Stellantis hält Marktanteil in Europa

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Der 14-Marken-Konzern Stellantis behauptet sich ungeachtet der Herausforderungen auf dem europäischen Markt und steht zu seiner langfristigen Strategie. Während der Branchenabsatz in den vergangenen Monaten insgesamt rückläufig war, unterstreicht die starke Leistung von Stellantis bei einigen Marken und in wichtigen Märkten die Fähigkeit des Unternehmens, auch schwierige Marktbedingungen zu meistern, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Zum Ende des dritten Quartals erreichte Stellantis in der Region EU29 im bisherigen Jahresverlauf einen Marktanteil von 17,6 Prozent, was in etwa dem Anteil der Vormonate entspricht, und behauptete damit seine starke Position als Nummer zwei in Europa. Stellantis ist sowohl im September als auch im bisherigen Jahresverlauf die Nummer eins in Frankreich, Italien und Portugal.

In Frankreich, dem Heimatmarkt der Konzernmarken Peugeot und Citroën, erreichte Stellantis im bisherigen Jahresverlauf einen Marktanteil von 30 Prozent, in Italien, wo Fiat und Lancia beheimatet sind, sogar von mehr als 31 Prozent. In beiden Märkten waren je fünf Modelle von Stellantis Marken in den Top Ten der Pkw-Verkaufscharts: Zu den Top-Modellen in Frankreich zählten der Peugeot 208, 308, 2008 und 3008 sowie der Citroën C3. In Italien gehörten der Fiat Panda, Lancia Ypsilon, Citroën C3, Peugeot 208 und Jeep Avenger zu den Bestsellern.

In Deutschland stiegen die Neuzulassungen von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 9 Prozent, wobei mehrere Marken zweistellig wuchsen. Der Stellantis Marktanteil lag bei knapp 14 Prozent. Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Irland, Rumänien und Slowenien verzeichneten allesamt ebenfalls ein nennenswertes Wachstum bei den Verkäufen.

Die Nutzfahrzeugsparte Stellantis Pro One war mit einem Marktanteil von mehr als 29 Prozent und einem Volumenanstieg von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr die Nummer eins im Nutzfahrzeugmarkt – und legte auch im Elektro-Segment zu. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft erneut in Deutschland mit einem Verkaufsplus von 25 Prozent und einem Anstieg des Marktanteils um 3,0 Prozentpunkte. Auch in den Niederlanden (+21 Prozent), Spanien (+20 Prozent) und Portugal (+7 Prozent) stiegen die Verkäufe. In Österreich war Pro One erneut Marktführer im Nutzfahrzeugbereich.

Wir steuern durch eine der herausforderndsten Zeiten, die die Branche je erlebt hat“, sagt Uwe Hochgeschurtz, Stellantis Chief Operating Officer in der Region Enlarged Europe: „Unsere Leistung zeigt, dass wir uns anpassen und auch in einem rückläufigen Markt Chancen erkennen und nutzen können“. Die Zukunft des Konzerns werde aktuell auch durch den erfolgreichen Start von Leapmotor gestärkt. Die ersten 1200 Einheiten der Elektroautos T03 und C10 wurden bereits an Händler in den europäischen Märkten ausgeliefert.

Stellantis verzeichnet in einem stagnierenden Markt für Elektrofahrzeuge mit seinem Angebot an neuen Elektroautos, Plug-in-Hybrid- und Mild-Hybrid-Modellen laut eigener Aussage ein stetiges Wachstum, liefert allerdings leider keine detaillierten Zahlen. Nur soviel: Bei reinen E-Autos hat Stellantis im bisherigen Jahresverlauf in den EU29 ein Marktanteil von 13 Prozent erreicht. In Frankreich stieg der Absatz um mehr als 34 Prozent, wobei der Peugeot E-208 das meistverkaufte Elektroauto in den ersten neun Monaten des Jahres war.

Zweistelliges Wachstum wurde auch im Vereinigten Königreich erzielt, wo Stellantis der führende Hersteller von Elektro-Transportern ist – und Vauxhall im bisherigen Jahresverlauf führend im Absatz von Elektro-Vans an Privatkunden und im so genannten Motability Programm für Menschen mit Behinderung ist. Die Gebrauchtwagensparte von Stellantis wuchs im September zweistellig: Das Plus gegenüber dem Jahr 2023 lag in Europa bei 20 Prozent.

Quelle: Stellantis– Pressemitteilung vom 10.10.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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