Vulcan und ABB arbeiten gemeinsam an klimaneutralem Lithium aus Deutschland

Vulcan und ABB arbeiten gemeinsam an klimaneutralem Lithium aus Deutschland
Copyright:

shutterstock / 2133126385| Symbolbild

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Vulcan Energy Resources hat eine Absichtserklärung mit ABB unterzeichnet, einem Technologiekonzern, der sich auf Elektrifizierung und Automatisierung spezialisiert hat. Diese Vereinbarung markiere den Beginn einer strategischen Partnerschaft, um gemeinsam an der ersten Phase von Vulcans Zero Carbon Lithium Projekt zu arbeiten. Ziel ist es, die Prozesse effizienter zu gestalten, die Lieferzeiten zu verkürzen und die Kosten für Vulcan zu reduzieren.

Wie aus entsprechender Mitteilung der Unternehmen hervorgeht, werde ABB seine Expertise in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung einbringen, um bei der Umsetzung des Projekts zu unterstützen. Durch diese Partnerschaft sollen Risiken minimiert und ein reibungsloser Übergang in die erste Phase des Projekts gewährleistet werden. Die frühzeitige Einbindung von ABB in das Projekt soll auch dazu beitragen, dass beide Unternehmen eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit schaffen.

Das Projekt von Vulcan hat das Ziel, am Oberrhein in Süddeutschland sowohl erneuerbare Energie als auch klimaneutrales Lithium zu produzieren. In der ersten Phase plant Vulcan, 24.000 Tonnen Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) an die Automobilindustrie in Deutschland und Europa zu liefern und rund eine Million Menschen in der Region mit erneuerbarer Wärme zu versorgen. Es handle sich hierbei um genügend Lithium für rund 500.000 Elektroautos, wie Vulcan in entsprechender Mitteilung ausführt.

„ABB soll ein wichtiger Lieferant von elektrischen und automatisierungstechnischen Geräten für die erste Phase von Vulcans Zero Carbon Lithium Projekt und auch über diesen Zeitraum hinaus sein. Diese Partnerschaft unterstreicht unser gemeinsames Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit im Bereich der grünen Mobilität und Energie“, so Cris Moreno, Managing Director und CEO von Vulcan.

Die Zusammenarbeit zwischen Vulcan und ABB gehe über die reine Projektplanung hinaus. Sie umfasse auch den Betrieb und die kontinuierliche Leistungsverbesserung der Anlagen. So wollen beide Unternehmen langfristig voneinander profitieren und eine nachhaltige Zusammenarbeit aufbauen. Die Absichtserklärung hat eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2024. Nach diesem Datum werden Vulcan und ABB entscheiden, ob sie die Partnerschaft in bestimmten Bereichen fortsetzen und wie die weitere Zusammenarbeit aussehen wird.

Auch Staffan Sodergard, Global Business Unit Battery Manufacturing Manager bei ABB Process Industries, äußerte sich positiv zur Partnerschaft. Er erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen ABB und Vulcan eine bedeutende Möglichkeit darstellt, um gemeinsam Know-how in der Batterieherstellung für den europäischen Markt bereitzustellen. Dies unterstreicht das Engagement von ABB, Innovation und Technologie in der Batterieproduktion voranzutreiben.

Quelle: Vulcan Energy – Pressemitteilung per Mail

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Batterieentwicklung

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

Daniel Krenzer  —  

T&E warnt: Weicht die EU das Verbrenner-Aus weiter auf, könnten 34 Batteriefabriken in Northvolt-Größe verloren gehen – ein Milliardendesaster.

Europas Batteriekrise: Morrow Batteries meldet Insolvenz an

Europas Batteriekrise: Morrow Batteries meldet Insolvenz an

Sebastian Henßler  —  

Morrow Batteries ist pleite. Warum scheitern Zellhersteller, wenn sie produzieren und Kunden beliefern? Der Fall gibt eine unbequeme Antwort auf die Frage.

Grünheide wird Teslas erste Komplett-Fabrik in Europa

Grünheide wird Teslas erste Komplett-Fabrik in Europa

Sebastian Henßler  —  

Tesla investiert 213 Millionen Euro in die Batteriezellfertigung in Grünheide und plant ab 2027 die komplette E-Auto-Produktion unter einem Dach in Europa.

FastBat: Maßgeschneiderte Batterien für Europas Zukunft

FastBat: Maßgeschneiderte Batterien für Europas Zukunft

Sebastian Henßler  —  

Prof. Kampker forscht nicht an Problemen, die keiner hat – sondern baut ein komplettes Batterieökosystem für Nischen, Drohnen und kritische Infrastruktur.

Togg und CATL-Tochter CAIT entwickeln B-Segment-Plattform

Togg und CATL-Tochter CAIT entwickeln B-Segment-Plattform

Sebastian Henßler  —  

CATL-Tochter CAIT und Togg entwickeln gemeinsam eine Fahrgestellplattform für drei B-Segment-Modelle – das erste davon soll 2027 in Serienproduktion gehen.

Batterieboom: Wer profitiert und wer nicht?

Batterieboom: Wer profitiert und wer nicht?

Sebastian Henßler  —  

Der E-Auto-Batteriemarkt legt global um 9,1 Prozent zu. CATL baut seine Dominanz weiter stark aus – Koreas Hersteller verlieren an Boden.

Deutschland Spitze beim Batterie-Recycling – auf dem Papier

Deutschland Spitze beim Batterie-Recycling – auf dem Papier

Sebastian Henßler  —  

Patente rund um das Batterie-Recycling wachsen jährlich um stolze 42 Prozent. Asien dominiert mit 63 Prozent, BASF und Duesenfeld führen Europas Spitze an.