e.GO Life Auslieferung: Eine Bestandsaufnahme – Serienfertigung mit angezogener Handbremse gestartet

e.GO Life Auslieferung: Eine Bestandsaufnahme - Serienfertigung mit angezogener Handbremse gestartet

Copyright Abbildung(en): e.GO Mobile AG

Mitte August hatten mich im Abstand von wenigen Tage mehrere Leser kontaktiert, ob wir etwas zum Auslieferungsstand des e.GO Life wüssten. Kurz darauf haben wir über den aktuellen Stand der Lage berichtet. Gleiches scheint sich Ende Oktober/ Anfang November zu wiederholen. Abermals können wir ein Update zum e.GO Life verkünden. Im Mittelpunkt stand stets die Frage, ob mittlerweile mit der Produktion begonnen wurde, ob man Serienfahrzeuge bereits fertigt oder bis wann mit dem Serienanlauf zu rechnen ist. Nachfolgend die Antworten.

e.GO Life: 100 Fahrzeuge gefertigt im September; keine Auslieferung erfolgt

Wir erinnern uns Verbesserungsmaßnahmen am Fahrzeug führten dazu, dass die Serienfertigung nicht wie geplant starten konnte. Geplant war, dass man im September etwa 50 Fahrzeuge ausliefere. Ab Oktober 2019 sollten circa 50 e.GO Life pro Woche produziert und ausgeliefert werden. Diese Pläne wurden jedoch nur teilweise umgesetzt. Die Auslieferung fand nicht statt; die Produktion nur abgeschwächt. Gefertigt wurden laut der e.GO Mobile AG 100 Fahrzeuge im September. Nachfolgend die Stellungnahme zum aktuellen Stand der Lage:

“Wir hatten unserer Entwicklung für deren Entwicklungsfreigabe versprochen, die ersten 300 e.GO Life einer erweiterten Auslieferungsfreigabe durch unseren Service zu unterziehen. Diese Service-Auslieferungsfreigabe dauerte zunächst mehrere Wochen. Sie ist inhaltlich sehr erfolgreich, da keine nennenswerten Mängel mehr festgestellt wurden. Somit können unsere Fahrzeuge in Zukunft ohne weitere Service-Freigabe direkt ab Werk ausgeliefert werden. Bis Jahresende sollen weiterhin 600 Fahrzeuge an unsere Kunden übergeben werden.”

Auslieferung von 4.300 e.GO Life bis Jahresende nicht zu stemmen

Ursprünglich war geplant 4.300 E-Autos bis Ende des Jahres auszuliefern. Im Anschluss daran wird das Unternehmen mit der Auslieferung der e.GO Life an alle weiteren Kunden beginnen, die zum jetzigen Zeitpunkt schon eine Vorbestellung getätigt haben. Nachdem die ESC-Tests alle bestanden wurden, sei nun geplant “noch so viele Fahrzeuge der First Edition wie möglich in diesem Jahr schon mit ESC” auszuliefern. Stets mit dem Hintergedanken, dass man “immer darauf achten muss, dass die jeweils homologierten Konfigurationen genau eingehalten werden.” Alle Vorbesteller wird man damit bis Anfang 2020 allerdings wohl nicht erreichen.

Auf die Frage, ob nun die jetzt ausgelieferten Fahrzeuge dem Serienstand oder immer noch der teils abgespeckten Variante entsprechen, wurde uns mitgeteilt, “dass es sich bei den ausgelieferten Fahrzeugen um die e.GO Life First Edition handelt.” 

“Für die ersten Fahrzeuge der „First Edition“ ist das ESC wegen der fehlenden Straßenfreigabe des Zulieferers noch nicht freigeschaltet. Bei allen e.GO Life, die ab Anfang Dezember 2019 ausgeliefert werden, ist aber das ESC dann freigeschaltet. Bei den anderen Fahrzeugen kann es nachträglich aktiviert werden.”

Serienfertigung läuft, wenn auch in geringer Stückzahl

Festhalten lässt sich allerdings, dass alle ausgelieferten e.GO Life First Edition bereits Serienfahrzeuge sind. “Wir produzieren jetzt 2- 3 Monate lang noch 50 Fahrzeuge pro Woche um die Supply Chain zu stabilisieren. Danach nähern wir uns der Kammlinie. Der Verkauf der frei konfigurierbaren Varianten des e.GO Life 60 und des e.GO Life 40 startet Anfang 2020”, so das E-Auto-Start-Up aus Aachen.

Nachfrage sei immer noch vorhanden wie man uns berichtet hat. “Bisher wurden knapp 400 Vorbestellungen in Kaufverträge überführt. Aktuell haben wir noch rund 3.000 Vorbestellungen. Die Rate derjenigen Vorbesteller, die im Anschluss an eine Probefahrt bei uns Ihre Kaufoption in eine feste Bestellung umwandeln, ist mit derzeit über 80% erfreulich hoch”, so die Aussage der e.GO Mobile AG uns gegenüber.

Die Stellungnahme und der Zwischenstand des Start-Ups zeigt, dass es nicht ganz einfach ist, im Feld der Automobilhersteller Fuß zu fassen. Aber zumindest ist erkennbar, dass die Richtung stimmt und die Serienreife Schritt für Schritt besser wird. Ein positives Signal, wie wir finden.

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13 Antworten

  1. Da habe ich dann gleich mal eine Frage an die Redaktion. Aufgrund des Beschlusses beim Auto Gipfel von Montag nachdem was man so hört hat man ja in die Tasche der Hersteller gegriffen und hat gesagt ihr müsst 1000 € mehr drauf legen bei einem Elektroauto dann legt der Staat aus der Mehrwertsteuer auch wieder 1000 € drauf. Hat man die Hersteller speziell hier die kleinen Hersteller gefragt oder greift man denen in die Tasche. Sie müssen oder müssen sie nicht. Ich denke das sollte mal diskutiert werden in den nächsten Tagen, damit man mal weiß was Sache ist am Markt bzw ab wann soll es denn gelten, was ist mit den Bestellungen die in Auslieferung sind, erst in Monaten bei anderen Herstellern was muss wer wann zahlen , Fragen über Fragen vielleicht kann die Redaktion hier etwas zur Klärung beitragen. Wir hatten nach den ersten Meldungen eigentlich geglaubt dass die Änderungs Regelungen ab Januar 21 gelten nach Auslauf der bisherigen Bafa-Förderung somit wäre auch zumindest das meiste klar, aber hört er jetzt mehr Lohn und liest Meldung und auch vom Spiegel gilt ab sofort meiner Meinung ist das unverzüglich…

    1. Bisher wurde kein “Starttermin” für die neue Regelung festgelegt. Soll aber noch im November erfolgen. Aktuell gehen wir davon aus, dass spätestens Januar 2020 damit gestartet wird und nicht erst mit Auslauf der derzeitigen Förderung.

  2. Ich warte seit 2 Monaten auf eine Probefahrt in Berlin, um meine Reservierung in eine Festbestellung umzuwandeln – keine Antwort auf meine Anfragen.
    Grüße, Dieter Lust

    1. @Dieter Lust. Sie meinen aber jetzt nicht uns mit der Probefahrt. Bei uns sind alle Anfragen abgearbeitet.
      Welches Model möchten Sie fahren und ggf. bestellen, vielleicht können wir helfen. Mail Anfrage reicht.
      Beste Grüße aus Berlin

  3. Die Ausagen der e – Autos produzierende Hersteller zu Lieferzeiten ähneln denen vieler Politiker. Viel versprechen fast zeitlich nichts halten. Da verwundert es nicht, dass eine Reihe sehr interessierter Käufer letztlich von ihren Kaufabsichten zurücktreten. Man kann nur auf Besserung hoffen und nicht auf immer variantenreichre Ausreden.

  4. Die kleinen hängen am Tropf der grossen, und wenn es nur deren Zulieferer sind – es kann nicht sein was nicht sein darf
    VW wird schon wissen wie das geht….

    1. Wenn einer behauptet dass es nicht Herbert Diess ist, der bei eGo auf der Bremse steht dann soll er bitte einen anderen nennen. Und das gilt ab sofort, unverzüglich ist das. …… In Berlin enden im Moment sehr viele Kommentare mit diesem Schabowski Spruch. Trotzdem ernst gemeint.

  5. Der Uniti One ist für mich das deutlich bessere Auto, und ausstattungsbereinigt kostet der One kaum mehr als der e.Go mit dem größten Akku.
    Bei Uniti ist bisher alles nach Zeitplan gelaufen und ich gehe davon aus das der Produktionsstart Mitte 2020 auch gehalten wird.

  6. Ich vermisse in dem Artikel eine Erklärung was mit der Abkürzung ESC gemeint ist.
    -European Stationary Test der Tedtzyklus für stationäre Dieselaggregate oder
    -European Song Contest aka. GP Eurovision de la chanson
    werden ja wohl nicht gemeimt sein ??

  7. Der Uniti One ist ein Auto und hat auch die European M1 safety homologation
    Dazu kommt das der Uniti One viele Sicherheitsfeatures bietet die beim e.Go nicht mal als Extra zu bekommen sind.
    https://www.uniti.earth/global/safety/

    Das einzige was beim Uniti fehlt ist der 4. Sitz.
    Das Manko wird dann später mit dem 5 Sitzer wieder gut gemacht 🙂

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