Fiat 500: Mehr Ausstattung für den Elektro-Flitzer

Fiat 500: Mehr Ausstattung für den Elektro-Flitzer

Copyright Abbildung(en): Fiat

Der im vergangenen Jahr präsentierte neue Fiat 500 hat sich aus dem Stand in der Spitzengruppe der meistverkauften Elektroautos etabliert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Im ersten Halbjahr 2021 entschieden sich demnach in Westeuropa knapp 19.000 Käufer für das erste vollelektrisch angetriebene Modell der Marke. Eine Säule dieses Erfolges sei die ausgeprägte Umweltfreundlichkeit, die im „Green NCAP Energy Efficiency Index“ mit der maximal erreichbaren Wertung von jeweils zehn Punkten in allen drei Disziplinen sowie der Bestnote von fünf Sternen gewürdigt werde, heißt es. Inzwischen ist der neue Fiat 500 auch in Israel und Brasilien verfügbar.

Ins Modelljahr 2022 geht die mittlerweile dritte Generation ab sofort mit neuen Ausstattungsdetails. Die Einstiegsversion, der neue Fiat 500 „Action“, ist jetzt mit Sitzbezügen ausgestattet, die aus hochwertigem Recycling-Material hergestellt werden. Serienmäßig ist ab sofort auch eine versteckte, innenliegende Antenne. So muss bei der Fahrt in die Waschanlage nichts mehr demontiert werden. Ein zusätzlicher USB-C-Anschluss an der Konsole zwischen den beiden vorderen Sitzen ermöglicht die Verwendung der modernsten Kabelgeneration.

Im Modelljahr 2022 stehen insgesamt sieben Varianten des neuen Fiat 500 zur Wahl. Die Ausstattungsversionen „Icon“ und „la Prima“ werden jeweils als zweitürige Limousine mit großer Heckklappe, als Cabriolet, sowie in der Karosserieform 3+1 mit zusätzlicher hinterer Tür auf der Beifahrerseite angeboten. Beide sind mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet, die eine Kapazität von 42 kWh aufweist. Die Einstiegsversion „Action“ (ab 26.790 Euro) verfügt über einen 23,8-kWh-Akku und ist ausschließlich als Limousine zu haben. Für das Top-Modell in der Cabrio-Version ruft Fiat ab 37.990 Euro auf, als 3+1-Türer 36.990 Euro.

Punkten kann der Fiat 500 auch bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit. Mit der 42-kWh-Batterie sind bis zu 320 Kilometer möglich (WLTP). Beim Schnelladen mit 85 kW dauert es etwa fünf Minuten, um genug Energie für eine Strecke von 50 Kilometern zu speichern. Um die Batterie auf 80 Prozent aufzuladen, ist ein Stopp von gut einer halben Stunde nötig. Ausgestattet mit dem 87 kW (118 PS) leistenden Elektromotor, erreicht der neue Fiat 500 eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 150 (elektronisch begrenzt).

Quelle: Fiat – Pressemitteilung vom 16. September 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Ich habe den Eindruck, dass das Haben-woll-Gefühl beim Fiat 500e nicht so groß ist, wie er es eigentlich verdient hätte. Denn mit diesem sich vollständig öffnendem Dach und den 37,3 kWh netto plus CCS 85 kW müsste er eigentlich der angesagte Stadtflitzer sein, mit dem man auch mal an die Küste oder zu den Großeltern fahren kann.

Beim Preis hat man schon einige Friedensangebote in den einschlägigen Portalen gesehen. Der kann es also nicht sein. Da bin ich ein bisschen ratlos, warum er nicht zu begehrt ist. Den elektrischen Mini sieht man indessen öfter und er scheint diesen Kultstatus in gewissen Kreisen zu haben, obwohl sein Package objektiv deutlich schlechter ist.

Vielleicht ist es der doch ziemlich hohe Preis, den man im Schauraum und bei der Probefahrt nicht mehr so ganz versteht. Der „Action“ mag als Cityflitzer vielleicht „ausreichend“ sein, aber wer auch nur hin und wieder mal aus der Stadt heraus fahren will, muss gleich den „Icon“ nehmen – der dazwischen liegende „Passion“ ist schon länger entfallen. Wir nehmen also bereits geförderte 21.500 € in die Hand. Komfort- und Winter-Paket sind Pflicht, schon wieder 1000 € mehr, dazu noch das Park-Paket plus fast 1000€ Überführung, am Ende des Tages wollen runde 25.000 € auf den Tisch gelegt werden – Und das ist nur die Version „uni schwarz mit Stahldach“. Als Cabrio mit metallic-Lack stehen schon über 28.000€ für diesen 2+2-Sitzer im Raum. Da kann ich die Zurückhaltung wohl verstehen. Dafür hat er dann verdammt viel Hartplastik im sonst hübschen Innenraum, schwachen Korrosionsschutz an den Achsteilen, eine etwas freudlose Farbauswahl (von den fünf (5!) monochromen Farbtönen wurden nun zwei ersatzlos gestrichen). Zum Mini ist da wohl noch eine Menge Luft. Beim Cabrio schockiert die enge Ladeluke, das kann Smart sehr viel besser.
Ich meine, vielleicht hat Fiat sich selbst überrumpelt mit diesem Auto?

Da hat Fiat einen wirklich großen Wurf gemacht, ein Auto, von dem noch viel mehr in der Art und Größe rumfahren können. Der 500e ist auffällig, gut ausgestattet, fährt sich prächtig, ist sehr wendig, platzsparend und ein rundum gelungener schicker Stadtflitzer, insbesondere als Cabrio. Macht sogar mehr her als viele städtisch überdimensionierte Premiumfahrzeuge .
Der Preis ist BEV-typisch gehoben, sollte aber niemand Umweltbewusstsen mit entsprechenden Kleingeld vom Kauf abhalten.
Selbst Batteriegrösse in der großen Ausführung und Ladeleistung sind für den Wagen im Stadtbetrieb gut dimensioniert, so dass nicht täglich nachgeladen werden braucht, der Elektromotor könnte dagegen ruhig noch einige Pferdchen mehr bieten. Als Reisewagen müsste die Batterie größer dimensioniert sein, aber ein 500er hatte noch nie diesen Anspruch.
Toll ist die Verwendung von nachhaltigen oder recycelten Materialien, welche gerade von Volumen-Hersteller Verwendung finden sollten.

Was ich nicht verstehe, warum müssen E-Kleinwagen so teuer sein?

Dacia Spring Electric kostet ab 20.490 €, abzüglich Herstelleranteil (der vorher vermutlich drauf geschlagen wurde) wären es 17.490 Euro, mit ein paar nützlichen Extras ca. 20.000 Euro ohne Förderung.

Wenn die Förderung ohne Herstelleranteil für Fahrzeuge bis 20.000 Euro gelten würde, dann hätten wir eine große Auswahl kleiner preiswerter E-Autos, die mit 6.000 Euro Förderung für 14.000 Euro zu haben wären.

So ginge Umweltschutz für Geringverdiener, die Anderen können sich ja E-Autos für 50.000 Euro plus X kaufen.

Problem ist meines Erachtens zumindest zum Teil auch das alte Fiat-Image „Fehler in allen Teilen“ 😉
Jenes Image entwickelte sich, nicht ganz zu unrecht leider, über Jahrzehnte hinweg und haftet der Marke ebenso an wie die alten Erzählungen über Rostanfälligkeiten und häufiges Liegenbleiben.
Mag alles heute keine wirkliche Berechtigung mehr haben, aber es ist schwer, einen einmal aufgebauten negativen Ruf ganz loszuwerden.
Toi toi, dass es klappt.

Das Auto richtet sich vornehmlich an Jugendliche Käufer. Die haben den Spruch Fiat: „Fehler In Allen Teilen“ wohl noch gar nie gehört. Das sind ganz alte Kamellen. Aber gerade die Jungen können sich ein so teures Auto kaum leisten. Ich glaube, da liegt das Problem. Warten wir ab, es werden billigere Kleinwagen folgen, wenn die Elektromobilität dereinst bei der Masse angekommen ist. So in vier, fünf Jahren denke ich. Es bleibt spannend.

Mal bitte sich nicht täuschen. Solche Sprüche sind Klassiker und werden in Familien über Generationen weitergegeben, im Guten wie im Schlechten.
Meine Frau fuhr in den 1970ern als Fahranfängerin einen Fiat 126 – bzw. sie fuhr wohl wenig und stand mehr, so die Erzählungen. Das wird noch über weitere Generationen familienintern einen Fiat-Kauf vereiteln 🙁

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