Evergrande übernimmt Saab-Nachfolger NEVS komplett

Evergrande übernimmt Saab-Nachfolger NEVS komplett

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Die Evergrande Group, ein Fortune Global 500-Unternehmen mit Sitz in China, hat sich vor wenigen Tagen die letzten 17,6 Prozent Anteile am schwedischen Elektroautohersteller National Electric Vehicle Sweden AB (NEVS) gesichert, dem Nachfolger der legendären Marke Saab. Für die Anteile investiert Evergrande gut 380 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 338 Millionen Euro. Die Übernahme wird vollzogen, noch bevor Evergrande bzw. NEVS sein erstes Fahrzeug auf den Markt bringt. Mit der Präsentation des SUV Hengchi 1 wird in den nächsten Wochen gerechnet. Der Start der Serienproduktion soll 2021 erfolgen und den Auftakt zu einer Offensive mit mindestens 15 neuen Fahrzeugen markieren.

NEVS, dem die Hauptaktiva von Saab Automobile gehören, war zuvor zu 100 Prozent im Besitz von National Modern Energy, einer auf den Britischen Jungferninseln registrierten Holdinggesellschaft mit Sitz in Hongkong. Die Transaktion wurde am 10. Juni unterzeichnet und am 12. Juni abgeschlossen.

Die Komplettübernahme kam nicht unerwartet. In den Wochen vor dem Vollzug wurde bereits die Aktionärsstruktur von NEVS bereinigt. Am schwedischen Entwicklungs- und Produktionsstandort Trollhättan, dem einzigen Evergrande-Standort außerhalb Chinas, waren personelle Veränderungen und Abgänge zu beobachten. Wie sich die Übernahme auf das Münchner Start-up Sono Motors auswirkt, das sein Solar-Elektroauto in Trollhättan produzieren möchte, ist bislang noch nicht bekannt.

Ein weiteres NEVS-Werk soll in Shanghai entstehen. Im Hintergrund halten sich weiterhin Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit der Geely-Tochter Polestar und Koenigsegg. NEVS hält 20 Prozent an dem Hersteller von exklusiven Sportwagen.

Quelle: GlobalLegalChronicle — National Modern Energy’s $379.5 Million Sale Of Its 17.6% Stake In NEVS // SaabBlog — NEVS vor kompletter Übernahme durch Evergrande

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9 Antworten

  1. Die Chinesen mit ihren Sprüchen, sollen Sono einheizen. Wie man mit einem Fingerhut voll Strom vom Dach einen Hänger zieht………………

  2. Ob Sonomotors von Evergrande dann ebenso über den Tisch gezogen wird wie Microlino von Artega? Mit dem Unterschied, ein einvernehmliches Auseinandergehen wie in letzem Fall ist mit einer chinesischen Firma weniger wahrscheinlich.
    Die Zukunft des Autohandels ist nicht der Handel mit Automobilen, sondern mit Autofirmen, so scheint es.

    1. Warum:
      -Weil es Leute gibt die Geld verdienen möchten mit dem Verkauf von Neufahrzeuge
      -Weil eine ganze Wirtschaft aufrecht erhalten werden muss
      – usw. usw.

      Aber im Ernst. Wenn die Nachrüstung wirklich ein vollständiges Elektroauto ersetzen könnte mit gleiche technische Merkmale und zu einem attraktivem Preis dann würde dies ein durchaus interessantes Geschäftsmodell sein. Aber der Markt bestimmt ob dies gelingt oder nicht.
      Nenne mir bitte eine Firma die Verbrennerfahrzeuge umbaut womit ich mindestens 300km (WLTP) fahren kann und zudem schnellladen ohne alzu viel verlusst von Raumangebot.

  3. Wenn man ein E Auto wegen nicht zeitgemässer Software , nicht hinaus bekommt nützt auch eine eigene Plattform nichts. Fest steht aber, dass die
    Marktführer Tesla und Renault ihre Zugpferde gleich auf eine passende E Plattform stellten. PSA wird es für sowohl als auch versuchen . Wenn dies in der Fabrikation dafür zur Anpassung auf die Verkaufszahlen Vorteile bringt, warum nicht. Die Einheitsplattform bringt nur Vorteile in einem bescheidenen Leistungsbereich von ca 50 KW E Motorleistung bei hohen Stückzahlen. Darüber hinaus ist sie technisch nachteilig, weil entweder zu kurz oder zu lang.

  4. Ich Frage mich nun, ob SONO MOTORS nun doch gezwungen ist dem Deal beizuwohnen, ich Hoffe ja, damit der SION gebazt werden kann und auf die Strassen kommen kann.

  5. …wen zum heutigen Zeitpunkt die Erfindung Verbrennermotor (Diesel oder Benziner) eingereicht werden würde, wäre aus ökologischer Sicht keine Erfolgsaussicht/Zulassung möglich gewesen…

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