Vitesco: Mit 800 Volt auf den chinesischen Markt

Vitesco: Mit 800 Volt auf den chinesischen Markt

Copyright Abbildung(en): Vitesco

Der Zulieferer Vitesco Technologies mit Sitz in Regensburg meldet einen weiteren Fortschritt bei seiner künftigen 800-Volt-Strategie. Wie der international führende Anbieter von Antrieben und Elektrifizierungslösungen in einer Mitteilung ankündigt, bereitet das Unternehmen den Produktionsstart für die Hochvolt-Technologie in China vor. Vor einem halben Jahr hatte Vitesco in diesem Zusammenhang einen 800-Volt-Inverter vorgestellt.

Der Motor passe zu der angekündigten EMR4-Plattform, heißt es. Stator und Rotor würden Teil des elektrischen Antriebsstrangs eines führenden chinesischen Herstellers. Vitesco wird die Teile auf einer neuen Linie an seinem Standort Tianjin produzieren, teilt das Unternehmen mit. Die vorausgegangene Entwicklung des Hairpin-Stators mit acht Lagen sei ein internationales Projekt gewesen. Der Produktionsbeginn für die neue 800-Volt-Technologie ist für das Jahr 2023 vorgesehen.

Mit seiner EMR3 Plattform produziert Vitesco nach eigenen Angaben mehrfach ausgezeichnete Achsantriebe in Großserie. Die zusätzliche 800-Volt-Technologie ergänze das Portfolio. Dieses umfasse nun alles von der Komponente bis zum kompletten Achsantrieb – und das in mehreren Spannungslagen. Moderne Siliziumkarbid-Technologie (SiC) verleihe dem neuen Motor eine hohe Effizienz, heißt es in der Mitteilung. Zudem handele es sich um die erste Antriebsmotor-Kon­struktion für Ölkühlung.

„Es erfüllt uns mit Stolz, zu dem eindrucksvollen Wachstum unseres chinesischen Kunden mit der Lieferung von Technologie  beizutragen“, sagt Vitesco-Manager Thomas Stierle. Dieser Erfolg basiere zum einen auf Entwicklungs- und Fertigungspräsenz in China aber eben auch auf der weltweiten Aufstellung des Unternehmens.

Der Übergang zur 800-Volt-Technologie sei wichtiger Teil einer Entwicklung, sagt Changsong Yu, Leiter des Geschäftsbereiches Electrification Technology in Asien. Sie biete schnelleres Laden, eine höhere Energieeffizienz und attraktive Fahreigenschaften. „Der chinesische Markt ist nicht nur von entscheidender Bedeutung auf globaler Ebene“, so Yu. „Es ist auch ein hart umkämpfter Markt, der offen ist für Innovationen und Premiumqualität, weil er beides schätzt.“ Die 800-Volt-Technologie stärke das Unternehmen dabei deutlich im Wettbewerb um führende Marktpositionen für die Elektrifizierung in ganz China.

Quelle: vitesco – Pressemitteilung vom 13. September 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Gut, für Leute die Physik in der Schule hatten, sind 800 V eine logische Entwicklung. Das werden in wenigen Jahren alle machen, letztlich gab es gar keinen Grund für 400 V. Näher an der Grenze der aktuellen Normen wären 900 V, aber eine gewisse Standardisierung senkt die Kosten.

Jedenfalls ist es gut für einen Zulieferer, zu zeigen, wie man diesen Trend begleitet. Das machen sie richtig. Bosch zeigt heute mit einer Meldung, wie man sich als Zulieferer eher ins Abseits kommuniziert.

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