Preis-Reichweiten-Vergleich: Soviel kostet 1 Kilometer Reichweite

Preis-Reichweiten-Vergleich: Soviel kostet 1 Kilometer Reichweite

Copyright Abbildung(en): TierneyMJ / Shutterstock.com

Das Autovergleichsportal Carwow hat gut drei Dutzend aktuelle E-Autos auf ihr Preis-Reichweiten-Verhältnis hin untersucht und einen Sieger ermittelt. Auf den ersten Platz kommt der Opel Corsa-e, bei dem jeder Kilometer Reichweite auf den Kaufpreis umgerechnet 55 Euro kostet. Beim Renault Zoe sind es 58 Euro, und beim Peugeot e-208, der sich mit dem Elektro-Corsa die Plattform teilt, sind es 60 Euro, die beim Kaufpreis pro Kilometer fällig werden.

Carwow berechnete die Preisweite der Fahrzeuge aus dem zum Zeitpunkt der Auswertung besten Angebotspreis des jeweiligen Elektroautos und der Reichweite. In der Preis-Komponente sind sämtliche Nachlässe inklusive des Umweltbonus sowie Überführungskosten einkalkuliert. Die Reichweiten-Komponente basiert auf der angegebenen WLTP-Reichweite des jeweiligen Basismodells.

Der Opel Corsa-e, mit 55 Euro auf dem ersten Platz, schafft in der WLTP-Norm bis zu 337 Kilometer. Dem deutsch-französische Stromer folgen der Renault Zoe (58 Euro pro Kilometer, WLTP-Reichweite 395 Kilometer), der Peugeot e-208 (60 Euro pro Kilometer, WLTP-Reichweite 340 Kilometer) und der ID.3 (62 Euro pro Kilometer, WLTP-Reichweite 426 Kilometer) von Volkswagen. Die Angebotspreise der drei Klein- und Kompaktwagen liegen zwischen 18.438 Euro für den Corsa-e bis hin zu 21.925 Euro für den ID.3. Das zeige deutlich, dass die Elektromobilität nicht mehr nur Besserverdienenden offensteht, so Carwow.

Carwow-Elektroauto-Preisweite
Carwow

Dass Schlusslicht der Auswertung ist allerdings tatsächlich Besserverdienern vorbehalten. Der Sportwagen Porsche Taycan ist mit einer Reichweite von 431 Kilometern zwar absolut alltagstauglich, mit einem Preis von 76.551 Euro gleichzeitig aber auch das mit Abstand teuerste Auto der Untersuchung. So kommt der Taycan zu einer Preisweite von saftigen 178 Euro pro Kilometer.

Quelle: Carwow / Ecomento – Auswertung: So viel kostet ein Kilometer Elektroauto-Reichweite

Über den Autor

Michael ist freier Journalist und schreibt seit 2012 fast ausschließlich über nachhaltige Mobilität, Elektro- und Hybridautos, Energiethemen sowie Umweltschutz.

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Interessante Grafik und Auswertung.
Deswegen ist der ZOE auch so interessant für Carsharing.

Gutes Preis-Leistungs-Nutzen-Verhältnis.

Irgendwie scheint mir der ID3 da unter den Vorderen Plätzen doch etwas heraus zustechen. Er ist auf dem Level von Corsa, e-208 und Zoe und sogar noch vor dem Twingo. Wenn ich mich jetzt nicht ganz täusche, sind das alles Autos, die kleiner sind wie der ID3. Zoe und Twingo auf jeden Fall.

Interessant wäre es vor allem, wenn es „Ausstattungs bereinigt“ wäre. Dort liegen viele Tausender begraben.

Der VW e-up sowie seine beiden Konzernbrüder sind nicht dabei. Dabei werden die Drillinge noch gebaut und könnten sogar demnächst wieder bestellbar sein. Und sie hätten gewonnen…

Jupp, bei dem was ich bezahlt habe liege ich bei 50€/km.

Farnsworth

Ich liege mit dem eUp unter 50€ bei 16% Mehrwertsteuer

Habe noch genau nachgerechnet.
Wir hatten im Dezember den eUp bekommen. Der Kilometer kostet 43,20€/km, allerdings bei verminderter MWSt.

Tesla Model S ist nicht dabei. Das Spitzenmodell liegt mit seinem Wert von 131 nicht in der Spitzengruppe, obwohl die Firma nicht nur den Wagen, sondern auch eine weltweite Ladeinfrastruktur mitverkauft. Wie machen die das nur?

Ein Tabelle für Nichts – ausser einer Erwähnung (kostenloser Werbung) auf etlichen Webseiten.

Ein günstiges elekrisches Stadtauto mit kleiner Batterie, eigentlich eine vernüftige Entscheidung, würde schlechter dastehen als ein großes teueres E-Auto mit schwerer Batterie.

Ein E-Stadtauto für 16.000 Euro und 140 km Reichweite würde auf ca. 114 Euro pro km kommen und damit nur im Mittelfeld landen, obwohl es für die Meisten und den Umweltschutz vollkommen ausreicht.

Interessante Auswertung. Teurere Modelle kosten etwas mehr, billigere sind billiger und das auch noch pro Kilometer. Ich danke für diese neue Erkenntnis. Ausstattung und Kundenbedürfnis sind ja vernachlässigbar. Und dann gibts da noch einige Modelle, die nicht aufgeführt sind. Ist das eventuell tendenziös.

Zu schade, dass Carwow keine Teslas im Sortiment hat…

Diese Auswertung ist zwar richtig, aber leider nur mathematisch!
Der ID.3 von Volkswagen (lt. Tabelle auf dem 4. Platz) spielt in einer ganz anderen Liga!!! Er ist kein Kleinwagen, so wie die 3 vor ihm, sondern ein Fahrzeug der Kompaktklasse (außen Golf) und innen so groß wie ein Passat (!), da er auf einem neuen modularen Baukasten (MEB, eigens für e-Fahrzeuge entwickelt) aufbaut und keine Multitraktionslösung ist.
Das bedeutet, bei dieser Rechnung fehlt die Fahrzeug-Klasse, die für eine richtige Darstellung für die meisten Kunden/Interessenten wichtig ist!
Also, auf ein neues und korrigieren ☝️

Ja von wegen J.R., auch der E Corsa hat Platz wie der ID. Die brauchten nicht mal eine neue Plattform um zu siegen . Der würdige Nachfolger vom E Up ist der neue Zoe. Die wissen, dass es eine Wärmepumpe braucht, um auch in dem Kriterium an der Spitze zu sein.

Ich bin bei solchen Vergleichen seit dem ADAC Skandal, mit von VW gekauften Vergleichsergebissen, vorsichtig geworden. Wären die Instandhaltungskosten immer mit eingerechnet worden, hätte VW bei vielen Vergleichen verloren. Aber die Aftersales Kosten fallen ja in der Zukunft an und fallen damit aus der Berechnung.

Last edited 1 Monat zuvor by Stefan

Endlich mal einegriffige Teilinformation zum Thema Reichweite. Da der Reichweitenbedarf der Autokäufer unterschiedlich ist, wäre es interessant zu erfahren welche Marken/Modelle entsprechend unterschiedliche Reichweiten, sprich Batteriekapazitäten (kWh), anbieten.
Die Wettbewerbsfähigkeit des E-Autos wird aus meiner Sicht schon wegen des wesentlich aufwendigeren „Tankvorgangs“ (von den Tankmöglichkeiten ganz zu schweigen) stark von den Reichweiten beeinflusst werden. D.h. diesen Tanknachteil müsste man dann mit einer höheren Reichweite (z.B. 1000 km) kompensieren.
Das wiederum dürfte vermutlich erst mit der Produktionsreife von Feststoffbatterien mit der entsprechenden Energiedichte (Wh/kg) möglich sein.

Dietrich, Du bist zweifelsohne immer noch ein Verbrenner-Liebhaber.

Du weisst nicht dass;

Die WLTP Angaben bei den E Autos verlässlich sind. (Renault Zoe unterbietet sie sogar)
Der Tankvorgang nichts nichts mit der Reichweite zu tun hat.(Welcher Verbrenner läuft 1000 Km?)
Dass niemand noch höhere Reichweiten bei den E s verlangt, als heute schon verfügbar sind.
Dass Du mit deiner Denkweise, ohne die oekologischen und wirtschaftlichen Vorteile zu kennen, noch lange kein E Auto erwerben kannst.

An sich ging es mir bei meinem Kommentar nicht darum aus welchen persönlichen Gründen ich ein Auto kaufe. Wir diskutieren hier in der Regel doch darüber, unter welchen Rahmen-bedingungen die Verbrenner vom E-Auto insgesamt ersetzt werden können. Da ich aus der Autobranche komme weiß ich, dass der Kaufentscheid für ein Auto nicht nur nach rationalen Argumenten erfolgt, sondern auch nach Argumenten wie Status-Symbol, Ästhetik und Höchstgeschwindigkeit (siehe die SUV Begeisterung) alsauch, wie oft muß ich Tanken und wie lange dauert das. Die Ökologie steht in der Praxis – leider – ziemlich hinten.
Vor diesem Hintergrund sehe ich den Paradigmenwechsel von Verbrennern zu E Autos insgesamt erst gegeben, wenn entsprechende Batterietechnologien hinsichtlich Preis,Gewicht und Energiedichte zur Verfügung stehen.

Reichweite ist völlig überbewertet. Wer Reichweite ohne auf Komfort zu verzichten will soll aktuell ein Plugin Fahrzeug nehmen. Ich stell mir bei meiner aktuellen Mini Laufleistung auch keine kfz mit Batterie in die Garage.

Der Porsche Taycan Kostet Hunderttausend Euro mehr als in dieser Kalkulation angegeben! Was für eine Zeitverschwendung so ein Artikel zu lesen, wir sollten euch auf Entschädigung verklagen wegen der gestollener Zeit.lol

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