Peking forciert Kampf gegen Smog und will deutlich mehr E-Autos auf die Straße bringen

Peking forciert Kampf gegen Smog und will deutlich mehr E-Autos auf die Straße bringen

Copyright Abbildung(en): Volodymyr Dvornyk / Shutterstock.com

China hatte in der Vergangenheit großzügige Anreize gesetzt, um das Wachstum in der Elektrofahrzeugindustrie und verwandten Bereichen zu fördern und die Verbraucherpreise zu senken. Mit dem Aufschwung der in dem Land New-Energy-Fahrzeuge genannten Pkw hat Peking in den letzten Jahren damit begonnen, diese Unterstützung langsam wieder zurückzufahren, und plant, sie bis 2020 vollständig einzustellen.

Peking setzt verstärkt auf E-Autos zur Smog-Bekämpfung

Und dennoch gibt es Lichtblicke. Erst Anfang Juni 2019 hat China bekannt gegeben, dass das begrenzte Kennzeichenkontingent für neu zugelassene Fahrzeuge aufgehoben wird. Zumindest, wenn es sich bei diesem Fahrzeug um eines mit Alternativem Antrieb handelt. Auch ansonsten setzt man weiterhin auf E-Autos, insbesondere wenn es um den Kampf gegen Smog geht. Denn wie nun bekannt wurde treibt die chinesische Hauptstadt Peking im Kampf gegen die schwere Luftverschmutzung den Wechsel auf umweltfreundlichere Elektro-Autos voran.

Bis Ende des Jahres sollen 400.000 Fahrzeuge, die rein batteriebetrieben, wasserstoffbetrieben oder Plug-In-Hybride sind, auf den Straßen der der Millionenmetropole unterwegs sein, wie die Verwaltung am Donnerstag als Zielvorgabe mitteilte. Ende 2018 waren es 225.000 Autos mit solchen Antrieben. Peking setzt beim Einsatz der E-Fahrzeuge vor allem auf Fahrzeuge im Bereich der Post oder als Ersatz von Diesel-Bussen im öffentlichen Verkehr. Des Weiteren wurde bekannt, dass Diesel-Fahrzeuge strenger kontrolliert werden. Mit den Maßnahmen will Peking vor allem die massive Smogbelastung senken.

E-Busse und Elektro-Taxis als Erfolgsfaktoren

Bereits im April 2019 konnten wir berichten, dass laut einem Bericht von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) Elektrobusse 2019 erstaunliche 270.000 Barrel Dieselbedarf einsparen werden – jeden Tag. Die überwiegende Mehrheit der Elektrobusse befindet sich in China, wo sich die meisten Großstädte dem 100-prozentigen elektrisch betriebenen öffentlichen Verkehrsmitteln nähern. Ebenfalls kann sich Peking ein Beispiel an Shenzens Elektro-Taxi-Flotte nehmen.

So waren bis Ende 2018 fast 20.000 reine Elektrotaxis auf den Straßen der Stadt unterwegs und machten 92 Prozent der Taxis der Stadt aus, so die Verkehrskommission von Shenzhen. Die Kommission gab zu verstehen, dass die anderen 8 Prozent entweder in Rechtsstreitigkeiten verwickelt sind oder noch keine Eigentümer gefunden haben, was den Austausch unmöglich machte. Indem die Taxiflotten elektrisch betrieben werden, wird die Stadt den CO2-Ausstoß um 856.000 Tonnen und die Menge anderer Schadstoffe, einschließlich Kohlenwasserstoffe um 4,38 Millionen Tonnen jährlich reduzieren, so die Kommission.

Quelle: Reuters – Peking forciert Kampf gegen Smog – Mehr Elektroautos sollen auf Straßen

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11 Antworten

  1. Vorteil der Chinesen, wenn der grosse Vorsitzende die Direktive ausgibt “Let’s go e-mobile” dann geben die Chinesen eben Strom 🙂
    Nachteil, wenn es die falsche Direktive ist wie bei Mao, na dann … . Bis jetzt geht “Let’s go e-mobile” auf jeden Fall auf und das ist gut so 🙂
    VW und vielleicht auch Audi ( dank VW MEB-Platform ) scheinen im Schnellzug China & Tesla mit zu fahren. 🙂

    1. Na, ob das so gut ist… China hat einen stetig wachsenden Strombedarf, den sie nach derzeitigem Stand aus neu gebauten Atom- und Kohlekraftwerken beziehen wollen. E-Mobilität ist schön und gut, und führt sicher zu einer gewissen Reduzierung des Smogproblems. Aber vor allem im Winter ist der Smog besonders schlimm, und dies sicherlich nicht nur wegen der Autos. Im Winter schmeißen viele Privathaushalte ihre Holzöfen an, zusätzlich zu den Emissionen der Kohlekraftwerke. Ebenso besitzen viele Haushalte und auch öffentliche Anlagen nur Klimaanlagen, die dann im Winter heiße Luft ausstoßen und den Strombedarf so erhöhen. Solange sich an der Strom- und Wärmeproduktion in und nahe den großen Städten nichts ändert, werden auch die vergleichsweise wenigen E-Autos nicht viel am Smogproblem ändern können, im Gegenteil – durch den erhöhten Strombedarf führt es zu noch mehr Feinstaub durch Kohle.

      1. Chinesen sind nicht klüger als wir Europäer, aber wenn ein Entscheid mal gefallen ist, dann brauchen sie nicht 10-20 Jahre oder noch länger bis sie starten. Dann setzen sie den Fokus auf ihr Ziel.

        Kontrovers diskutieren und nach Alternativen ausschau halten ist nie falsch, aber eben nicht endlos. Und das macht den Unterschied 🙂

        Sie haben recht, Ziel muss auch in China sein, jede Stromproduktion nachhaltig zu erzeugen. China hinkt aber auch da nicht so weit hinter Europa her oder ist bald ebenbürtig, zumal wenn wir uns den folgenden Bericht ansehen ( wohl verstanden, das muss nicht die Alleinige Wahrhet sein ): https://www.dw.com/de/erneuerbare-energien-china-%C3%BCbernimmt-europas-vorreitterrolle/a-42291799

        Wenn ich mir einmal die tausende von Industrieflachdachbauten in der Schweiz anschaue, dann stehen wir noch in den Kinderschuhen mit der Solarenergie. Es ist Alles eine Frage, wie nahe muss uns das Messer am Hals stehen und wann spucken wir endlich in die Hände und fangen mit Offensichtlichsten an. Technik ist bekannt und sie funktioniert.

      2. Nur bedingt richtig Ihre Aussage. Denn wenn man anstatt der Kohle, Diesel im Kraftwerk verstromt, hocheffizient im optimalen Bereich des Wirkungsgrads, mit den richtigen Filteranlagen, KWK, ist dies besser als den Treibstoff im Auto zu verbrennen und schont die Umwelt.

      3. laut Statisitik hat China letzes jahr mehr Geld für den Aufbau von erneurbarer Energie ausgegeben als Europa, USA & Japan zusammen
        jedes zweite Solarmodul wurde in China verbaut! außerdem konnte man dei der Porsche Taycan Präsentation erfahren daß das Porschewerk in China komplett mit Windstrom versorgt wird. Sie sehen China ist uns schon weit vorraus. Übrigens laut wikipedia hat China 2018 schon fast die vierfache Menge an Windenergie aufgebaut als Deutschland.

      4. Genau so ist es, Mann oder Frau sollten das ganze Problem sehen was Wir auf der Welt haben. Wir freuen Uns auf China Erzeugnisse, vergessen aber schnell wie Sie hergestellt werden.

        1. Was ist dann “das ganze Problem das wir auf der Welt haben” ?

          Können wir es in Europa nicht ertragen, wenn China schneller in Sachen Elektromobilität vorwärts kommt ? Ach ja, die Giga Germany muss ja unbedingt verhindert werden, wir brauchen immer zuerst 10-20 Jahre bis wir 1000 Studien durchdiskutiert haben und dann jammern wir, warum die Zukunft woanders stattfindet nur nicht bei uns. Wie eine Art bewusst auferlegte Selbstbeschränkung. Wir Schweizer sind da oft auch nicht viel besser, muss ich leider gestehen.

          Ich habe aktuell viel mit Polnischen Entwicklern zu tun. Tesla ist in Polen in Aller Munde, der Enthusiasmuss ist riesen gross und vielleicht ändert sich ja noch der Name der Giga Germany in Giga Poland 🙂

      1. Dann hören sie eindeutig zuwenig. China baut wie verrückt Solar- und Windenergieanlagen. Jahrelang wurde in China mehr als 50% des weltweiten Zubaus von Solar- und Windanlagen in China errichtet. In den letzten beiden Jahren sind endlich auch andere Länder aufgewacht und trotz steigenden Zuwachsraten in China ging der Prozentsatz von über 50% des weltweiten Ausbaues zurück.

  2. Ja von wegen bauen die im Fernen Osten alternative Stromerzeuger wie verrückt. Da sind wir viel weiter. Die gesamten Klimaanlagen die vor allem in den Hotels 24 Stunden laufen gehen nicht mit Naturstrom. Der öffentliche Verkehr und zum Teil auch die Züge noch per Dieselmotor. Nur Thailand befeuert ihre Taxis umweltfreundlich mit Gas.

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