Scania: „Elektro-Lkw mit Förderungen sind wirtschaftlich tragbar“

Scania: „Elektro-Lkw mit Förderungen sind wirtschaftlich tragbar“
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Scania

Felix Katz
Felix Katz
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Nicht nur die Zukunft der individuellen Mobilität soll weitgehend elektrisch werden, sondern auch die die Zukunft der Transportindustrie – zumindest, wenn es nach dem Transportmittel-Hersteller Scania geht. Die Schweden möchten nämlich nach eigenen Angaben den Umstieg auf ein nachhaltiges Transportsystem vorantreiben. Das gelinge vor allem mit der von der Bundesregierung veröffentlichten, staatlichen Förderungen: „Damit können Investitionsmehrausgaben für Elektro-Lkw erheblich reduziert werden“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Zudem seien Scania Elektro-LKW noch in diesem Jahr lieferbar. Weiter heißt es: „Damit Kunden mit dem komplexen Transformationsprozess beim Wechsel auf Elektrofahrzeuge nicht alleine gelassen werden, bietet Scania eine ganzheitliche Betreuung an.“

Einen Diesel-Lkw durch einen Elektro-Lkw zu ersetzen, ist jedoch mehr als nur der Austausch eines alten Fahrzeugs gegen ein neues. Mit der Einführung von Elektrofahrzeugen betritt die Branche Neuland – dabei gibt es eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen: etwa die der Batterie, der Energieeffizienz, des Ladevorgangs und der Integration des Aufbaus. Diese müssten individuell auf die jeweiligen Einsatzgebiete der Kunden zugeschnitten sein, meint Stefan Ziegert, Produktmanager für nachhaltige Transportlösungen bei Scania Deutschland Österreich.

Der Wechsel zu einer elektrifizierten Flotte bedeutet, dass bewährte Prozesse und Flottenmanagementsysteme sowie die Logistikplanung und Infrastruktur grundlegend geändert werden müssen. All dies ist komplex, aber unvermeidlich, wenn Transportunternehmen die Elektrifizierung in Angriff nehmen. Nach der Auswahl eines für den Kunden geeigneten Elektrofahrzeugs setzt Scania die Beratungen fort. „Für die Transformation sind die staatlichen Fördermittel für Elektro-Lkw sehr hilfreich. Durch die finanzielle Entlastung im Vergleich zum Kauf von konventionellen Nutzfahrzeugen wird der Wechsel zu einem Elektro-Lkw immer attraktiver. Das besondere an Scania ist, dass wir die Auslieferung von Elektro-Lkw noch in diesem Jahr ermöglichen“, betont Ziegert.

In Deutschland gilt die Förderrichtlinie unter anderem für batterie- und (Oberleitungs-) hybridelektrische Fahrzeuge. Die Zuwendung bezieht sich auf die Anschaffung eines Neufahrzeugs, die in Höhe von 80 Prozent der Investitionsmehrausgaben im Vergleich zu einem konventionellen Dieselfahrzeug unterstützt wird. In Österreich ist das Förderangebot auf Elektro- und Wasserstoff-Lkw für die Klassen N2 und N3 mit bis zu 60.000 Euro pro Fahrzeug definiert.

Jedes Elektrofahrzeug von Scania werde als Komplettlösung angeboten. Diese umfasse das Fahrzeug und die Dienstleistungen, eine ausführliche Fahrzeugeinweisung, Partnerschaften mit Energieversorgern und eine langfristige Beratung. Des Weiteren können optional Fahrtrainings gebucht werden. „Das Wichtigste bei der Entscheidung für ein Elektrofahrzeug ist zunächst die Analyse der Routen und des Anwendungsgebiets. Hieraus lässt sich erschließen, wie der Bedarf des Kunden an einer Ladeinfrastruktur aussieht. Außerdem ist es wichtig zu verstehen, wann, wo und wie die Batterien des E-Lkw aufgeladen werden – vorzugsweise natürlich mit erneuerbarer Energie“, erklärt Ziegert. Das Bundesamt für Güterverkehr bezuschusst auch den Ausbau einer Tank- und Ladeinfrastruktur. Die Errichtung und Erweiterung einer erforderlichen Tank- und Ladeinfrastruktur erhält eine Förderung in Höhe von 80 Prozent der zuwendungsfähigen projektbezogenen Gesamtausgaben. Die kostensparsamste Alternative seien laut Unternehmen individuell angepasste Ladestationen, die den Kunden das Laden im Home Depot über Nacht ermöglichen. Auch in Österreich gibt es ein Programm namens Infrastrukturbonus zur Förderung der Ladesäuleninfrastruktur. Dabei werden zum Beispiel AC-Normalladepunkte bis zu 22kW und DC-Schnellladepunkte bis zu 100kW finanziell unterstützt.

Die Technologie von Elektrofahrzeugen in dieser Größenordnung ist neu. Neben der Ladeinfrastruktur müssen auch die langfristigen Wartungspraktiken der Fahrzeughersteller auf die Zukunft angepasst werden. „Das stellt neue Anforderungen an die Fähigkeiten, das Wissen und die Zertifizierungen der Werkstätten. Deshalb unternehmen wir große Anstrengungen, um unser Werkstattpersonal ausführlich rund um die Elektromobilität zu schulen“, so Ziegert.

Gerade bei Elektro-Lkw kommen maßgeschneiderte und flexiblen Wartungspläne zum Tragen, um damit einen zeitlich optimierten Werkstattaufenthalt für jedes einzelne Fahrzeug zu gewährleisten. Der Werkstattservice und die Ersatzteilversorgung von Scania biete eine Komplettlösung, um maximale Betriebszeit und langfristige Rentabilität zu gewährleisten. Gemeinsam werde der individuelle Bedarf ermittelt und alle nötigen Maßnahmen geplant, die den Kunden im Tagesgeschäft unterstützen sollen. Ein umfassender Reparatur- und Wartungsvertrag garantiere obendrein eine umfangreiche Abdeckung, Planbarkeit und Kostenkontrolle.

„Unabhängig davon, ob die Elektrifizierung eine große Bus-Flotte oder eine kleine Lkw-Spedition betrifft, ist es entscheidend, dass der Übergang für unsere Kunden praktikabel ist. Die Elektrofahrzeuge müssen in ihren täglichen Betrieb passen. Wir haben uns dieser Herausforderung gestellt und umfassende Lösungen entwickelt, damit ein reibungsloser Ablauf funktioniert“, so der Produktmanager. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen ist in jedem Fall entscheidend für eine nachhaltige Transportindustrie mit deutlich geringeren Kohlenstoff- und Geräuschemissionen.

Quelle: Scania – Pressemitteilung 

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Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

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