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Peugeot 3008 Plug-In-Hybrid: Löwenherz mal zwei

Im Rudel der Löwen ist er einer der Hoffnungsträger. Schließlich gilt es, König Tiguan aus Wolfsburg ein bisschen was von seinem Revier streitig zu machen. Wenigstens am Auftritt soll das nicht scheitern, haben sie sich bei Peugeot gesagt und den 3008 rausgeputzt. Neue Front, neues Interieur, den Namen stolz auf der Motorhaube. Vor allem aber zeigen die Leuchten hinten Kralle und vorne Reißzahn – diese Botschaft ist unmissverständlich.

Beute machen wollen die Franzosen bei Kunden, die sich was gönnen wollen. Höherpositionierung der Marke nennen sie das bei Peugeot – und meinen damit keinen Angriff auf das Premium-Segment, wohl aber den Trend zu immer hochwertigerer Ausstattung. Und besonders hoch stehen Modelle im Kurs, die zum SUV-Design einen Akku an Bord haben.

Höher positioniert wird auch der Fahrer. Unter sich 22 Zentimeter Bodenfreiheit, thront er mit ordentlich Platz und muss den Blick kaum von der Straße wenden. Auch im gelifteten 3008 setzt Peugeot auf das i-Cockpit: kleines, tief sitzendes Lenkrad und über dem doppelt abgeflachten Kranz das Display. Serienmäßig digital und von bestechender Schärfe. Ungewohnt, aber nicht unpraktisch. So wie das Fahren per Strom halt auch.

Wolfgang Plank

Die deutsch-französische Achse des PSA-Konzerns erweist sich da im Wortsinn als starker Antrieb. Zum 200 PS starken Benziner in der Allrad-Version (ab 49 617 Euro) gesellen sich vorne ein E-Motor mit 110 PS und hinten einer mit 112. Macht in der Summe zwar bloß 300, schnickt den 3008 PHEV aber schick nach vorne. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 dauert keine sechs Sekunden. Disziplinierter bewegt sind mit der 13,2-kWh-Batterie bis zu 59 Elektro-Kilometer (WLTP) drin, wobei um die 40 der Realität näherkommen. Ein blaues Licht am Rückspiegel signalisiert die abgasfreie Fahrt nach außen – falls die Polizei mal kontrollieren sollte.

Das Ganze gibt es auch mit 225 PS Systemleistung und nur einem E-Motor für vorne (ab 42 989 Euro). Weil der aber – anders als die Heck-Wicklung – nicht ohne kräftezehrendes Getriebe drehen kann, kommt die Front-Version nur auf 56 Kilometer Strom-Radius. Auch der Standard-Sprint dauert knapp drei Sekunden länger. Weiterer Vorteil des Allradlers: Rein elektrisch kann man die Kraft der zwei Achsen bis Tempo 80 nutzen. Und keine Sorge: So leer lässt der 4WD den Akku nicht werden, dass zum Losfahren oder zur Stabilisierung des Hecks kein Saft mehr zur Verfügung stünde.

Wolfgang Plank

Apropos: Während der Fahrt lässt sich der Stromhaushalt über Fahr-Modi regeln – inklusive programmierbarer Rest-Reichweite. An der heimischen Steckdose dauert eine Komplett-Füllung gute sieben Stunden, mit Kraftstrom geht’s in vier und an einer Wallbox sogar in weniger als drei. Sorgen um die Batterie muss man sich erst mal keine machen. Acht Jahre (bis 160 000 Kilometer) gibt Peugeot Garantie.

Beide Modelle sind ab Werk mit der bekannt sanften Acht-Stufen-Automatik gekoppelt. Wer lieber selbst sortiert, hat allerdings ein Problem: Die starren Schaltwippen sind zu klein, um sie bei eingeschlagenem Lenkrad per Fingerzug bedienen zu können. Das Fahrwerk gibt sich nicht zu straff, kommt aber mit den knapp zwei Tonnen bestens zurecht. Ansonsten punktet Peugeots Jüngster bei 4,45 Metern Länge mit viel Luftigkeit auch in zweiter Reihe. Umso mehr, wenn man die Überkopf-Verglasung wählt.

Peugeot/Markus Heimbach

Mittig über der Konsole thront der neue Zehn-Zoll-Touchscreen für allerlei Bedienung – untermauert von einer klassischen Schalterreihe, die auch aus einem Flugzeug stammen könnte. Alle Hybrid-Modelle verfügen hier über eine spezielle Taste, die das Menü der elektrischen Funktionen aufruft.

Peugeot/Markus Heimbach

Als erster Importeur bietet Peugeot auf Wunsch Sitze an, die von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) zertifiziert sind. Sogar massieren lassen kann man sich. Ins Gepäckfach passen 395 Liter, bei umgeklappten Rücklehnen sind es mehr als 1,35 Kubikmeter – und an den Haken dürfen gebremst 1250 Kilo.

Peugeot/Markus Heimbach

Schon jetzt voll auf der Höhe ist das Angebot an Assistenzsystemen. Bereits in der Basis-Version wachen Helferlein über die Spur, erkennen Verkehrszeichen und warnen bei Crash-Gefahr. Gegen Aufpreis halten sie zudem Abstand, bringen den 3008 auf Kurs, äugen in tote Winkel und bremsen sogar bis zum Stillstand. Ein Zustand, der dem doppelten Löwenherz so gar nicht liegt…

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Alles Ok Peugeot, aber der Akku sollte doppelt so gross sein, für einen PHEV des heutigen Stands der Technik. Da sind MB,BMW und Polestar weiter, und kriegen die E Reichweite von praktisch gegen 150 Km hin.

Ganz sicher ist da Alles Leder und fast mit Gold verziert und die Spaltmasse sind sicher auf 1 Müh genau.

Aber: „Rein elektrisch (56km) kann man die Kraft der zwei Achsen bis Tempo 80 nutzen.“

Das ist ja unglaublich. Sieht aus wie ein Verbrenner Panzer, hat tausend Knöpfe, Panels, Schalter, ist die Anti-Aerodynamik in Person mit einem Fahrer auf einem Hochsitz und kostet fast 50k Euro und dann nur für einen Zwitter ?

Dieses Auto personifiziert Alles was ich nicht brauche und hat nichts was ich im Alltag wirklich haben möchte. Irgendwie etwas aus dem längst vergangenen Kolbenzeitalter und der Drehwahltelefone.

Etwas das auch bei BMW, Audi oder Mercedes hätte produziert werden können und das jeder der noch in der Vergangenheit denkt und lebt fahren würde.

Markus, nicht nur bei MB und BMW auch bei VW, Renault, Polestar und fast allen andern. Nur bei denen nicht, wo du einen davon fährst……

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