„StasHH“: Suche nach Norm für Brennstoffzellen

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Wolfgang Plank
Wolfgang Plank
  —  Lesedauer 2 min

Auf dem Wasserstoff-Sektor tut sich was: Gut zwei Dutzend führende Unternehmen und Organisationen haben sich unter dem Namen „StasHH“ zusammengeschlossen. Sie wollen erstmals eine europäische Norm für Brennstoffzellen-Module erarbeiten, die im Schwerlastverkehr zum Einsatz kommen sollen. Dem „StasHH“-Konsortium gehören laut einer Mitteilung Lieferanten von Brennstoffzellen, Autobauer sowie Forschungs- und Prüfinstitute an – unter anderem sind Toyota und Volvo dabei, Alstom (Bahntechnik), VDL (Busse), aber auch Zulieferer wie Freudenberg oder ElringKlinger.

Laut der Mitteilung des polnischen Busherstellers Solaris, der ebenfalls Teil des Konsortiums ist, wollen die Partner Abmessungen, Leistungsklassen, digitale Schnittstellen, Testprotokolle und Sicherheitsanforderungen für Brennstoffzellenmodule vereinheitlichen. Die Module sollen in Schwerlastfahrzeugen und -maschinen wie Gabelstapler, Busse, Lkw, Züge, Schiffe und Baumaschinen montiert oder integriert werden können. Parallel dazu will sich „StasHH“ dafür einsetzen, dass die Norm später weltweit verabschiedet werden kann.

Die Bezeichnungen für Batterie-Abmessungen haben sich im Laufe der Zeit zur „AA-Typ“-Nomenklatur entwickelt. Das StasHH-Konsortium plant eine ähnliche Vorgehensweise unter dem Namen „HH-Typ“ für Brennstoffzellen-Module einzuführen. Die Allianz erhält 7,5 Millionen Euro Fördermittel von der Europäischen Union im Rahmen des Gemeinsamen Unternehmens „Brennstoffzellen und Wasserstoff“. Das Gesamtbudget beträgt 15,2 Millionen Euro.

„StasHH ist die größte Chance Europas, um den Einsatz von Wasserstoff in der Schwerlastmobilität in Gang zu bringen“, sagt Konsortiums-Koordinator Federico Zenith. Es handele sich dabei um einen Sektor, der wegen des Gewichts, der Kosten und anderer Einschränkungen nicht so leicht über Batterien elektrifiziert werden könne. „Durch die Bündelung verschiedener Märkte und Ermöglichung von Wettbewerb, Massenproduktion und Automatisierung möchten wir einen entscheidenden Beitrag zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und Einsatz neuer Technologien für eine bessere Gesellschaft leisten.“

Quelle: electrive.net / solaris

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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