Japan bereitet sich auf Porsche Taycan vor; ABB beginnt mit Aufbau eines landesweiten Ladenetzes

Porsche Taycan Designskizze Heckansicht
Porsche

Bekanntermaßen legt der Porsche Taycan seinen Erprobungs-Endspurt ein. Zeit sich Gedanken über die Ladeinfrastruktur für das erste E-Autov von Porsche zu machen. Zumindest in Japan, denn dort stellt ABB mit einem Schnellladenetz für den Taycan und weitere Elektro-Modelle des Herstellers, die Basis für den künftigen Erfolg der elektrifizierten Fahrzeuge. Installiert werden die ABB-Schnelllader an Porsche-Zentren und öffentlichen Einrichtungen in ganz Japan.

Mitte 2020 ist angepeilt, dass die erste Station in Betrieb gehen soll. Über den Umfang an Stationen wurde bisher kein Wort verloren. Man hat lediglich darauf verwiesen, dass man im Rahmen einer engen Kooperation an einer neuen Generation von Schnellladern arbeitet. Deren Leistung soll mehr als 150 kW unterstützen und mit dem CHAdeMO-Standard kompatibel sein. Der radikal neue Porsche soll noch dieses Jahr auf die Straße kommen.

Noch diesen Herbst soll der Taycan vorgestellt werden. Ab Ende 2019 soll er dann bereits auf den Markt kommen. Preislich soll der ehemals als Mission E bekannte Taycan zwischen dem Cayenne und Panamera und in der Nähe des Tesla Model S liegen, also zwischen 75.000 und 90.000 Euro.

Noch im Januar haben wir darüber berichtet, dass die Produktion des Porsche Taycan auf 40.000 Fahrzeuge pro Jahr verdoppelt wird. Aus gutem Grund, wie das Unternehmen zu verstehen gab. Denn wie auf dem Genfer Automobilsalon bekannt wurde, gibt es weltweit bereits mehr als 20.000 ernsthafte Kaufinteressenten für das erste E-Auto von Porsche.

Neben Japan investiert Porsche auch in den USA in die Ladeinfrastruktur. Die Rede ist von etwa 70 Millionen US-Dollar, welche Porsche in die Hand nimmt, um mehr als 700 Stationen an Händlerstandorten zu errichten. Die Rede ist hierbei von 800-Volt-Schnellladestationen, welche bei den derzeit 191 Händler errichtet werden sollen. Dank 800-Volt-Architektur soll sich an entsprechenden HPC-Schnellladern in vier Minuten Energie für 100 Kilometer Reichweite nachladen lassen. Die DC-Ladeleistung wird alle Voraussicht nach bei 250 kW liegen.

Quelle: Electrive.net – Japan: ABB baut für Porsche landesweites Ladenetz auf

Ein Kommentar

  1. 800V muss auf die Autobahn. Heute kann man einen Tesla an einem dem Supercharger mit bis zu 250kW laden, diese Stationen sind in der Nähe der Autobahn. Leider muß man runter von der Autobahn, was zusätzliche Minuten kostet.
    800V hat nur einen Sinn, wenn es die herkömliche Autobahntankstelle ersetzt. Heute fährt man zur Autobahntankstelle, tankt dort und muss dann noch bezahlen, was zusätzliche Minuten kostet. Dann erst kann man zur Toilette und noch einen Imbiß zu sich nehmen. Im Idealwert kostet der 800V Lader unter 1 Minute für das an und wiederabstecken des CCS-Steckers an das Auto. Während der Schnellladung geht man zur Toilette und kann noch einen Imbiß zu sich nehmen.
    Man könnte also Zeit im Vergleich zur Autobahntankstelle Zeit sparen.

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