Interesse an Elektroautos wächst und wächst und wächst

Interesse an Elektroautos wächst und wächst und wächst

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Die Kurve zeigt steil nach oben: Seit Jahren schon wächst der Elektroautomarkt im deutlich zweistelligen Prozentbereich, mindestens, und das Jahr für Jahr, und zuletzt sogar noch deutlich schneller. Zuletzt sorgte die im Corona-Konjunkturpaket verankerte, abermalige Erhöhung der Umweltprämie, die direkte Förderung in Höhe von nun bis zu 9000 Euro auf den Kaufpreis, für einen deutlichen Nachfrageschub, wie die beiden großen Online-Neuwagenvermittler Carwow und Meinauto mitteilen.

Bei Carwow habe sich der Anteil der reinen Elektroautos an den Konfigurationen auf der Homepage von Mai auf Juni mehr als verdoppelt. Am 4. Juni — also an jenem Tag, an dem die höhere Prämie bekannt gegeben wurde — sei der Anteil von E-Autos an den konfigurierten Fahrzeugen bei Carwow im Vergleich zum selben Tag der Vorwoche von zehn Prozent auf 45 Prozent gestiegen. Hybride seien ebenfalls im Plus, wenn auch nicht ganz so stark. Der Geschäftsführer von Meinauto, Marco Steinfatt, spricht ebenfalls von einer Verdopplung des Anteils bei E-Autos und Hybriden von Mai auf Juni, von 13,2 auf 23,6 Prozent: „Wir sehen einen deutlichen Effekt der Umweltprämie auf die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen“, diese sei „sprunghaft gestiegen“. Am beliebtesten seien die Modelle VW e-up!, VW e-Golf und Renault Zoe. Auch das Portal Neuwagen24 verweist auf eine Anfrage des Spiegel auf ein deutlich gesteigertes Interesse an E-Autos. Neben dem VW e-up! seien vor allem die Modelle BMW i3, Honda e, Kia e-Niro sowie die elektrischen Varianten der Hyundai-Modelle Kona und Ioniq gefragt.

„Wir sind wieder auf Flughöhe“

Thomas Peckruhn, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und Skoda-Händler, sagt hingegen, dass der klassische Handel seit der erhöhten Prämie noch keinen großen E-Auto-Schub dfeststellen könne. Er verweist allerdings auch auf Unterschiede zwischen den einzelnen Marken: Nicht alle Hersteller können innerhalb kurzer Zeit ausreichend große Kontingente an Elektroautos zur Verfügung stellen. Deutlich optimistischer sehe der Autohandel Peckruhn zufolge die Mehrwertsteuersenkung, von der neben Elektroautos und Hybriden auch Benziner und Diesel profitieren. Diese sei bei den Kunden „sehr präsent“, so der ZDK-Präsident. Insgesamt sei zu beobachten, dass sich die Auftragseingänge wieder deutlich stabilisieren: „Viele Kollegen sagen: ‚Wir sind wieder auf Flughöhe.‘

Schon im Februar hatten Meinauto und Carwow deutlich Zuwächse bei Elektroautos festgestellt: „Wir sehen seit Oktober einen massiven Anstieg des Interesses“, sagte Carwow-Mitgründer Philipp Sayler von Amende vor einigen Monaten. In der ersten Februar-Hälfte lag dort der Anteil der Verkäufe von Elektro- und Hybridautos bei 34 Prozent. Meinauto sprach im Februar davon, dass sich der Anteil der elektrifizierten Antriebe bei den Anfragen seit dem Sommer verdreifacht habe.

Die positive Entwicklung zeigt sich auch in den aktuellen Neuzulassungszahlen des Kraftfahrt Bundesamtes: Im ersten Halbjahr 2020, in dem insgesamt gut 1,2 Millionen fabrikneue Pkw und damit 34,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019 zur Zulassung kamen, trotzten Elektrofahrzeuge dem rückläufigen Gesamtmarkt. Benziner (-43,6 Prozent), Diesel (-37,0 Prozent) und flüssiggasbetriebene Pkw (-81,3 Prozent) waren stark im Minus. Die alternativen Antriebsarten Elektro (+42,7 Prozent), Hybride (+54,6 Prozent), darunter Plug-in-Hybride (+199,8 Prozent) sowie Erdgas (+11,2 Prozent) erreichten hingegen zum Teil dreistellige Zuwachsraten und zeigten sich von Corona ziemlich unbeeindruckt.

Quelle: Autohaus.de — Elektroautos: Kaufprämie sorgt für mehr Interesse // Spiegel — Die Deutschen entdecken das Elektroauto // KBA — Pressemitteilung vom 03.07.2020

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18 Antworten

  1. Alle Hybrids verzeichnen allgemein den grössten Aufrieb. Also ihr reinen Verbrenner Onkel vergesst eure Meinung diese Autos können auf der Langstrecke und in der Stadt gar nicht rekuperieren. Hybrids egal welcher Form, sind die Lockvögel zum Umstieg auf die E Mobilität. Hinterher , wenn sie auf dem Geschmack sind , kaufen alle reine EV s. Und ihr unsauberen Verbrennerfahrer seid dann allein auf weiter Flur.

  2. @Strauss
    Stimmt! Ausnahmslos alle! Mein Nachbar auch! Zwei Toyota Hybride (zuletzt Plug-In) und jetzt, nach diesen Hybriderfahrungen, die übrigens auch den Abbau und die Abwesenheit des Stromkabels für den Plug-In nach einem Monat bis zu dessen Abgabe einschloss, hat er sich ein reines Elektro….. nein korrigiere, einen Toyota PROACE Verso mit Dieselmotor gekauft. Ergo aus dem Hybrid Helden wurde ein Verbrenner Onkel.

    1. Haha! Ich geniese mein BEV und was die Anderen fahren ist mit vollkommen gleichgültig. Wie soll man einen Autofahrer missionieren, der gar nicht weiß wie sich ein E-Auto fährt.

      1. Na ja, erstens will ich keine albernen Rennen fahren, zweitens hat mein Auto nur 100 kW. Nicht jedes E-Auto ist ein “Verbrennerkiller”. Das muss ja auch nicht sein. Aus dem Kindergartenalter bin ich raus.

    2. Komisch,dass Ihr Verbrenner-Fuzzis Euch immer häufiger auf Elektroautoseiten rumtrollt Scheint ja doch eine interessante und sinnvolle Technik zu sein!!!

  3. Auch wenn man KEIN E-Kfz kaufen will, bezahlt man über seine Steuern für jedes gekaufte schon mal 9.000€, ohne dass man selbst was davon hat. Das ist so ziemlich der Durchschnittswert, der für Privat-Pkw jährlich ausgegeben wird, wenn man den Gebraucht-Markt mit einberechnet. Noch weit vor Sinn und Unsinn steht nämlich der Preis!

  4. Muss ich wenn ich 2 Wochen in Dubrovnik Urlaub mache 2 Tage An und Abreise einplanen und kann man einen Anhänger ziehen?

    1. Müssen Sie sowieso, oder heizen Sie mit Anhänger 130km/h und mehr über die Bahn? Übrigens leben wir im 21 Jahrhundert. Da hat man bereits das Flugzeug erfunden. Wer fährt so weit um Urlaub zu machen? Nach der Rückfahrt braucht man direkt wieder Urlaub.
      Soll mir keiner erzählen, dass “macht Mir nichts aus” .
      Meiner Meinung nach, sind das alle selbst überschätzende Persönlichkeiten.
      Und übrigens, wenn der Leihwagen in Kroatien geschrottet wird, ist mir das persönlich egal!

  5. Ich mache nicht gerne den Erklärbär, aber wer sich ein Automobil “neu kauft” sollte sich grundsätzlich auf seinen geistigen Zustand untersuchen lassen. Warum, steht überall nur nicht im Mainstream.
    Zu den Verbrennern braucht man auch nichts mehr zu sagen, oder! Ende der Fahnenstange!
    Meist liegt hier noch der Wunsch eine Pennispumpe fahren zu wollen! Mustang, AMG, Porsche und so. Wer es brauch, bitte sehr!
    Hybride, ja, ist nicht einfach! Prius 1 war eine Revolution. Damals! Heute leider nicht mehr. Die ernüchternen Werte (hier bitte ausländische Studien heranziehen, die inländischen sind von der Autobranche erstellt worden) zeigen deutlich, übers Jahr gesehen zahlt man für einen Hybriden, im Bezug auf alle Kosten mehr wie für einen Diesel. Ist jetzt nicht klimafreundlich, das sollte man im Bereich Mobilität nicht machen. Ist nicht real. Klima und Individualverkehr sind Gegensätze.
    Was ich hundert Prozent weiß, mein EV ist um Längen sparsamer als mein alter Diesel. Bei mehr als 20.000 km im Jahr, ist das spürbar im Geldbeutel zu erkennen.
    Bitte einmal die Mühe mache und alle Fakten zusammen tragen und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.
    Wie gesagt Pennispumpe! Wer es mag?
    Es gibt Menschen, die wollen bei dem ganzen Lärm auf den Straßen und auf Arbeit, auch mal ein wenig dahin gleiten.

  6. Urlaub mit Anhänger in Dubrovnik? Begrenze einfach die Mitnahme von Schuhen und Kleidern pro Person auf 1 pro Tag für Frau und Töchter, dann kannst Du Dir einen Tesla leisten und kommst an einem Tag durch.

  7. Ich dachte, man fährt Elektroautos, um der Umwelt was Gutes zu tun? Und nun schlagen Sie vor, statt mit dem Auto doch lieber gleich mit dem Flugzeug in den Urlaub zu starten. Auf dem gleichen Kontinent. Was ist das für eine Logik? Mit dem Flugzeug setzt er erheblich mehr CO2 und Feinstaub, zudem noch klimawirksame Kondensstreifen frei als mit dem ältesten Diesel. Bleibt nur ein Schluß: Leuten wie Ihnen geht’s mit Sicherheit nicht um die Umwelt.
    P.S. Das männliche Glied schreibt sich “Penis”, nicht “Pennis”. 😉

  8. Von München nach Dubrovnik fährt man mit dem Diesel locker in 10 bis 11 Stunden. Man braucht nicht mal an die Tankstelle. Und wenn sich die Partner alle 2 Stunden ablösen ist das überhaupt kein Problem. Als Elektrofuzzy kann man davon nur träumen und plant schon mal je einen Tag mehr ein für Hin- und Rückfahrt. Und übrigens: Warum sollte man ausgerechnet im Urlaub auf sein TÜV-geprüftes, gut gewartetes eigenes Auto und dessen Sicherheit bei Unfällen verzichten und so einen alten, ausgeleierten Leihwagen fahren, bei dem die Bremsen nicht mehr richtig funktionieren und die Lenkung ausgeschlagen ist, die Sicherheitsgurte schon halb durchgescheuert? Aber jeder wie er will.

    1. Ja, natürlich geht das in 10-11 Stunden mit Fahrerwechsel nach Dubrovnic zu fahren. Aber dann braucht man mindestens zwei Tage um sich von diesen Strapazen zu erholen. Was hat das mit Urlaub zu tun?

  9. Easy Rider, Du bist aber eher ein “ Schwerfälliger“! Bist rein gar nicht informiert was heute in der E Mobilität Stand der Technik ist. Nicht nur TESLA, auch alle anderen Neuen die jetzt kommen, sogar der kleine Renault Zoe kannst du sofort haben, um mit CCS Lademöglichkeit schneller zu laden als Du daneben ein Kaffee mit Schinkenbrot zu Dir genommen hast.

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