Vitesco: Heiz-Kat für Plug-In-Hybride

Copyright Abbildung(en): Vitesco

Der Zulieferer Vitesco Technologies macht elektrisches Katalysator-Heizen jetzt auch in Plug-In-Hybriden verfügbar. Der E-Katalysator ermögliche niedrigste Schadstoffe-Emissionen im Realbetrieb, teilt das Unternehmen mit. Dies gewinne durch zukünftige Regulierungen wie Euro 7 verstärkt an Bedeutung.

Effiziente Elektrifizierung erfordert intelligente Lösungen„, sagt Klaus Hau, Leiter des Geschäftsbereichs Actuation bei Vitesco. Die Kombination aus Heizkatalysator und neuem DC/DC-Wandler senke die Emissionen besonders dann, wenn der Verbrennungsmotor wieder anspringt. „Gerade bei effizient gefahrenen Plug-In-Hybriden ist der Kaltstart eigentlich der Normalfall„, weiß Rolf Brück, Leiter Katalysatoren und Filter bei Vitesco. Gerade hier aber würden die meisten Emissionen entstehen. Durch die Betriebspausen kühle der Verbenner ab – und beim Restart sei der Abgasstrom unter Umständen zu kalt, um im Katalysator Schadgase umzuwandeln.

Gerade für die zunehmend populären Plug-In Hybride war diese Form der Abgasnachbehandlung bisher nicht verfügbar, weil die Heizscheibe nicht direkt aus dem Hochvoltsystem mit 200 bis 450 Volt versorgt werden kann. Der neu entwickelte Wandler erzeuge nun aus der hohen Spannung des Antriebssystems die benötigte Niedervolt-Spannung, heißt es. Das kompakte Aggregat basiere auf modernster Leiterplatten-Technologie und ermögliche einen hohen Wirkungsgrad von 95 Prozent.

Der Wandler sei so aufgebaut, dass er über separate Ausgänge auch mehrflutige Abgasanlagen mit mehreren Heizscheiben versorgen kann. Als wahrscheinlicher Produktionsstart ist das Jahr 2023 anvisiert. Mittelfristig berge die Technologie Potenzial, um weitere Hochstrom-Verbraucher wie etwa Wankstabilisierung oder Lenkhilfen im Fahrzeug zu versorgen.

Vitesco wirbt damit, als einer von wenigen Lieferanten weltweit die ganze Bandbreite an Elektronik, Software- und Systemintegration für die Elektrifizierung des Antriebstrangs anzubieten. Entsprechend groß sei das Portfolio an intelligenten Sensor-Technologien, integrierten Achsantrieben sowie Batterie- und Thermo-Management-Systemen.

Quelle: Vitesco – Pressemitteilung vom 22. Februar 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Das schönste an dieser Entwicklung ist, dass sie einen Blick auf die Probleme aktueller Plugins wirft. Abgasverhalten und Motorlebensdauer aktuell erhältlicher Modelle werden in der Werbung irgendwie nicht so thematisiert. Ohne die lobbyfreundlichen Regelungen bei Flottenverbrauchsberechnungen und Besteuerung wäre die schiere Anzahl an Plugins auch nie so angewachsen. Dabei ist der Hybrid durchaus mal, siehe Prius, hoffnungsvoll gestartet. Der ist sparsam und zuverlässig und war seinerzeit ein Meilenstein der Entwicklung. Aber die Ära der Verbrenner ist nun hoffentlich bald vorüber…

Danke vorweg Martin, für die Erklärung, was und warum das Teil eigentlich leisten soll, der Artikel gab das für mich ja leider nicht so ganz her …

„Aber die Ära der Verbrenner ist nun hoffentlich bald vorüber …“

Ja – nur fragt sich, ob ein Produktionsbeginn irgendwann 2023 noch sinnvoll ist:

Es sollte doch die PHEV-Förderung wegen des massenweisen kommerziell/gewerblichen Missbrauchs durch

  •     die Elektro-Prämienzahlung sowie
  •     die ganzen CO2-Anrechnungen und
  •     die Abgaben- und Steuer-{Hinterziehungs-} Erleichterungen

bis dahin endlich Schluß mit den »Schwindel-Stromern« (PHEV) sein!

Last edited 3 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Eine Lösung für ein Problem, das erst durch Plugin-Hybride geschaffen wurde und das die ohnehin kleine Batterie des PHEV noch schneller leert – Murks plus Murks ergibt keinen Umweltschutz.

Einfach mal bei den PHEV für Gleichstand bei Umweltschutz und Reichweitenangst sorgen und für PHEV gesetzlich die Verbrenner- und Batteriereichweite auf 50% zu 50% festlegen, dann gäbe es sehr schnell keine PHEV mehr – zu teuer, zu schwer und ganz einfach nur noch Ladenhüter.

Und wieder ein Beweis, das der Otto weg muss. Was für ein irrsinniger Aufwand, Abgase zu reinigen. Und mit jeder neuen Komponente wird der Otto Anfälliger. Die Kfz Werksstätten klagen, das sie zu Schornsteinfegern gemacht werden. Verkokte Ansaugwege und Brennräume durch Abgas Rückführung und direkt Einspritzung sind mittlerweile teuere Dauerprobleme. Beim Diesel kommen noch verstopfte und defekte Partikelfilter und SCR Kats hinzu. Siehe Autodoktoren und Redhead in Youtube. Der ganze Motor müsste eigentlich latent geheizt werden. Aber langsam sollte es auch dem starrsinnigsten Otto Fan einleuchten, das die Hubkolben Expansionsmaschienen, wie vor 80 Jahren die Dampfmaschine auch, ausgedient haben. Das Märchen von effizienten und sauberen Otto bleibt ein Märchen. Und wird immer teurer und komplizierter.

Last edited 3 Monate zuvor by Stefan

Absolut richtig, jeder Plug-In steigert aber die Service- und Reparaturumsätze der Autofirmen, verzögert deren Abstieg und das ist leider der Politik zu verdanken.

“ … jeder Plug-In steigert aber die Service- und Reparaturumsätze der Autofirmen, verzögert deren Abstieg …“

Ja –> „Man merkt die Absicht – und ist verstimmt!“

Aber eben auch der private Kunde wird die hohen Service- und Reparaturkosten bemerken, wenn die Mengen der gewerblichen PHEV-Leasingfahrzeuge auf den Gebrauchtmarkt kommen … da wird es dann nicht lange nach dem Auslaufen des Leasings (36/48 Monate?) ein Restwertmassaker geben!

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