BASF und CATL starten Kooperation für Batterierecycling und Kathodenmaterialien

BASF und CATL starten Kooperation für Batterierecycling und Kathodenmaterialien
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Michael Neißendorfer
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Das Chemieunternehmen BASF und der Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology, kurz CATL, haben eine strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Batteriematerialien angekündigt: Diese umfasst vor allem Kathodenmaterialien und Batterierecycling. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, eine nachhaltige Wertschöpfungskette für Batterien zu entwickeln, die Lokalisierung von CATL in Europa zu unterstützen und zum Erreichen der globalen CO2-Neutralitätsziele beider Unternehmen beizutragen.

CATL ist ein weltweit führendes Unternehmen für innovative neue Energietechnologien und einer der größten Hersteller von Elektroauto-Batterien. Die Chinesen haben ihr Projekt zum Bau eines ersten europäischen Werks für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland gestartet und wollen damit den Aufbau einer lokalen Lieferkette für europäische Kunden und Verbraucher beschleunigen.

Als größter Chemielieferant der Automobilindustrie hat sich BASF eine starke Position im Markt für Kathodenmaterialien aufgebaut, einschließlich einer globalen Produktions- sowie Forschungs- und Entwicklungspräsenz sowie eines breiten Portfolios an mittel- bis hochnickelhaltigen, manganreichen, kobaltfreien Kathodenmaterialien. In Europa führt BASF laut eigener Aussage die Produktion von Kathodenmaterialien mit einer branchenführenden CO2-Bilanz ein. Dafür sorgen moderne Prozesstechnologie, eine gesicherte lokale Rohstoffversorgungskette, ein günstiger Energiemix bei der Produktion sowie eine kurze und effektive Logistik entlang der Lieferkette, wie das Unternehmen mitteilt.

Die strategische Partnerschaft mit CATL ermöglicht BASF eine enge Zusammenarbeit mit einem weltweit führenden Batteriehersteller im Bereich der Kathodenmaterialien und des Batterierecycling. Auf diese Weise will BASF seine Expertise vertiefen und seine globale Marktposition stärken.

CATL will durch die Partnerschaft mit BASF seine europäischen Servicekapazitäten verbessern. Dazu dient der Aufbau eines lokalen Batterierecycling-Netzwerks und einer sicheren Rohstofflieferkette in dieser Region.

„Der Wandel zur Elektromobilität erfordert starke Partnerschaften“

Der Wandel zur Elektromobilität erfordert starke Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette“, sagt Dr. Markus Kamieth, Vorstandsmitglied der BASF. Die Kombination der starken Position von BASF als ein führender Anbieter von Kathodenmaterialien mit der Expertise von CATL bei Lithium-Ionen-Batterien werde die Innovation und den Aufbau einer nachhaltigen Wertschöpfungskette für Batterien weltweit beschleunigen, sagt er.

Die Partnerschaft mit BASF ist ein weiterer wichtiger Schritt für unsere Lokalisierung in Europa“, sagt Zhou Jia, Präsident von CATL. „Mit der innovativen Batterietechnologie von CATL und der umfassenden Materialexpertise von BASF werden wir unsere weltweiten Kunden noch besser beliefern können und gleichzeitig die weltweiten Bemühungen um CO2-Neutralität schneller voranbringen.“

Quelle: BASF – Pressemitteilung vom 16.09.2021

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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