Stellantis und LG Energy Solution planen gemeinsame Batteriefabrik in Nordamerika

Stellantis: Regierungen müssen wahre Kosten von E-Autos berücksichtigen

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Der Autokonzern Stellantis und LG Energy Solution (LGES), einer der weltweit größten Batterieproduzenten, haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures zur Fertigung von Batteriezellen und -modulen für Nordamerika unterzeichnet. Die Unternehmen beabsichtigen demnach, im Rahmen des Joint Ventures eine neue Batterieproduktionsanlage zu errichten. Diese soll dazu beitragen, das Ziel von Stellantis zu erreichen, bis 2030 mehr als 40 Prozent seines Absatzes in den USA mit elektrifizierten Fahrzeugen zu erzielen. Das Werk soll im ersten Quartal 2024 in Betrieb genommen werden und eine jährliche Produktionskapazität von 40 Gigawattstunden aufweisen, so Stellantis in einer aktuellen Mitteilung.

Die in der neuen Anlage produzierten Batterien sollen an Stellantis-Montagewerke in den USA, Kanada und Mexiko geliefert und dort in Elektrofahrzeuge der nächsten Generation eingebaut werden. Dazu gehören sowohl Plug-in-Hybride als auch rein batterie-elektrische Fahrzeuge der Stellantis-Marken. „Diese Ankündigung ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir unseren ehrgeizigen Elektrifizierungsfahrplan umsetzen und die Zusagen einhalten, die wir im Rahmen unseres EV Day im Juli gegeben haben“, wird Stellantis CEO Carlos Tavares zitiert. Mit dem Standort in Nordamerika hat der Autokonzern die nächste Gigafactory für sein Portfolio bestimmt, die dabei helfen soll, bis 2030 eine Gesamtkapazität von mindestens 260 Gigawattstunden an E-Fahrzeug-Batterien zu erreichen.

Die Gründung eines Joint Ventures mit Stellantis ist ein bedeutender Meilenstein in unserer langjährigen Partnerschaft“, sagte Jong-hyun Kim, Präsident und CEO von LG Energy Solution. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Bereich elektrifizierter Fahrzeuge geht in das Jahr 2014 zurück, als LG Energy Solution (damals LG Chem) von Stellantis (damals Fiat Chrysler Automobiles) ausgewählt wurde, das Lithium-Ionen-Batteriesystem und die Steuerungen für den Chrysler Pacifica Hybrid zu liefern, den ersten elektrifizierten Minivan der Branche. Laut der aktuellen Ankündigung wollen beide Unternehmen ihre Partnerschaft nun noch weiter festigen und die Stärken des jeweils anderen weiter nutzen.

Stellantis plant, bis zum Jahr 2025 mehr als 30 Milliarden Euro in die Elektrifizierung und Softwareentwicklung zu investieren. Gleichzeitig will das Unternehmen weiterhin im Vergleich zum Branchenschnitt um 30 Prozent effizienter sein, was die Gesamtinvestitionen und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Verhältnis zum Umsatz betrifft.

Der konkrete Standort der neuen Anlage werde derzeit geprüft; weitere Einzelheiten wollen die beiden Partner zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Der erste Spatenstich für die Fabrik soll voraussichtlich bereits im zweiten Quartal des kommenden Jahres erfolgen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Einigung über die endgültige Dokumentation und der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigungen.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 18.10.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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