Riesiger Solarschmetterling soll E-Auto laden und mehr

Riesiger Solarschmetterling soll E-Auto laden und mehr
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SolarButterfly

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Louis Palmer ist kein Unbekannter auf Elektroauto-News.net. Mit der WAVE-Trophy hat er eine E-Rallye geschaffen, welche die E-Mobilität und das Thema Nachhaltigkeit gekonnt in den Mittelpunkt stellt. Für noch mehr Aufsehen dürfte sein riesiger Solarschmetterling sorgen, mit dem er 90 Länder in vier Jahren bereisen möchte. Auf der Suche nach Lösungen für den Klimawandel.

Palmer gilt als Initiator der Initiative SolarButterfly. Dahinter verbirgt sich ein schweizerisches solarbetriebenes Häuschen in Form eines riesigen Schmetterlings, dass das Elektrofahrzeug, das es zieht, auflädt. Das alles geschieht, während Louis auf Suche nach Projekten und Pionieren zur Eindämmung der globalen Erwärmung um die Welt reist. Insgesamt 90 Länder wolle er besuchen, um zu sehen, wie sie zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. Außerdem sollen 1.000 Lösungen und Pioniere des Klimawandels identifiziert, dokumentiert und veröffentlicht werden, um Millionen von Menschen zu ähnlichen Maßnahmen zu inspirieren.

Das Solar-Wohnmobil in Schmetterlingsform sei dabei schon für sich selbst stehend ein praktisches Beispiel für ein nachhaltiges Leben ohne Kohlenstoffemissionen. Sicherlich mit am einzigartigsten ist die Tatsache, dass sich das Dach zu einem großen Solarpaneel (80 m2) oder „Schmetterlingsflügel“ entfalten kann. Durch dieses ist es möglich, das die Geräte im Inneren mit Strom versorgt und sogar das Elektroauto, das es zieht, aufgeladen wird. Der SolarButterfly kommt auf eine Länge von zehn Meter, bei einer Breite von 13 Meter, bei ausgezogenen Flügeln. Für den Aufbau des SolarSchmetterling setzt Palmer und seine Partner auf hochmoderne Materialien, darunter Kunststoffabfälle, die im Meer gesammelt und durch ein einzigartiges Verfahren so umgewandelt werden, dass sie als Hauptbaumaterial verwendet werden können. Er wird zur Zeit in der Nähe von Luzern gebaut.

Die Solarpaneele für die Flügel des SolarButterfly werden von LONGi geliefert, einem der Hauptpartner des Projekts. Die Vision von LONGi ist sehr komplementär zu SolarButterfly und stimmt mit ihr überein. Mit der Mission, „das Sonnenlicht zu nutzen, um eine grünere Welt zu schaffen“, hat sich LONGi verpflichtet, das weltweit führende Unternehmen für Solarenergietechnologie zu werden und den globalen Übergang zu nachhaltiger Energie voranzutreiben.

Wie in der dazugehörigen Mitteilung weiter ausgeführt wird, biete der SolarButterfly nicht nur Wohnraum für vier Personen, sondern auch ein integriertes Fernsehstudio, in dem Berichte über nachhaltige Lösungen und Pioniere aufgezeichnet und über soziale und konventionelle Medien verbreitet werden. Zudem sei es so, dass es einen hoch energieeffizienten Raum mit solarbeheiztem Wasser und Regenwassersammlung und -aufbereitung zum Trinken geben wird. Das Projekt SolarButterflly wird von einer Reihe weiterer Unternehmen unterstützt. Die Kosten für die vierjährige Reise und das Projekt werden durch Crowdfunding, Sponsoren und Partner auf dem Weg dorthin aufgebracht.

Das Projekt wird in mehreren Phasen durchgeführt, beginnend mit 22.000 Kilometern durch 32 Länder in Europa. Der geplanten Route zufolge wird der SolarButterfly dann fünf weitere Kontinente besuchen und am 12. Dezember 2025, pünktlich zum zehnten Jahrestag des Klimaabkommens, in Paris enden. Nach Europa (Mai bis November 2022) wird der SolarButterfly folgende Routen und Zeiträume durchlaufen:

1. Asien März – Oktober 2023
2. Australien November bis Dezember 2023
3. Nordamerika März 2024 – August 2024
4. Südamerika August 2024 – November 2024
5. Afrika Februar 2025 – August 2025
6. Europa August 2025 – Dezember 2025

Quelle: Per Mail

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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