Italienischer Energiekonzern Eni erwirbt Ladeinfrastruktur-Betreiber Be Power

Italienischer Energiekonzern Eni erwirbt Ladeinfrastruktur-Betreiber Be Power

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Der italienische Mineralöl- und Energiekonzern Eni hat über seine Sparte Eni gas e luce vor wenigen Tagen eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 Prozent von Be Power unterzeichnet. Be Power ist über seine Tochtergesellschaft Be Charge der zweitgrößte Betreiber von Elektroauto-Ladeinfrastruktur in Italien, mit mehr als 5000 öffentlichen Ladestationen. Die Transaktion, die noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden muss, markiere einen weiteren Schritt nach vorn in der Energiewendestrategie von Eni, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung. Der italienische Konzern will bis 2050 eine vollständige Dekarbonisierung seiner Produkte und Prozesse erreichen.

Der Mobilitätssektor wird in den kommenden Jahren einen stetig wachsende Zahl an Elektroautos auf den Straßen in Italien und Europa erleben. In diesem Zusammenhang soll die Übernahme von Be Power es Eni gas e luce ermöglichen, ein wichtiger Betreiber von Elektroauto-Ladeinfrastruktur zu werden. Dabei hat Eni Ladepunkte sowohl auf öffentlichem Grund, auf Privatbesitz mit öffentlichem Zugang sowie bei Eni-Tankstellen in Italien und im Ausland im Blick. Enis Tankstellengeschäft ist unter dem Markennamen Agip bekannt.

Be Power wurde 2018 gegründet und betreibt Ladeinfrastruktur unter dem Markennamen Be Charge, die sowohl auf öffentlichen wie auch privaten Grundstücken installiert ist, und hält die entsprechenden Konzessionen. Es verwaltet auch seine eigenen Ladestationen und jene anderer Betreiber über eine proprietäre Technologieplattform und bietet auch eine spezielle App für Elektroauto-Fahrer an.

„Mit der Übernahme von Be Power nimmt Eni eine Führungsposition in einem Markt ein, der im Mittelpunkt der Energiewendestrategie der Europäischen Union steht. Das Geschäft mit Infrastruktur und Ladelösungen für Elektroautos stärkt das Portfolio von Eni gas e luce, das bereits zehn Millionen Kunden in sechs europäischen Ländern erreicht. Wir setzen damit unseren Weg fort, führend in der Produktion und dem Verkauf von vollständig dekarbonisierten Produkten zu werden.“ – Claudio Descalzi, CEO von Eni

Zum 1. Juli 2021 hat Eni gas e luce auch seine Satzung aktualisiert, um eine Benefit Company zu werden, als erstes großes italienisches Unternehmen im Energiesektor, das dies getan hat. Benefit-Unternehmen integrieren das unternehmerische Ziel, positiv auf Gesellschaft und Umwelt zu wirken gleichrangig neben dem Ziel, Gewinne zu erwirtschaften, und verankern dies in ihrer Unternehmensphilosophie. Indem Eni gas e luce eine Benefit Company wird, übernimmt sie eine gesetzliche Verpflichtung, die Interessen ihrer Aktionäre mit denen der Öffentlichkeit und anderer Interessengruppen in Einklang zu bringen.

Quelle: Eni – Pressemitteilung vom 05.08.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Eine Übernahme von Ladeinfrastruktur durch Mineralölfirmen kann das Verbrennerzeitalter verlängern.
Durch die Installation von Schnellladern an Tankstellen können die Umsätze im Tankstellenshop und an der Waschanlage hochgehalten werden.
Dadurch können Tankstellen auch nach teilweisem Rückbau von Zapfsäulen wirtschaftlich weiterbetrieben werden. Wenn es kein Tankstellensterben gibt, müssen Verbrennerfahrer erst später auf Elektro umstellen.

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