Opel-Stammsitz wird CO2-neutral

Copyright Abbildung(en): Opel

Stellantis stellt am Deutschland-Sitz Rüsselsheim am Main die Weichen auf eine CO2-neutrale Zukunft: In den kommenden Jahren am Stammsitz der Marke Opel, die drei Jahre später in Europa ausschließlich rein batterie-elektrische Fahrzeuge anbieten wird, wird demnach ein grüner Campus entstehen, der 2025 fertiggestellt sein soll. Auf deutlich reduzierter Fläche in unmittelbarer Nähe zum modernen Fertigungswerk sollen hochmoderne Büros und Arbeitsstätten für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch aus Verwaltung, Forschung & Entwicklung und Vertrieb entstehen.

Der Standort Rüsselsheim leiste damit einen entscheidenden Beitrag zum Ziel von Stellantis, sich als Konzern CO2-neutral aufzustellen. Die Erfahrungen aus der Transformation des Standortes sollen auch für die Entwicklungen des Konzerns an anderen Orten weltweit genutzt werden.

Über die weitere Flächenentwicklung haben Stellantis zufolge bereits konstruktive Gespräche mit der Stadt und den Arbeitnehmervertretern begonnen und sollen in den nächsten Monaten fortgeführt werden. Insgesamt wird durch die Zusammenarbeit mit einem externen Investor von Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe ausgegangen. Stellantis verweist in seiner Mitteilung darauf, damit „ein deutliches Bekenntnis in die Zukunft seines Standortes Rüsselsheim“ zu setzen.

„Wir entwickeln hier einen CO2-neutralen grünen Campus − mit einem konsequenten Niedrigenergiekonzept, der umfassenden Nutzung von Solar-Panels auf allen Dächern und einer umfangreichen Begrünung, die Vorbildcharakter haben wird. Umweltfreundlichkeit und Effizienz werden bei uns großgeschrieben. Der neue Hauptsitz von Stellantis in Deutschland soll in die historische Gebäudesubstanz K40 eingebunden werden. Das sorgt für deutlich weniger Ressourcennutzung im Vergleich zu einem kompletten Neubau und macht gleichzeitig zu jeder Zeit die große industrielle Tradition unseres Unternehmens sichtbar. Insgesamt verbessern wir dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes, indem wir uns durch kürzere Wege effizienter aufstellen.“ – Uwe Hochgeschurtz, CEO Opel

Ralph Wangemann, Personalchef von Stellantis in Deutschland ergänzt, dass die Transformation der Automobilbranche, die auch Stellantis und Opel aktiv vorantreiben, in Rüsselsheim „besonders deutlich erlebbar“ werden soll: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich schon heute auf ihre künftige Arbeitsumgebung freuen. Wir schaffen einen hochattraktiven Campus mit modernster Arbeitsausstattung, hervorragender Erreichbarkeit und besten Voraussetzungen für ein flexibles von Kommunikation und Innovation geprägtes Arbeiten.

Schon jetzt wird in Rüsselsheim ein neues, effizientes Arbeitskonzept unter dem Namen „New Era of Agility“ eingeführt. Dies sieht eine Kombination aus mobilem Arbeiten und Präsenz am Campus vor. In modernen und flexiblen Arbeitsbereichen werde der Fokus vor allem auf Zusammenarbeit und kreativen Austausch gelegt.

Die Pläne von Stellantis bieten der Stadt Rüsselsheim wiederum die Chance, die Entwicklung der Stadt im Bereich der dann ehemaligen Opel-Werksflächen weiter voranzutreiben.

Stellantis beabsichtigt, ein CO2-neutrales Unternehmen und Marktführer bei emissionsarmen Fahrzeugen (LEV) zu werden. Ziel ist es, bis 2030 einen LEV-Anteil von 70 Prozent des Absatzes in Europa zu erreichen und von mehr als 40 Prozent in den USA. Alle 14 Marken des Konzerns haben sich verpflichtet, vollelektrifizierte Lösungen anzubieten. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, hat das Unternehmen einen Investitionsplan von 30 Milliarden Euro angekündigt. Stellantis plant, die Freiheit der Mobilität auf die effizienteste, kostengünstigste und nachhaltigste Weise zu gewährleisten.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 01.10.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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In Eisenach ist die Produktion bis Jahresende schon klimaneutral…;)

Last edited 18 Tage zuvor by David

Beides gut.
Die Tesla-Fabrik, wo die neuen MY her kommen, ist es sicher nicht.

Tesla ist klimaneutraler als die anderen Autohersteller, weil es keine Verbrenner im Programm hat und CO2-Zertifikate verkaufen kann, mit denen andere Hersteller ihre CO2-Bilanzen „frisieren“.

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