Pkw-Neuzulassungen: neuer Höchstwert beim Elektroanteil

Pkw-Neuzulassungen: neuer Höchstwert beim Elektroanteil
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 2068452476

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Im vergangenen Oktober wurden in Deutschland insgesamt 178.700 Pkw neu zugelassen. Das sind 35 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig bedeutet dies im vierten Monat in Folge einen Rückgang gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten wurden 2,2 Millionen Pkw neu zugelassen. Damit wurde der Vorjahreswert dieses Zeitraums um fünf Prozent unterschritten, so der Automobilverband VDA sowie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in ihren aktuellen Mitteilungen. Die Anzahl neu zugelassener Pkw mit Benzinantrieb ging um -43,9 Prozent zurück, bei Dieseln liegt der Rückgang bei -56,7 Prozent.

Die Elektro-Neuzulassungen (Elektroautos sowie Plug-in-Hybride) hingegen stiegen im Oktober um 13 Prozent auf 54.400 Einheiten. Der Anteil von elektrifizierten Pkw an den gesamten Neuzulassungen betrug somit 30,4 Prozent. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem September nochmals deutlich übertroffen. Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) legten um 32 Prozent auf 30.560 Einheiten zu. Sie kommen nun auf einen Marktanteil von 17,1 Prozent. Die Neuzulassungen von Plug-In-Hybriden (PHEV) gingen um fünf Prozent auf 23.734 Einheiten zurück, sie machen nun einen Anteil von 13,3 Prozent aus. Zum Vergleich: Benziner haben aktuell einen Marktanteil von 36,2 Prozent, Diesel kommen auf 17,3 Prozent.

Unter den deutschen Marken erreichte Smart im Oktober mit +13,0 Prozent eine Zulassungssteigerung. Die weiteren Marken verzeichneten im Vergleich zum Vorjahresmonat Rückgänge. Bei Porsche fiel der Rückgang mit -0,8 Prozent am geringsten aus. Für alle anderen Marken wies die Zulassungsstatistik zweistellige Rückgänge auf, die von -16,2 Prozent bei BMW bis -57,7 Prozent bei Audi reichten (Opel: -27,6 %, Mini: -31,5 %, Ford: -39,9 %, VW: -40,2 %, Mercedes: -45,0 %). VW war mit 15,8 Prozent die anteilstärkste deutsche Marke.

Bei den Importmarken legte der Elektroauto-Hersteller Tesla mit +482,9 Prozent am deutlichsten zu, gefolgt von Polestar, ebenfalls nur mit elektrifizierten Modellen im Angebot, mit +84,7 Prozent. Auch Mitsubishi (+5,9 %), Subaru (+5,8 %), Ssangyong (+4,6 %), Jeep (+4,5 %) und DS (+1,1 %) konnten im Berichtsmonat Zulassungssteigerungen verzeichnen. Die weiteren Importmarken verbuchten hingegen Zulassungsrückgänge, die bei Skoda (-55,3 %) und Jaguar (-55,1 %) mit jeweils mehr als 50 Prozent am deutlichsten ausfielen. Den größten Neuzulassungsanteil bei den Importmarken erreichte Hyundai mit 4,5 Prozent.

Quelle: VDA – Pressemitteilung vom 03.11.2021 / KBA – Pressemitteilung vom 03.11.2021

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

Daniel Krenzer  —  

T&E warnt: Weicht die EU das Verbrenner-Aus weiter auf, könnten 34 Batteriefabriken in Northvolt-Größe verloren gehen – ein Milliardendesaster.

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Wolfgang Gomoll  —  

Allein der Gedanke, chinesische Autos in deutschen Werken zu produzieren, schlägt derzeit hohe Wellen. Allerdings überwiegen die Chancen den Risiken.

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Sebastian Henßler  —  

Der VDA warnt vor 125.000 Jobverlusten und fordert Technologieoffenheit. Aber Europa und China kaufen E-Autos – wer profitiert dann von Verbrenner-Ausnahmen?

VDA: Technologieoffenheit könnte 50.000 Jobs retten

VDA: Technologieoffenheit könnte 50.000 Jobs retten

Sebastian Henßler  —  

Der VDA erwartet bis 2035 den Verlust von 225.000 Autojobs – 35.000 mehr als bisher. Neue Stellen entstehen zunehmend im Ausland statt in Deutschland.

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

Sebastian Henßler  —  

Europas Länder haben fast 200 Milliarden Euro in Elektromobilität investiert – mit dem klaren Ziel, die Abhängigkeit von China bei Batterien zu verringern.

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

Daniel Krenzer  —  

Die konservativen politischen Kräfte setzen sich für weitere Lockerungen für Verbrenner sowie die dauerhafte Anerkennung von E-Fuels aus.

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

Michael Neißendorfer  —  

Und das „nicht aus Ideologie, sondern aus rein wirtschaftlichem Denken“, so Guillaume Dejean, Branchenexperte bei Allianz Trade.