Dresden will E-Mobility-Vorzeigestadt werden

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Die Stadt Dresden ist laut eigener Aussage auf einem guten Weg, eine Vorzeigestadt im Bereich der E-Mobilität zu werden – auch dank einer guten branchenübergreifenden Zusammenarbeit. Im Netzwerk E-Mobilität arbeiten Industrieunternehmen ebenso mit wie Forschungseinrichtungen, städtische Einrichtungen und die Touristiker von Dresden Elbland. Vor wenigen Tagen ist ein weiteres Gemeinschaftsprojekt eingeweiht worden: die erste Wallbox von Volkswagen-Tochter Elli für ein Dresdner Hotel.

Ein wichtiger Partner im E-Mobilitätsnetzwerk ist die Gläserne Manufaktur von Volkswagen. „2021 markierte den Durchbruch der E-Mobilität in Deutschland: 26 Prozent der Neuzulassungen im Jahr 2021 waren reine E-Autos oder Plug-In-Hybride. Das hat Folgen für die Infrastruktur der Städte – und auch für Hotels. Die Zusammenarbeit mit dem Bilderberg Bellevue Hotel ist hierbei eine Leuchtturm-Partnerschaft: Einerseits in Form von zusätzlicher Ladeinfrastruktur, andererseits von innovativer Partner-Kommunikation von Elektromobilität. Wir gehen hier ganz neue Wege“, betont der Standortleiter der VW Gläsernen Manufaktur, Danny Auerswald.

Das Bilderberg Bellevue hat in seiner Tiefgarage zwei Parkboxen mit großflächigen Bildern gestaltet und weist dabei an den Wänden auf die Kooperation zwischen den touristischen Partnern Gläserne Manufaktur und Bilderberg Bellevue hin. Zugleich hat die Volkswagen-Tochter Elli zwei Wallboxen geliefert.

Für Hoteldirektor Sebastian Klink, Bilderberg Bellevue Dresden, ist die Elektromobilität ein Teil vom großen Ganzen: „Wir vom Bellevue haben uns bereits vielen Themen gewidmet, die die Zukunft des Tourismus und der Gesellschaft prägen werden. Nachhaltigkeit und E-Mobilität gehören hierunter schon lange zu den globalen Megatrends. Das ist auch an der Bedürfnispyramide der Gäste sichtbar. Das Vorhandensein einer E-Ladesäule rückt unserer Erfahrung nach immer weiter nach vorn. Aus diesem Grund verfügen wir bereits über E-Ladesäulen. Mit der neuen Elli-Wallbox von Volkswagen und dem Bau unserer zweiten Tiefgarage mit weiteren Lademöglichkeiten kommen wir mit unserem Angebot ein großes Stück voran. Die Hotellerie wird sich dem Thema widmen müssen, das ist ganz sicher. Umso besser, dass das Engagement innerhalb unserer Stadt alle Weichen hierfür stellt.“

Neue Studie „Touristische Elektromobilität in Dresden Elbland“

Die Dresden Marketing GmbH (DMG), Dresdens offizielle Dachmarketingorganisation, versteht sich als Impulsgeber, Berater und Vermittler, um die Bedeutung und Chancen von Elektromobilität speziell an die Dresdner Hotels zu vermitteln. Eine aktuelle Studie von DMG und der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen „Touristische Elektromobilität in Dresden Elbland“ zeigt, dass die Dresdner Hotels die Notwendigkeit von Investitionen in Ladeinfrastruktur für sich erkannt haben. 32 Prozent der Beherbergungsbetriebe sind kurzfristig am Thema Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge interessiert, 44 Prozent mittel- bis langfristig.

Durch unsere Studie wissen wir, dass 17 Prozent der Hotels in Dresden Elbland bereits über eine Ladesäule für E-Fahrzeuge verfügen und fast die Hälfte aller Hotels in Dresden. Das ist ein guter Anfang, reicht aber nicht. Denn noch honoriert der Gast die Hotelladesäule, morgen setzt er sie bereits voraus. Mit Angeboten wie Info-Veranstaltungen für die Branche arbeiten wir gemeinsam daran, Hemmnisse Schritt für Schritt abzubauen, etwa die Scheu vor der finanziellen Investition“, erklärt Corinne Miseer, Geschäftsführerin der DMG. Ziel ist es, dass innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre der Großteil der Hotels sowie touristischen Attraktionen mit Ladeinfrastruktur ausgestattet sind. „Wenn Dresden in Elektromobilität den Ton angibt, dann ist das auch ein Wettbewerbsvorteil im Tourismus“, so Miseer weiter.

400 öffentliche Ladepunkte in Dresden bis Ende 2022

Ladeinfrastruktur ist Voraussetzung für einen Hochlauf der Elektromobilität. Die Landeshauptstadt Dresden und die SachsenEnergie treiben daher den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Dresden voran. „Dresden ist derzeit die Stadt mit dem dichtesten Netz an öffentlichen Ladesäulen bundesweit. Damit hat sich Dresden in den letzten Jahren zum Vorreiter der Elektromobilität entwickelt. Gemeinsam mit der SachsenEnergie haben wir rund 7 Millionen Euro in den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur allein an den MOBIpunkten investiert. Hinzu kommen private Investitionen für öffentliche Ladepunkte. Mit Erfolg: wir werden unseren Meilenstein von 400 Ladepunkten in Dresden bereits 3 Jahre früher erreichen als geplant, Ende 2022 statt wie ursprünglich geplant 2025“, sagt Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Die schrittweise Ausweitung der Nutzung der Elektromobilität zeige sich auch an der steigenden Anzahl von Ladevorgängen an den jeweiligen Ladestationen. „Wir setzen ganz bewusst auf einen hohen Anteil an Schnellladern. Auch hier nehmen wir mit 30 Prozent der gesamten öffentlichen Ladeinfrastruktur in Dresden eine Vorreiterrolle ein. Das kostenfreie Parken in der Stadt Dresden schafft einen zusätzlichen Anreiz für die Nutzung der Elektromobilität in unserer Stadt“, ergänzt Dr. Franke.

Quelle: DMG Dresden – Pressemitteilung vom 10.03.2022

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Die Bevorzugung von Schnellladern schein allgemeiner Trend zu sein: Da nur CCS vorhanden ist werden die PlugIn-Hybride ausgeschlossen, die mit ihrem einphasigen laden nur die Säulen blockieren.

Der Nachholbedarf ist in Dresden schon groß. In Vergleich zu z.B. Düsseldorf ist der Ausbau ein Witz. In manchen Wohnvierteln gibt es gar keine Möglichkeit zu laden, oder halt 1-2 Säulen für ganze Stadtbezirke. Selbst die angekündigten 400 Ladepunkte sollten schnell ausgebaut werden. Im Moment reicht es vielleicht das alle ohne große Wartezeiten laden können, aber wenn die Zahl der E-Autos weiter wächst, wird das mit den paar Säulen schon zu Unmut führen.
Und nein…. den meisten wird es nicht möglich sein ihr Auto zu Hause zu laden, da die wenigsten feste Parkplätze haben und irgendwo unter der Laterne parken.

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