Renault startet Second-Life-Projekte mit mehr als 20 MWh in Frankreich und Großbritannien

Renault-Advanced-Battery-Storage-Elektroauto-Batterie

Copyright Abbildung(en): Renault

Der Autohersteller Renault setzt sein ganzheitlich ausgelegtes Engagement für nachhaltige Mobilität fort und wirkt mit zwei neuen Projekten auf das gesamte elektrische Ökosystem ein: Mit einem Advanced Battery Storage-Projekt in Frankreich und einem SmartHubs-Projekt in Großbritannien hat Renault zwei große Projekte in Europa mit Second-Life-Batterien gestartet mit einer Gesamtkapazität von mehr als 20 MWh an zur Verfügung stehender Energie. Das gemeinsame Ziel der Projekte besteht darin, die Lücke zwischen Stromverbrauch und -produktion zu schließen, um den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix zu erhöhen. Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage im Stromnetz durch die Integration verschiedener Energiequellen trotz schwankender Produktionskapazitäten aufrechtzuerhalten.

Das Werk von Georges Besse in Douai beherbergt die erste Advanced Battery Storage-Installation in Frankreich. Advanced Battery Storage basiert auf in Containern zusammengestellten Elektroautobatterien. Renault strebt an mehreren Standorten in Frankreich eine installierte Leistung von gut 50 MWh an. Der Standort Douai verfügt über eine installierte Gesamtkapazität von 4,7 MWh mit Second-Life-Batterien zum einen sowie neuen Batterien zum anderen. Letztere werden dort aufbewahrt und frisch gehalten, um im Fall eines notwendigen Akkutausches in einem Elektroauto verbaut zu werden.

Renault-Second-Life-Batterie-The-Mobility-House

Das Projekt ist Teil der Strategie der Groupe Renault, ein intelligentes elektrisches Ökosystem zu entwickeln, um die Energiewende zu beschleunigen. Der Großspeicher dient dazu, um die Stabilität der Netzfrequenz aufrecht zu erhalten. Ein Service, den Netzbetreiber übrigens großzügig entlohnen. Pro Jahr sind mit einem Elektroauto-Akku mehrere hundert Euro an Erlösen im Bereich des Möglichen. Der stationäre Energiespeicher reguliert und stabilisiert das Stromnetz, indem die Batterien bei geringem Strombedarf – etwa nachts – aufgeladen und die in diesen Batterien enthaltene Energie wieder in das Stromnetz eingespeist wird, sobald der Bedarf hoch ist – etwa zu den Lastspitzen am Morgen und am Abend.

Das Projekt Advanced Battery Storage wird in Zusammenarbeit mit der Banque des Territoires und dem deutschen Energie- und Technologieunternehmen The Mobility House durchgeführt. Es soll die Fähigkeit der Gruppe zeigen, Umweltprobleme zu antizipieren und mit neuen Dienstleistungen Möglichkeiten für Innovationen zu bieten.

Energie für gut 1700 Haushalte

Das SmartHubs-Projekt mit Connected Energy befindet sich in West Sussex, Großbritannien. Second-Life-Batterien aus Renault-Elektroautos werden hier zusammen mit anderen Technologien als Teil eines lokalen Energiesystems betrieben, um sauberere und kostengünstigere Energie für den Einsatz in Sozialwohnungen, Verkehr, Infrastruktur, Privathäusern und lokalen Unternehmen bereitzustellen. Die Second-Life-Batterien werden in die speziell entwickelten E-STOR-Systeme von Connected Energy integriert.

Im Rahmen des SmartHubs-Projekts werden mehrere 360-kWh-E-STOR-Systeme an Industrie- und Gewerbeflächen installiert, von denen einige mit Solarmodulen und Lademöglichkeiten für Elektroautos ausgestattet werden, um Standorten dabei zu helfen, die Energiekosten zu senken und die Nutzung erneuerbarer Energien zu optimieren. Ein großes E-STOR-System mit rund 1000 Second-Life-Batterien zur Speicherung von 14,5 MWh Energie wird ebenfalls installiert. Dieses wird ebenfalls dafür genutzt, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Es kann genug Energie speichern, um gut 1700 durchschnittliche Haushalte einen ganzen Tag lang mit Strom zu versorgen.

Das SmartHubs-Projekt ist eines von vier von der britischen Regierung initiierten Projekte zur Gestaltung der Energiesysteme der Zukunft. Es wird von einem Konsortium unter der Leitung von Connected Energy mit den Partnern Moixa, PassivSystems, ICAX, der Newcastle University, dem West Sussex County Council und Innovate UK durchgeführt.

Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 21.10.2020

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Endlich eine greifbare Lösung was mit gebrauchten Batterien geschieht. Die sind weitere Argumente pro Klimaschutz betreffend E Mobilität.
Kann sicher nicht schlecht sein wenn der Nachbar England auch mitmacht.

Nur Deutschland experimentiert lieber als Massenmarkt Taugliche Anlagen zu Produzieren, wieder ein Markt der für uns flöten geht…
Bis Deutschland soweit ist rennen wir nur noch hinterher…

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