Elektro-Kleinwagen SVEN für Carsharing kommt noch… nur später

Elektro-Kleinwagen SVEN für Carsharing kommt noch... nur später

Copyright Abbildung(en): FEV

Corona hat dem Elektro-Kleinwagen SVEN, welcher vornehmlich im Carsharing zum Einsatz kommen sollte, einen Strich durch die Richtung gemacht. SVEN, kurz für „Shared Vehicle Electric Native“, wurde von der FEV-Mobilitätstochter Share2drive, eine Ausgründung der Universität Aachen, entwickelt. Doch „obwohl das Interesse von Investoren an Sven unverändert groß ist“ sorgt die Pandemie für eine Art Bremswirkung. Statt 2021 dürfte es nun 2023/ 2024 werden bis der Stromer auf die Straße kommt.

Der vollelektrisch angetriebene und vernetzte Dreisitzer der für geteilte Mobilität entwickelt wurde, ist gerade einmal 2,5 Meter lang, sowie 1,75 Meter breit. Angetrieben wird das urbane Stadtgefährt mit einem E-Motor mit 24 kW (33 PS). Seine Energie bezieht das Elektroauto aus einer Batterie mit 20 kWh, welche SVEN eine rein elektrische Reichweite von bis zu 140 Kilometer ermöglichen soll. Eine durchaus erfolgsversprechende Ausgangslage, wenn man ihn denn auf die Straße bringen würde.

In seiner damaligen Prognose peilte Share2drive, eine Ausgründung der Universität Aachen, das dritte Quartal 2021 an. Doch daraus wird aktuell erst einmal nichts. Wie Next Mobility erfahren hat rechne FEV damit, dass Sven etwa zwei Jahre später kommen wird, als ursprünglich geplant. 2018 hatte man mit dem Mönchengladbacher Versorgungsunternehmen NEW AG einen ersten Partner gefunden. Die Kooperation, die 2018 gezeichnet wurde, ist allerdings geplatzt.

Für NEW war der Ausflug in die Welt des vollelektrischen Carsharings nicht lohnenswert. Im Gegenteil, das Unternehmen bleibt auf 1,7 Millionen Euro sitzen. NEW soll sich nach Einschätzung der Bezirksregierung auf rechtswidrige Weise – nämlich ohne Ratsbeschluss und Anzeige bei der Bezirksregierung – an der Entwicklung von SVEN beteiligt haben. Der Versorgungsdienstleister musste sich aus diesem Grund mit einem dicken Minus von seinen Anteilen lösen. Dabei ist die Frage, ob sich ein großteils kommunales Unternehmen überhaupt an Share2drive beteiligen durfte noch gar nicht beantwortet.

Quelle: Next Mobility – Carsharing-Stromer „Sven“ soll mit Verspätung kommen

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Nein, der kommt nicht. Wie alle Gefährte von start-ups nicht mehr kommen, seit die großen Player im Geschäft sind. Gegen Großserienbau und Großserien-Einkauf von Kernkomponenten wie Akkus kommst du nicht an.

…wäre ja wirklich schade, wenn dieses echt schön „designde“ kleinfahrzeug nicht kommen würde!
und dann erst in 2 jahren, dann gibts wahrscheinlich etliche andere kleine…

Kurz nach dem Bekanntwerden des Dieselskandals hätten die kleinen E-Autos der Unis, wie z.B. der e.Go, echte Renner werden können, aber sie kamen bzw. kommen einfach zu spät.

Ich würde gerne mehr von den kleinen E-Autos auf den Strassen sehen, aber sie werden wohl aus China oder von den großen Autoherstellern kommen, aber kaum von Startups.

Kleinserien sind einfach zu teuer, wie beim 3-rädrigen SAM, der in Polen gebaut und für 15.000 Euro plus MwSt. angeboten wurde. Für diesen Preis (ohne Herstelleranteil) gibt es heute einen Dacia Spring Electric als E-Auto mit 4 Rädern und Platz für 4 Personen plus genügend Kofferraum – so ist die Realität.

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