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Strategien für den mobilen Wandel – Zulieferer stehen unter Druck

Symbolbild
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Der Wandel hin zur Elektromobilität bedeutet Veränderung, nicht nur für die Automobilhersteller, sondern das ganze automobile Umfeld. Insbesondere Zulieferer bekommen den Druck zu spüren und müssen reagieren, wenn man auch noch beim Bau von elektrifizierten Fahrzeugen beteiligt sein möchte. Bestes Beispiel dürfte hierfür die Bosch AG sein. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei dem Unternehmen um den weltweit führenden Hersteller von Dieseleinspritzpumpen, nicht gerade das zukunftsfähigste Standbein aus heutiger Sicht.

Daher ist es durchaus nachvollziehbar, dass man, wie Bosch selbst mitteilt, weiterhin in den Diesel investiert, aber eben auch viel Geld und Zeit in die Entwicklung neuer Antriebstechnologien investiert. Man geht dort sogar so weit, dass die Aussage getätigt wird, dass man sich selbst „als den Anbieter mit der größten Bandbreite an Systemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“ sieht.

Aber nicht nur bei Bosch zeigt sich, dass sich Zulieferer auf Veränderungen im Markt und vor allem bei den Fahrzeugen einstellen müssen. Der Ludwigsburger Filterhersteller „Mann + Hummel“ sorgte beispielsweise vor wenigen Wochen mit einem Versuchsfahrzeug für Aufsehen, dass mit mehreren modernen Filtereinrichtungen ausgestattet war. Darunter befand sich beispielsweise ein Bremsstaubpartikelfilter, sowie ein auf dem Dach installierten Reinigungsmechanismus, der Feinstaub aus der Umgebungsluft abscheiden soll – und zwar etwa so viel, wie der Wagen selbst produziert.

Bei BorgWarner richtet man den Fokus auf die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen, Mahle tüftelt an neuen Produkten zur Optimierung des Verbrennungsmotors und Valeo konzentriert sich weiterhin auf antriebsunabhängiges Zubehör im Automobil, etwa Sensoren oder autonomes Fahren. Möchte jedoch zukünftig nun auch Vorne mitspielen, wenn es um das Thema Elektromobilität geht. Hierfür wurde bereits im vergangenen Jahr ein gemeinsames Joint-Venture-Projekt mit Siemens ins Leben gerufen.

„Valeo und Siemens schaffen einen weltweit führenden Anbieter innovativer und kostengünstiger Hochspannungskomponenten und -systeme für das gesamte Spektrum elektrisch betriebener Straßenfahrzeuge, einschließlich Fahrzeugen mit Hybridantrieb, Plug-in-Hybrid und mit reinem Elektroantrieb.“ Unternehmensmitteilung von Siemens

Man darf gespannt sein, ob die Zulieferer unter dem Druck des Wandels zu Diamanten werden oder sich doch in Staub auflösen. Einfach wird es sicherlich nicht.

Quelle: Bietigheimer Zeitung – Zulieferer unter Druck: Strategien für den mobilen Wandel

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