Mobilwandel2035: Umweltministerium startet Wettbewerb für nachhaltige Mobilität

Mobilwandel2035: Umweltministerium startet Wettbewerb für nachhaltige Mobilität
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 626276075

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Das Bundesumweltministerium sucht Ideen für eine ökologisch sowie sozial nachhaltige Mobilität der Zukunft und hat dafür den Wettbewerb #Mobilwandel2035 gestartet. Mitmachen können Kommunen, regionale Netzwerke, Unternehmen, Hochschulen und andere wissenschaftliche Einrichtungen sowie Vereine und Verbände aus ganz Deutschland. Ein besonderer Fokus liegt auf der Digitalisierung des Verkehrs. Weitere Schwerpunkte bilden Lösungen für den Pendlerverkehr, den Wirtschaftsverkehr und Herausforderungen im ländlichen Raum.

Die Mobilität muss sich verändern für mehr Lebensqualität, Klima- und Umweltschutz. Gleichzeitig ändern sich die Rahmenbedingungen, weil mehr Menschen aus ländlichen Räumen in die Städte ziehen. Hinzu kommen die fortschreitende Digitalisierung und der demographische Wandel.

„Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass weniger Verkehr zu besserer Luft und auch weniger Lärm führt. Aber solche Einmaleffekte einer Krise sind kein nachhaltiger Wandel. Für mehr Umwelt- und Klimaschutz im Verkehr brauchen wir eine langfristige Perspektive. Die Digitalisierung ist ein zentraler Baustein für eine wirkliche Mobilitätswende. Mit dem Wettbewerb #Mobilwandel2035 wollen wir neue Impulse für eine umwelt- und sozialverträgliche Mobilität in den Kommunen fördern.“ — Svenja Schulze, Bundesumweltministerin

Mit dem Wettbewerb und der damit verbundenen Förderung will das Bundesumweltministerium Zukunftsprojekte für nachhaltige Mobilität voranbringen. Die Preisträger werden zusammen mit Akteuren vor Ort eine gemeinsame Vision des Verkehrs im Jahr 2035 entwickeln, diese in ein so genanntes Zielbild fassen und konkrete Schritte zu deren Umsetzung vorzeichnen.

Die Förderung unterteilt sich in zwei Phasen: Für die erste Förderphase, die von Juni 2021 bis März 2022 dauert, ist geplant, bis zu zehn Projekte aus den eingereichten Beiträgen auszuwählen und jeweils mit bis zu 150.000 Euro bei der Umsetzung eines Prozesses zur Erarbeitung eines Zielbildes für das Jahr 2035 zu unterstützen. Dieses Jahr wurde gewählt, weil es weit genug in der Zukunft liegt, um echte Visionen zuzulassen. In der daran anschließenden zweiten Förderphase, September 2022 bis August 2024, können bis zu fünf Projekte bei der Umsetzung erster Maßnahmen gefördert werden. Dafür stehen nach gegenwärtigem Stand rund vier Millionen Euro bereit.

Die Teilnahme am Auswahlverfahren ist mit einer Projektskizze möglich, die zusammen mit anderen Unterlagen bis zum 15. November 2020 online eingereicht werden muss. Nähere Informationen zu Ablauf und Bedingungen des Wettbewerbs gibt es auf der Webseite des Umweltministeriums

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit — Pressemitteilung vom 16.06.2020

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Politik

Rekordjahr für Elektroautos in Sicht, Kaufprämie setzt Impulse

Rekordjahr für Elektroautos in Sicht, Kaufprämie setzt Impulse

Michael Neißendorfer  —  

Das DIW legt eine detaillierte Auswertung der E-Auto-Förderung vor. Und richtet eine klare Botschaft an die Politik.

MiSpeL: Bundesnetzagentur baut Hürden für V2G wieder ab

MiSpeL: Bundesnetzagentur baut Hürden für V2G wieder ab

Daniel Krenzer  —  

Nach einiger Kritik überarbeitet die Bundesnetzagentur MiSpeL. Für bidirektionales Laden und Vehicle-to-Grid sollen wichtige Hürden fallen.

Nissan startet Forschungsprojekt zum autonomen Fahren

Nissan startet Forschungsprojekt zum autonomen Fahren

Maria Glaser  —  

Mit „ADventure“ will der japanische Hersteller in Großbritannien einen autonomen Mobilitätsdienst unter realen Bedingungen untersuchen.

Industrial Accelerator Act: Spanien schlägt Kompromiss vor

Industrial Accelerator Act: Spanien schlägt Kompromiss vor

Laura Horst  —  

In Hinblick auf die „Made in EU“-Kriterien stehen die Länder unter Druck, eine Einigung zu finden, welche Länder von Subventionen profitieren sollen.

Teslas FSD: EU-Abstimmung am 6. Oktober fällt offenbar aus

Teslas FSD: EU-Abstimmung am 6. Oktober fällt offenbar aus

Daniel Krenzer  —  

Teslas FSD Supervised dürfte in der EU – wenn überhaupt – später als erwartet freigegeben werden. Der Termin am 6. Oktober scheint zu platzen.

Nun fix: Umweltplakettenpflicht für E-Autos entfällt

Nun fix: Umweltplakettenpflicht für E-Autos entfällt

Daniel Krenzer  —  

Der Bundesrat schafft die Umweltplakettenpflicht für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen ab. Ein Beschluss des Bundestags war dafür nicht nötig.

Europas Batteriekapazitäten reichen für EU-Vorgaben nicht

Europas Batteriekapazitäten reichen für EU-Vorgaben nicht

Daniel Krenzer  —  

Eine neue ACEA-Studie warnt: Europas Batteriefertigung dürfte die geplanten EU-Lokalisierungsvorgaben zunächst nicht erfüllen können.