Toyota gibt technische Daten seines ersten E-Autos bZ4X preis

Toyota-Elektroauto-bZ4X

Copyright Abbildung(en): Toyota

Toyota hat erste technische Details seines ersten komplett rein elektrischen Fahrzeugs vorgestellt, der Kompakt-SUV bZ4X. Er basiert auf einer eigens entwickelten und ausschließlich auf Elektroantrieb ausgelegten Plattform. Unter dem Kürzel „bZ“ („beyond zero“) will Toyota künftig eine ganze Reihe batterieelektrischer Fahrzeuge auf den Markt bringen. Der bZ4X macht den Anfang. Design und Technik entsprechen dabei weitgehend dem im Frühjahr vorgestellten Konzeptfahrzeug.

Den bZ4X gibt es in zwei Modellvarianten: Mit einem 150 kW starken Frontantrieb oder als Allradversion mit jeweils 80 kW auf jeder Achse, insgesamt 160 kW. Das frontangetriebene Modell braucht Toyota zufolge 8,4 Sekunden, um auf 100 km/h zu beschleunigen, der Allrad ist mit 7,7 Sekunden ein gutes Stück flotter. Die Höchstgeschwindigkeit liegt für Beie Varianten bei 160 km/h. Beide Versionen haben einen 71,4 kWh fassenden Akku zwischen den Achsen, der eine WLPT-Reichweite von mehr als 450 Kilometern ermöglichen soll. Die offizielle Premiere der Serienversion hat Toyota für den 2. Dezember angekündigt.

Durch das sogenannte „Single Pedal Drive“ lässt sich der Toyota bZ4X unabhängig vom Antrieb nur mit einem Pedal fahren: Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, verzögert das Fahrzeug dank verstärkter Bremsenergierückgewinnung – und das bis zum Stillstand.

Das neue Allradsystem hat Toyota in Zusammenarbeit mit Subaru speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt. Für perfekte Traktion lassen sich über das X-Mode Allradmanagement verschiedene Fahrmodi auswählen: Schnee/Schlamm, Tiefschnee und Schlamm (unter 20 km/h). Für besonders anspruchsvolles Gelände gibt es die Grip Control (unter 10 km/h).

Eine Wärmepumpe sowie ein spezielles Heizsystem sollen die Effizienz vor allem im Winter erhöhen. Zudem verfügt der bZ4X über einen CCS2-Anschluss, der das Aufladen an Schnellladesäulen mit bis zu 150 kW ermöglicht. Mit dem optionalen Solardach lässt sich zudem die Kraft der Sonne zum Aufladen nutzen. Es soll pro Jahr bis zu 1800 Kilometer an Zusatzreichweite einbringen.

Das Serienmodell prägt wie schon das Konzeptfahrzeug eine klare Optik, die nur E-Autos bieten. Denn die Frontpartie kommt ohne großen Kühlergrill aus. Das von schmalen Scheinwerfern und Aero-Elementen eingerahmte „Gesicht“ ist das Markenzeichen aller neuen batterieelektrischen Toyota Fahrzeuge, das Stärke und Präsenz vermitteln soll. Ein langer Radstand trifft zudem auf vergleichsweise kurze Überhänge. Die Folge ist eine geräumige Kabine mit fünf Sitzplätzen und großzügiger Ladekapazität.

Toyota-Elektroauto-bZ4X-LED
Toyota

Verantwortlich für Designfreiheiten und Platzverhältnisse ist die speziell für batterieelektrische Fahrzeuge ausgelegte neue, modulare Plattform e-TNGA, die Toyota gemeinsam mit Subaru entwickelt hat. Die Batterie wird dabei als Teil des Fahrgestells unter dem Fahrzeugboden montiert, was mit mehreren Vorteilen wie einem niedrigen Schwerpunkt, einer optimalen Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und einer hohen Karosseriesteifigkeit einhergeht. Mit dem optionalen Allradantrieb, der Elektromotoren an jeder Achse umfasst, biete das SUV eine hohe Stabilität und Agilität, ohne Einbußen bei der Offroad-Fähigkeit, wie Toyota mitteilt.

Die Seitenansicht prägt ein dynamisches Profil. Die niedrigere Motorhaube geht in schlanke A-Säulen über. Der Toyota bZ4X ist 85 Millimeter flacher als sein kompaktes SUV-Schwestermodell RAV4 Hybrid, weist aber kürzere Überhänge und einen um 160 Millimeter längeren Radstand auf. In Verbindung mit dem niedrigen Schwerpunkt, der ebenfalls aus der neuen Plattform resultiert, verleihen die Abmessungen dem Stromer eine gehörige Portion Sportlichkeit. Auch der Wenderadius von 5,70 Metern zeugt von der Agilität und Wendigkeit des Fahrzeugs.

Trotzdem ist der bZ4X ein echtes SUV: Bis zu 20 Zoll große Reifen in ausgestellten Radkästen und markante Schwellerverkleidungen sollen den Offroad-Charakter unterstreichen. Das Heck mit den auffälligen Rückleuchten und der präzise angewinkelten Heckscheibe soll die Fahrzeugbreite betonen.

Toyota-Elektroauto-bZ4X-Heck
Toyota

Für möglichst hohe Effizienz und Reichweite fährt das vollelektrische SUV mit zahlreichen aerodynamischen Details vor: Tief in die Ecken des vorderen Stoßfängers sind beispielsweise Öffnungen eingelassen, die einen sanften Luftschleier erzeugen. Eine Blende im schmalen unteren Kühlergrill leitet bei Bedarf außerdem Kühlluft zur Batterie und verringert den Luftwiderstand. Die vollständige Unterbodenabdeckung, ein zweigeteilter Dachspoiler sowie Heckdiffusor und -spoiler komplettieren den aerodynamischen Feinschliff.

Im Innenraum blickt der Fahrer auf eine niedrige Instrumententafel, die den offenen Charakter der Kabine hervorheben und zugleich die Sicht nach vorn verbessern soll. Durch den markentypischen, menschenzentrierten Ansatz können die Hände am Lenkrad und die Augen auf der Straße bleiben: Der sieben Zoll große TFT-Bildschirm des Instrumenten- und Informationsdisplay befindet sich oberhalb der Lenkradlinie und damit im natürlichen Blickfeld.

Toyota-Elektroauto-bZ4X-Lenkrad
Toyota

Die bis zu fünf Insassen, die im Toyota bZ4X Platz finden, profitieren außerdem vom langen Radstand. Er sorge nicht nur für große Beinfreiheit auf allen Sitzen, sondern auch dafür, dass zwischen den Hüftpunkten der vorderen und hinteren Passagiere ein Meter Abstand liegt. Der mit einem höhenverstellbaren Boden ausgestattete Kofferraum fasst ausstattungsabhängig bis zu 452 Liter Ladevolumen.

Mit dem vollelektrischen Toyota bZ4X debütiert auch die dritte Generation von Toyota Safety Sense: Das engmaschige Netz aus Assistenz- und Sicherheitssystemen biete dank neuer und erweiterter Funktionen einen noch besseren Schutz. Damit leiste es einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einem sicheren Straßenverkehr, in dem niemand mehr getötet oder schwer verletzt wird.

Toyota-Elektroauto-bZ4X-Cockpit
Toyota

Durch die Verbesserung von Millimeterwellenradar und monokularer Kamera lassen sich Gefahren früher erkennen, so Toyota. Das erweiterte Pre-Collision System entdecke entgegenkommende und einscherende Fahrzeuge frühzeitig und reagiere entsprechend, indem es die Geschwindigkeit anpasst und notfalls ein Bremsmanöver einleitet. Mithilfe von „Over-the-Air“-Updates wird die Software zudem kontinuierlich aktualisiert und weiter verbessert.

Toyota Beyond Zero

Der Toyota bZ4X ist das erste Modell aus dem neuen „bZ“-Portfolio. Das für „beyond Zero“ stehenden Kürzel signalisiert die Vorreiterrolle des Unternehmens in puncto Umweltschutz. Das erste elektrifizierte Modell der Marke wurde mit dem Prius, dem ersten Serienhybridfahrzeug der Welt, bereits 1997 und damit vor fast 25 Jahren eingeführt. Neben Hybridfahrzeugen offeriert der japanische Automobilhersteller auch Plug-in-Hybride und ein Brennstoffzellenmodell sowie mit dem neuen bZ4X nun auch das erste eigenständige, batterieelektrische Fahrzeug. Diese Mischung soll den Weg in die Klimaneutralität ebnen.

Mit verschiedenen Ansätzen und Initiativen will das Unternehmen darüber hinaus die Emissionen über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hinweg eliminieren – inklusive Herstellung, Vertrieb, Nutzung, Recycling und endgültige Entsorgung. Toyota beschränkt sich nicht allein auf die Emissionen, sondern geht darüber hinaus – eben „beyond“. Die Marke strebt eine bessere Mobilität an, durch Produkte und Dienstleistungen, die den Fahrspaß erhöhen, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleisten und zum Aufbau einer besseren Gesellschaft beitragen.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 29.10.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Nur „ungeliebten Kindern“ resp. Autos, die man nicht verkaufen will, gibt man solche Namen wie: bZ4X

Und macht das Armaturenbrett und das Heck auch noch extrem häßlich

Ist wie bei jedem Kind/Auto
geschmackssache…

Zu mnotzen gibt es wenig. Toyota bietet aufgrunde der Modellvielfalt für viele Menschen eben das was diese für IHR Geld wollen. und brauchen können. Warum in aller Welt sollte Toyota nur Limousinen anbieten. Es ist längst angekündigt, es kommen viele diverse Varianten…[email protected] Natürlich kann und will der grösste Autohersteller der Welt wie immer nix verkaufen. Man fährt die Abermillionen diverse Auto immer schon selber. Auch als Subaru und weitere Marken. Ferner glaube ich dass das hier manche Konkrrenten ins grübeln bringt: https://auto.oe24.at/thema/toyota-gibt-bei-super-batterien-fuer-elektroautos-gas-feststoffakkus-kommen/495879108

Dafür hat man andere schöne Besonderheiten zu bieten. Z.B. die Akkus > https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/toyota-bz4x-2022-elektrischer-rav4/

Manche Dinge sind ja noch irgendwie unklar, weil man offenbat noch nicht genau weiß, was in den diversen Versionen eingebaut wird.
Unklar scheint auch zu sein, was mit diesen TESLAs los ist, die ein Auto-Vermieter bestellt haben soll: https://www.t-online.de/finanzen/boerse/news/id_91074436/musks-tweet-sorgt-fuer-kurze-verwirrung-an-den-boersen.html. Aber wie es scheint lassen reine Gerüchte und Spekulationen die Aktien in die Höhe schießen. Dazu braucht man wahrscheinlich BEV-Aktien….. „100.000 Akku?“ ??? Man sollte immer daran glauben..

und leider kommt er ersmal nur mit einphasigen laden von bis zu 6,6kw und erst später mit einen richtigen 11kw lader

Eigentlich nur 5,3kW da in Deutschland 1 Phase von einem Gerät nur mit max 23A belatet werden darf 😉

… ich warte sehnsüchtig auf das Auto, weil ich es bald mit meiner PV-Anlage auf dem Dach laden kann …..

Warum den warten darauf, das Klima vlt. noch retten zu können? Dazu brauchen Sie gar keine PV-Anlage. Wäre ich noch jung, so würde ich ganz einfach mindesten 3/4 an Energie einsparen. Machen Sie doch Nachts das Licht aus, kaufen ein sinnvolles Auto, ein angemessenes Haus, und denken darüber verstärkt nach was man gar nicht braucht. Ich weiß, das geht nicht. Was heute schon fest seht, der Planet erledigt das ganz von alleine. Ich würde noch eine Weltreise machen, bevor es zu spät ist.
Werden Sie Musk und es besteht die Chance weltweit am Besten zu sparen. Vlt. denkt man sogar darüber nach:
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_91087014/klimasuender-superreiche-leben-wie-oekologische-vandalen.html
Was sagen Sie dazu?

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