Evergrande übernimmt Saab-Nachfolger NEVS komplett

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Die Evergrande Group, ein Fortune Global 500-Unternehmen mit Sitz in China, hat sich vor wenigen Tagen die letzten 17,6 Prozent Anteile am schwedischen Elektroautohersteller National Electric Vehicle Sweden AB (NEVS) gesichert, dem Nachfolger der legendären Marke Saab. Für die Anteile investiert Evergrande gut 380 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 338 Millionen Euro. Die Übernahme wird vollzogen, noch bevor Evergrande bzw. NEVS sein erstes Fahrzeug auf den Markt bringt. Mit der Präsentation des SUV Hengchi 1 wird in den nächsten Wochen gerechnet. Der Start der Serienproduktion soll 2021 erfolgen und den Auftakt zu einer Offensive mit mindestens 15 neuen Fahrzeugen markieren.

NEVS, dem die Hauptaktiva von Saab Automobile gehören, war zuvor zu 100 Prozent im Besitz von National Modern Energy, einer auf den Britischen Jungferninseln registrierten Holdinggesellschaft mit Sitz in Hongkong. Die Transaktion wurde am 10. Juni unterzeichnet und am 12. Juni abgeschlossen.

Die Komplettübernahme kam nicht unerwartet. In den Wochen vor dem Vollzug wurde bereits die Aktionärsstruktur von NEVS bereinigt. Am schwedischen Entwicklungs- und Produktionsstandort Trollhättan, dem einzigen Evergrande-Standort außerhalb Chinas, waren personelle Veränderungen und Abgänge zu beobachten. Wie sich die Übernahme auf das Münchner Start-up Sono Motors auswirkt, das sein Solar-Elektroauto in Trollhättan produzieren möchte, ist bislang noch nicht bekannt.

Ein weiteres NEVS-Werk soll in Shanghai entstehen. Im Hintergrund halten sich weiterhin Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit der Geely-Tochter Polestar und Koenigsegg. NEVS hält 20 Prozent an dem Hersteller von exklusiven Sportwagen.

Quelle: GlobalLegalChronicle — National Modern Energy’s $379.5 Million Sale Of Its 17.6% Stake In NEVS // SaabBlog — NEVS vor kompletter Übernahme durch Evergrande

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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