Robotaxi-Bündnis: Stellantis, Wayve und Uber kooperieren

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Stellantis

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Stellantis, das KI-Unternehmen Wayve und der Fahrdienstvermittler Uber wollen gemeinsam fahrerlose Robotertaxis der Stufe 4 entwickeln und weltweit einsetzen. Die drei Unternehmen gaben die Partnerschaft bekannt und bringen damit Fahrzeugtechnik, autonome Fahrsoftware und eine globale Mobilitätsplattform unter einem Dach zusammen. Die Initiative baut auf bereits bestehenden Verbindungen auf: Stellantis und Wayve hatten zuvor eine Vereinbarung zu teilautomatisierten L2++-Systemen geschlossen, während Wayve und Uber bereits gemeinsam autonome Fahrten in London, Tokio und zehn weiteren Städten vorbereiten.

Die neue Kooperation verteilt die Aufgaben klar zwischen den Partnern. Stellantis übernimmt die Entwicklung und Fertigung der Fahrzeuge auf Basis der eigenen L4-Ready-Plattformen, die mit integrierter Sensorik sowie den nötigen Sicherheits- und Redundanzsystemen für den fahrerlosen Dauerbetrieb ausgestattet sind. Wayve liefert die KI-gestützte Fahrsoftware, die nach einem End-to-End-Ansatz funktioniert und ohne stadtspezifische Kartierung oder Neuprogrammierung auskommen soll. Uber wiederum bindet die autonomen Fahrzeuge in sein bestehendes Mobilitätsnetzwerk ein und vermittelt Fahrgästen den Zugang über die eigene App.

Drei Unternehmen, drei Kompetenzfelder

Ned Curic, Chief Engineering and Technology Officer bei Stellantis, ordnete die Zusammenarbeit als Schritt hin zu einer intelligenteren und effizienteren Mobilität ein. Die Kombination der L4-Ready-Plattformen mit Wayves adaptiver KI und Ubers globalem Netzwerk solle die Einführung autonomer Fahrzeuge beschleunigen, die sich an realen Kundenbedürfnissen orientieren. Auch Kaity Fischer, Vice President of Commercial and Operations bei Wayve, betonte die Ergänzung der drei Stärken: Stellantis bringe die Fahrzeugkompetenz ein, Uber die Plattform, Wayve die integrierte KI-Technologie.

Sarfraz Maredia, Global Head of Autonomous Mobility and Delivery bei Uber, verwies auf die Notwendigkeit, Fahrzeuge, Technologie und Plattform nahtlos zu verbinden, um autonome Mobilität in der Breite skalieren zu können. Laut Fischer sehe die Branche in Wayves Technologie inzwischen einen Weg zur weltweiten Verbreitung autonomer Fahrzeuge, was die aktuelle Vereinbarung als weiteres Signal in diese Richtung einordne.

Im Rahmen der Partnerschaft wollen die drei Unternehmen gemeinsam an Fahrzeugintegration, Tests und Validierung arbeiten, bevor autonome Mobilitätsdienste in Städten in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen eingeführt werden. Die Grundlage bildet ein unverbindliches Memorandum of Understanding, das den Rahmen für künftige Vereinbarungen zu Technologieentwicklung, Lizenzierung, Produktion und Fahrzeugbeschaffung absteckt. Verbindliche Verträge zu einzelnen Punkten stehen damit noch aus.

Trotz der gemeinsamen Absichtserklärung betonen die Unternehmen, dass jeder Partner die Flexibilität behält, zusätzliche Kooperationen im Bereich des autonomen Fahrens einzugehen. Die Vereinbarung schließt damit parallele Allianzen mit anderen Akteuren der Branche nicht aus. Wayve arbeitet bereits unabhängig von der neuen Partnerschaft mit Uber an der Einführung autonomer Fahrten in mehreren Großstädten, während Stellantis seine L4-Ready-Plattformen auch losgelöst von dieser Kooperation weiterentwickelt.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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