Rivian Adventure Network: Ex-Tesla-Mitarbeiter verpflichtet, um eigenes Supercharger-Netzwerk aufzubauen

Rivian Adventure Network: Ex-Tesla-Mitarbeiter verpflichtet, um eigenes Supercharger-Netzwerk aufzubauen

Copyright Abbildung(en): Rivian Motors

Ein wichtiges Kriterium, ob man sich für E-Autos begeistern kann oder eben auch nicht ist unter anderem die Ladeerfahrung, welche man mit diesen sammelt. Gestaltet sich dies als schwierig, umständlich oder gar vollkommen daneben, kann man schnell die Freude am Elektroauto verlieren. Branchenprimus Tesla hat dies mit seinem eigenen Supercharger-Netzwerk vorbildlich gelöst und nimmt diese Einstiegshürde mit Leichtigkeit. Andere wollen nachziehen, wie beispielsweise Rivian Motors.

Das Unternehmen ist noch gar nicht so lange in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Ende 2018 kam es Schlag auf Schlag bei Rivian Motors und das Unternehmen stellte seinen E-SUV Rivian R1S und seinen E-Pickup-Truck Rivian R1T vor. Diese Fahrzeuge nutzen die flexible Skateboard-Plattform des Unternehmens und werden im Produktionswerk von Rivian in Normal, Illinois, produziert. Die Rede war davon, dass die Auslieferungen Ende 2020 beginnen, nun wird es später. Zeit, welche man sinnvoll nutzen möchte.

Die meisten Autohersteller verlassen sich auf Lademetzwerke von Drittanbietern, um das Ladeerlebnis zu ermöglichen, aber Tesla entschied sich schon früh, ein eigenes Lademetzwerk aufzubauen und die sogenannte Ladeerfahrung mit dem Supercharger-Netzwerk zu kontrollieren. Rivian scheint nun einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen und arbeitet verschiedenen Quellen zufolge am eigenen „Rivian Adventure Network“. Unter anderem hat man hierfür Ex-Tesla-Mitarbeiter verpflichtet, welche bereits am Supercharger-Netzwerk mitgewirkt haben.

Im März stellte Rivian Carrington Bradley als Senior Manager für den Einsatz von Ladestationen ein. Bevor er zu Rivian kam, war Bradley fast sieben Jahre lang bei Tesla tätig und leitete zuletzt die Ladeprogramme des Unternehmens. Über seine Verantwortlichkeiten und Leistungen bei Tesla schrieb er auf LinkedIn:

„Aufbau und Leitung eines nationalen Teams von 11 Projektmanagern für den Entwurf, die Genehmigung und den Bau von Aufladestationen für Elektrofahrzeuge. Unter meiner Leitung skalierte das Team von 50 auf 150 abgeschlossene Standorte pro Jahr. Weltweit ist das Supercharger-Netzwerk das größte Gleichstrom-Schnellladenetz der Welt, das über 1.900 Standorte und 17.000 Parkplätze in 37 Ländern umfasst.“

Des Weiteren hat Rivian, etwa zur gleichen Zeit, Sara Eslinger als „Sr. Product Manager, Charging Infrastructure at Rivian“ eingestellt. Diese war zuletzt für Lyft tätig, davor sechs Jahre lang für Tesla im Bereich der Ladeinfrastruktur. Rivian hat auch Kit Ahuja als Direktor des Rivian Adventure Network eingestellt, der zuvor als Manager bei Tesla tätig war. Zuletzt arbeitete dieser bei Enel X, das ebenfalls im Elektroauto-Ladegeschäft tätig ist.

Der Autohersteller hat bereits früher sein Bestreben erwähnt, ein eigenes Ladenetzwerk aufzubauen: „Wir werden einen Teil unserer eigenen Ladeinfrastruktur aufbauen, darunter viele der Outdoor-Destinationen, für die unsere Fahrzeuge konzipiert sind.“ Einige wenige, weitere Details wurden nun bekannt. Zunächst sei der Aufbau des eigenen Ladenetzwerks im Gelände, Nationalparks und Wohnmobilparks geplant. Für seine Gleichstrom-Ladestationen peilt das Unternehmen eine Leistung von bis zu 200 kW ans und jedes Ladegerät soll in der Lage sein zwei Fahrzeuge gleichzeitig aufzuladen.

Da Rivian-Besitzer durch den CCS-Ladeport Zugang zu allen Netzen von Drittanbietern haben, wird sich der Autohersteller auf abgelegene Standorte konzentrieren, um die Lücke zu schließen und Abenteuer in der Wildnis zu ermöglichen. So wurde unter anderem mitgeteilt, dass das Unternehmen eine seiner ersten Ladestationen der Marke Rivian in Moab, Utah, aufstellen will. Die ersten Standorte sollen im nächsten Jahr ans Netz gehen.

Quelle: electrek.co – Rivian Adventure Network: electric pickup maker hires Tesla staff to build charging network

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Eine Antwort

  1. Man stelle sich vor, es gibt bei einer Autobahnraststätte je eigene Ladestationen für Tesla, Rivian, VW++, PSA++, Toyota, Hyundai/Kia, Renault-Nissan, Daimler, etc. Natürlich von jeder Sorte mindestens 3, weil ja statistisch schon mal mehrere gleichzeitig laden wollen. Hätte man beim Benzin oder Diesel auch machen können, die waren keineswegs standardisierter als Strom heute.
    Daraus folgt: Es ist ein absoluter Blödsinn und jeder Automobil-Hersteller mit einer grösseren eigenen Ladeinfrastruktur wird langfristig daran zugrunde gehen.

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