Wie Seat-Cupra sich auf die E-Auto-Produktion vorbereitet

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Volkswagen

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

In Spanien, im Stammwerk von Seat in Martorell, werden künftig kleine und bezahlbare Elektroautos des Volkswagen-Konzerns gebaut, für die Marken VW, Skoda und Cupra. Werksleiter José Arreche ist schon jetzt damit beschäftigt, die Fabrik dafür vorzubereiten. In einem aktuellen Interview mit Automobil Produktion erklärt er, wie die Umbauarbeiten laufen

In gut einem Jahr, Ende 2025, soll die Produktion der Electric Urban Car Family des VW-Konzerns beginnen. Der Umbau laufe gut, es gebe keine Engpässe, sagt Arreche. Zur neuen Elektro-Familie gehören zunächst der Cupra Raval, der Skoda Epiq und der VW ID.2. Der Raval sei in dem Trio eine besonders „radikale Interpretation“ eines Elektro-Kleinwagens, kündigt der Spanier an: „Dieses provokante Auto wird Konventionen in Frage stellen und definiert die urbane Mobilität für die neuen Generationen neu.“

Der Projektstart bringe, wie jeder andere in der Vergangenheit auch, „einen gewissen Druck mit sich, da wir immer wirtschaftlich arbeiten müssen“, sagt Arreche. Bei Elektroautos sei es etwas „schwieriger, weil die Batteriekosten noch hoch sind“, und man arbeite daran, „die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.“ Zweifel an der E-Mobilität lässt der Spanier nicht aufkommen: „Generell gibt es aber einfach keinen Plan B, keinen anderen Weg zur Dekarbonisierung Europas als den Wandel zur Elektromobilität“. Wichtig sei nun, auch die Kunden davon zu überzeugen.

„Nur so können wir die Transformation erfolgreich gestalten“

Ein paar Hundert Kilometer südlich des Seat-Stammwerks entsteht bei Valencia eine Batteriefabrik von VW-Tochter Powerco, die maßgeblich zur verbesserten Wirtschaftlichkeit der neuen E-Auto-Generation beitragen soll. Die beiden Werke arbeiten bereits zusammen, man profitiere gegenseitig von gesammelten Erfahrungen.

Entscheidend“ sei momentan auch die Weiterbildung von Mitarbeitern, um sie für die E-Mobilität fit zu machen: „Wir haben das größte Schulungsprogramm, das ich je gesehen habe“, sagt der Spanier, der bereits seit fast 30 Jahren im VW-Konzern arbeitet. Es gehe dabei „nicht nur um technische Schulungen, sondern auch darum, das richtige Mindset zu fördern“ und ihnen beizubringen, „offen für Veränderungen und neue Technologien“ zu sein. „Nur so können wir die Transformation erfolgreich gestalten.“

Quelle: Automobil Produktion – „Der Erfolg von Cupra ist unglaublich“

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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