Warum sich BMW mit Brennstoffzellenautos Zeit lässt

BMW setzt auf Wasserstoffantrieb

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Nach einer mehr als 25 Jahre langen Reise steigt auch BMW bald in das Rennen um die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Produktion ein: Zunächst soll im kommenden Jahr eine Kleinserie eines Brennstoffzellen-SUV X5 auf den Markt kommen. Eine Serienproduktion mit der alternativen Antriebsart ist jedoch erst ab 2025 geplant. Bis jetzt steht noch nicht fest, welches Modell mit dieser Technologie in Serie geht. BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich bestätigte gegenüber Journalisten nur, dass dieses Fahrzeug gemeinsam mit dem japanischen Autohersteller Toyota entwickelt wird.

Nachdem Honda, Hyundai, Mercedes und eben auch Toyota bereits Fahrzeuge auf die Straße gebracht haben, die mit Wasserstoff Strom produzieren, bestätigte nun also auch BMW die Weiterentwicklung dieser Technologie. Und kommt damit etwas später, als noch vor einigen Jahren geplant. Im Jahr 2015 sprach der Hersteller bei einem Test eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Prototyps auf der französischen Teststrecke Miramas noch davon, dass in 2019 der erste Brennstoffzellen-BMW auf den Markt kommen soll.

In einem Gespräch mit der Finanzzeitung Forbes sagte Fröhlich vor wenigen Tagen, dass es bei Stackpreisen von 80.000 Euro noch nicht sinnvoll sei, Wasserstoffautos in Serie zu produzieren. Erst wenn die Preise bei 10.000 Euro liegen, lohnt sich eine Massenproduktion. BMW besteht Forbes zufolge darauf hinzuweisen, dass der Hersteller auch schon heute ein Brennstoffzellenauto in Produktion bringen könnte. Man habe es lediglich aus Kostengründen zurückgehalten.

Die Kleinserie der wasserstoffbefeuerten X5-Modelle werde sehr teuer werden, so Forbes, und es sei noch nicht bekannt, ob die Fahrzeuge verleast oder verkauft werden, und in welchen Ländern sie erhältlich sein werden. Die Zusammenarbeit mit Toyota bei Brennstoffzellenantrieben sei fruchtbar. Doch während Toyota „den Standard-Performance-Stack“ produziere, wolle BMW einen „High-Performance-Stack“ liefern, sagte Fröhlich.

BMW arbeitet bereits seit Mitte der 1990er Jahre an Wasserstoff-Brennstoffzellen-Autos, die als langfristige Lösung für emissionsfreie Mobilität angesehen werden, die batterieelektrische Autos sogar überleben könnte. Wasserstoff-Brennstoffzellen kombinieren Sauerstoff, der in das Auto gelangt, mit Wasserstoff aus Tanks an Bord, um Elektrizität für den Elektroantrieb zu erzeugen. Dabei bleiben nur Wärme und Wasserdampf übrig. Es handelt sich grob vereinfacht um ein Elektroauto, bei dem sich die Wasserstoff-Brennstoffzelle wie eine aktive Batterie verhält.

Quelle: Forbes – BMW Promises To Join The Hydrogen Fuel Cell Party

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4 Antworten

  1. “Es handelt sich grob vereinfacht um ein Elektroauto, bei dem sich die Wasserstoff-Brennstoffzelle wie eine aktive Batterie verhält.”

    Mit der Einschränkung dass das Brennstoffauto 3 Mal so viel Energie benötigt – Wirkungsgrad!
    Ein Akku, wenn auch ein kleinerer, wird trotzdem auch noch benötigt.

    Mit seiner halbherzigen Elektro-Strategie wird Kolben-Klaus Fröhlich BMW weiter in den Abgrund führen.

    “Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.”

  2. Nicht nur das BMW nicht die Kurve kriegt…

    Ohne ein Konzept und Strategie für die Elektromobilität wird von BMW nur noch der Name bleiben.. . Wie bei Grundig. Und dann kommen BMW aus Peking….

  3. Weshalb wird aus Windstrom und Solarstrom nicht einfach nur Wasserstoff produziert und wie von BMW in den 70er Jahren bereits einmal getestet in klassischen Otto-Motoren verbrannt?

  4. Es ist unverständlich, was da passiert.
    In Deutchland gibt es, gut über das Land verteilt rund 30.000 Windenergieanlagen.
    Viele von ihnen werden durch das Nezsicherheitsmanagement laufend abgeschaltet. Sie könnten statt dessen Wasserst0ff produzieren.
    z.B. auch in unmittelbarer Nähe von BMW-Niederlassungen. Die Tankstellen-Infrastruktur wäre damit schnell zu erweitern.
    Und warum muss das erste Brennsoffzellenauto ein SUV X5 sein?
    Die Normalbürger und somit der Massenmarkt braucht den 1er bis 3er. Die brauchen dann auch nicht so viel Stacks, die übrigens zeitnah preiswerter werden.

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