Maserati setzt im Jubiläumsjahr auf Elektro-Offensive

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Maserati präsentiert im Jubiläumsjahr des Dreizacks drei überarbeitete Modelle, deren elektrische Varianten unter dem Namen Folgore das Herzstück der Neuvorstellung bilden. GranTurismo Folgore, GranCabrio Folgore und Grecale Folgore stehen dabei für unterschiedliche Karosseriekonzepte mit rein elektrischem Antrieb, entwickelt und gebaut in Modena und Cassino.

GranTurismo Folgore und GranCabrio Folgore teilen sich eine gemeinsame Antriebsarchitektur. Das 800-Volt-System arbeitet mit drei Motoren, einem an der Vorderachse und zwei voneinander entkoppelten an der Hinterachse. Installiert sind mehr als 883 kW (1200 PS), dauerhaft an die Räder abgegeben werden 559 kW (760 PS). Die beiden hinteren Motoren ermöglichen ein präzises Torque Vectoring. In der Spitze erreicht der GranTurismo Folgore 325 km/h, der GranCabrio Folgore 290 km/h. Maserati bezeichnet Letzteren als erstes vollelektrisches Cabriolet seines Segments.

Die Batterie fasst 92,5 kWh und folgt einer T-förmigen Geometrie, die die Bauhöhe des GranTurismo auf 1353 mm begrenzt. Ein neues Energiemanagementsystem hebt die Reichweite des GranTurismo Folgore auf mehr als 540 km. Serienmäßig dabei ist AWD Disconnect, das den Antrieb binnen 500 Millisekunden auf die Hinterachse verlagert, indem die vorderen Antriebswellen physisch ausgekuppelt werden.

Fünf Fahrmodi und mehr Dynamikreserven

Den Folgore-Modellen stehen fünf Fahrprogramme zur Verfügung und ein Country-Modus, der das Fahrwerk um 20 mm anhebt. Launch Control ist in Sport und Corsa abrufbar. Im Modus Corsa verteilt das System das Drehmoment über alle drei Motoren, ein Performance Optimizer gibt dabei bis zu zehn Prozent zusätzliche Leistung frei.

Mit dem Grecale Folgore ergänzt ein vollelektrisches D-SUV die Baureihe. Es leistet 405 kW (550 PS), setzt auf 400-Volt-Technik und erreicht eine Reichweite von 580 km. Gegenüber dem Vorjahr steigt der Aktionsradius um 9 km mit 20-Zoll-Rädern und um 53 km mit 21-Zoll-Rädern. Verantwortlich dafür sind aerodynamische Verbesserungen, überarbeitete Energiealgorithmen und effizientere Reifen. Hinzu kommt das neue AGS-System, eine aktive Kühlluftklappe, die den Luftstrom über Frontschürze und Unterboden optimiert.

Elektrische Reichweite als strategische Aussage

Santo Ficili, CEO von Alfa Romeo und COO von Maserati, beschreibt die Stoßrichtung: Man investiere in jene Technologien, die den Charakter der Marke am besten ausdrückten, „von der Entwicklung ikonischer Antriebe wie dem V6 Nettuno bis zur Weiterentwicklung der Leistung der Folgore-Reihe, mit einer technologischen Strategie, die auf die Erwartungen unserer Kund:innen abgestimmt ist“. Die Folgore-Modelle sind in dieser Logik kein Randprodukt, sondern ein zentraler Bestandteil des Markenauftritts.

Gestalterisch folgen alle drei Folgore-Modelle einer Formensprache, die Maserati zunächst am Rennwagen MCXtrema erprobte und schrittweise auf die Straße übertrug. Eine flachere, horizontal betonte Front prägt das Erscheinungsbild. Begleitet wird der Marktstart von einem neuen Web-Konfigurator, der jede Konfiguration in Echtzeit im Breitbildformat darstellt. Den Rahmen setzt das Jubiläum: Hundert Jahre nach dem ersten Auftritt des Dreizack-Logos 1926 tritt Maserati mit seiner elektrischen Modellreihe sichtbar in den Vordergrund.

Quelle: Maserati – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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