Frankreich dominiert Europa in puncto E-Auto Absatz und CO2-Werte

Frankreich dominiert Europa in puncto E-Auto Absatz und CO2-Werte

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Erinnern wir uns an den Jahresbeginn, dann lässt sich festhalten, dass die französischen Pkw-Neuzulassungen im Januar einen deutlichen Rückgang der CO2-Emissionen verzeichneten – was nicht überrascht, da die französischen Elektroauto-Zulassungen einen Rekordmonat erreichten. Daran scheint sich auch im Februar nichts geändert zu haben. Denn Frankreich konnte sich abermals an die Spitze des europäischen Elektroautomarktes absetzen.

Frankreich weiterhin bei Zulassungen und CO2-Werten führend

Mit insgesamt 9.451 Zulassungen im Februar setzte sich Frankreich vor Deutschland (8.154 Fahrzeuge) sowie Norwegen (5.145 Fahrzeuge) ab. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr, im gleichen Zeitraum, lässt sich in diesem Fall mit 228,3 Prozent beziffern. Wobei der Marktanteil an den Gesamtzulassungen 5,6 Prozent betrug, damit leicht unter den 8,2 Prozent vom Januar. Norwegen seinerseits brachte es wieder auf stattliche 49,7 Prozent E-Auto-Anteil am PKW-Gesamtmarkt im Februar 2020. Die drei genannten Märkte machen übrigens knapp 60 Prozent der Gesamtzulassungen von E-Autos in Europa aus. Dies nur zur Einordnung.

Das Absatzvolumen vom Januar konnte Frankreich nicht beibehalten, hat aber dennoch mehr E-Fahrzeuge zugelassen, als zunächst vermutet. Hierbei ist festzuhalten, dass die inländischen Hersteller abermals zum starken Absatz im französischen Markt beigetragen haben. Um genau zu sein stammten über 75 Prozent der Zulassungen von inländischen Herstellern. Das Absatzplus an rein elektrischen Autos führte zudem zu vorzeigbaren CO2-Werten bei unserem Nachbarland. Die französischen Emissionen verzeichneten einen leichten Anstieg gegenüber dem Rekordtief von 96,0g/km (NEDC-BT) im Januar. Trotz des Anstiegs im Februar wieder über 100g/km war dies nach den CCFA-Daten immer noch der zweitniedrigste Wert in den Aufzeichnungen.

Deutschland erstmals unter 150g/km-Grenze bei CO2-Werten

Deutschland brachte es im Februar auf 8.154 zugelassene E-Autos und einem Anteil von 3,4 Prozent am Gesamtmarkt. Ebenfalls durchaus vorzeigbar. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr fiel mit 73 Prozent jedoch deutlich geringer als in Frankreich aus. Italien konnte im Vergleich zu Frankreich und Deutschland gar ein Wachstum von 912 Prozent gegenüber dem Vorjahr vorweisen. Brachte es aber auch nur auf rund 2.500 Zulassungen im Februar. Ein deutliches Signal, dass prozentuale Betrachtungen nicht ohne weitere Werte bewertet werden sollten.

Die durchschnittlichen Emissionen der deutschen CO2-Flotte aus den Pkw-Neuzulassungen fielen laut KBA-Daten im Februar unter 150g/km (WLTP). Dies war das erste Mal seit der Einführung des WLTP-Testzyklus, dass ein solcher Wert verzeichnet werden konnte. Mit Blick auf Österreich, welche die monatlichen CO2-Durchschnittsdaten der Hersteller auswerten, zeigt sich, dass die französischen Hersteller die ersten sind, die eine dramatische Reduzierung der CO2-Emissionen vornehmen. Renault setzt hierzu auf einen starken E-Anteil beim eigenen Absatz, Peugeot konnte seine CO2-Werte ebenfalls zum positiven beeinflussen. Selbst Toyota weißt einen niedrigeren monatlichen CO2-Durchschnitt vor, wobei dieser dort stärker von Hybriden und PHEV getrieben ist.

Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report Edition 02.2020

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