilometern.

Gleichzeitig wachsen die Erwartungen. Während 2025 noch 65 Prozent eine DC-Ladeleistung von 150 kW als gut oder sehr gut bewerteten, sind es inzwischen nur noch 58 Prozent. 71 Prozent berichten weiterhin von Problemen beim Laden, 48 Prozent von Schwierigkeiten mit ihrer Fahrzeug-App.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass hohe Reichweiten und Ladeleistungen allein nicht mehr ausreichen. Softwarequalität, Bedienbarkeit und eine zuverlässige Integration der Ladefunktionen werden zunehmend zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren.

Für die siebte Ausgabe der Studie befragte Uscale im Juni und Juli 2026 insgesamt 4.004 Fahrer von höchstens drei Jahre alten Elektroautos in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die über soziale Medien gewonnenen Teilnehmer sind allerdings nicht repräsentativ für sämtliche E-Auto-Fahrer. Das Ranking bildet daher insbesondere die Erfahrungen und Erwartungen einer technikaffinen Nutzergruppe ab.

Quelle: Uscale – Pressemitteilung vom 20. Oktober 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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