Knapp 1 Million Tonnen: Elektro-Lkw führen zu signifikanten CO2-Einsparungen

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Tobias Stahl
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Immer mehr Fahrzeuge in Deutschland sind rein elektrisch unterwegs: Inzwischen sind es knapp zwei Millionen batterieelektrische Pkw. Aber auch Logistik und Güterverkehr werden immer nachhaltiger. Datenexperten des Energieversorgers Eon haben diesen Umstand zum Anlass genommen um auszurechnen, welchen Einfluss die in Deutschland zugelassenen E-Autos und die schnell wachsende Anzahl der E-Lkw auf die CO2-Emissionen haben. Allein der Umstieg auf E-Transporter und -Lkw führt demnach bereits zu beeindruckenden CO2-Einsparungen.

„Auch im Transportwesen setzt sich die Elektromobilität als Antrieb der Zukunft durch und zeigt bereits ein starkes Momentum: In Deutschland sind aktuell circa 109.000 rein elektrische Lkw und Transporter zugelassen“, so Eon-Deutschland-Chef Filip Thon in einer Pressemitteilung. „Nutzfahrzeuge bieten durch ihr Gewicht, die vielen Fahrkilometer und dem damit verbundenen, höheren Energieverbrauch ein riesiges Potenzial für Klimaschutz und die Verbesserung der Luftqualität, wenn wir konsequent auf Elektromobilität setzen.“

Zwar entfällt die Mehrheit der elektrischen Lastwagen mit rund 78.000 Fahrzeugen auf Transporter, gefolgt von gut 21.000 kleinen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 12 Tonnen. Hinzu kommen knapp 10.000 schwere Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 12 Tonnen sowie Sattelzugmaschinen für das Ziehen von Trailern.

Laut der Analyse spart der aktuelle Bestand elektrischer Transporter und Lkw bereits eine knappe Million Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr, wenn man den aktuellen deutschen Strommix zugrunde legt. Würden alle E-Transporter und -Lkw ausschließlich mit Ökostrom laden, lägen die Einsparungen bereits bei 1,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, rechnet der Energieversorger vor. „Und das bei einem Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge von erst 2,6 Prozent“, gibt Thon zu bedenken. „Durch die stringente Elektrifizierung dieser Fahrzeugklassen vom Transporter bis zum 40-Tonner können die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor signifikant gesenkt werden. Und vielen Vorurteilen zum Trotz können E-Lkw schon heute so wirtschaftlich sein wie ihre Dieseläquivalenten.“

Zum Vergleich: Ein typisches Einfamilienhaus mit Erdgasheizung und einem Gasverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr stößt jährlich rund 4 Tonnen CO2 durch das Heizen aus. Eine Einsparung von knapp einer Million Tonnen CO2 pro Jahr entspräche also dem CO2-Ausstoß von knapp 250.000 Einfamilienhäusern mit Gasheizung.

E-Autos vermeiden gut 4,2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr

Besonders viel CO2 wird laut den Eon-Berechnungen in NRW eingespart: Mit über 57.000 zugelassenen elektrischen Lkw und Transportern spart das bevölkerungsreichste Bundesland jährlich rund 604.000 Tonnen CO2 ein. Bayern vermeidet mit über 12.000 elektrischen Nutzfahrzeugen gut 134.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Besonders viele schwere E-Lkw über zwölf Tonnen sind anteilig indes in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

Der Bestand vollelektrischer Pkw in Deutschland ist 2025 auf knapp 2 Millionen gestiegen, mit rund 430.000 Fahrzeugen sind die meisten davon in NRW zugelassen. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen Bayern mit 370.000 und Baden-Württemberg mit 310.000 E-Autos. Die heute zugelassenen E-Autos sparen im Jahr beim aktuellen deutschen Strommix gut 4,2 Millionen Tonnen CO2 ein – das entspricht den Emissionen aus dem Beheizen von rund einer Million Einfamilienhäusern. Würden all diese E-Fahrzeuge ausschließlich Ökostrom laden, lägen die Einsparungen bei rund 5,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Das entspräche knapp einem Prozent der deutschen CO2-Gesamtemissionen im Jahr 2024.

Quelle: Eon – Pressemitteilung vom 16.02.2026

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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