Opel will Händler zu einer Elektroquote zwingen, um Flottenverbrauch-Strafzahlungen zu vermeiden

Opel legt Händler Elektroquote auf
OPEL AG
OPEL

Ende vergangenen Jahres hat OPEL einen Ausblick auf die elektrifizierte Zukunft ab 2019 gegeben. Mittlerweile wissen wir, dass der Opel Corsa-e, der Opel E-Astra als auch ein vollelektrischer Vivaro eine Rolle spielen werden. Das Unternehmen selbst will die Elektrifizierung des Portfolios nutzen, um den eigenen Händlern eine Elektroquote aufzuerlegen. Doch diese spielen nicht mit.

Hintergrund der angestrebten Elektroautoquote ist der durchschnittliche Flottenverbrauch der Neuwagen von Opel. Wenn dieser Wert ab 2020 zu hoch ist, drohen den Herstellern Milliarden Strafzahlungen. Deswegen will der Hersteller nun den Händlern in der Vertriebsrichtlinie 2020, bei Opel “Commercial Policy” genannt, vom CO2-Ausstoß abhängige Monatsziele vorgeben. Diese sieht unter anderem vor, dass jeder Händler verpflichtet wird, acht Prozent seines Monatsziels mit Elektrofahrzeugen zu erfüllen. Diese sollen sich zu ca. drei Prozent auf den Corsa-e und fünf Prozent auf den Grandland Hybrid aufteilen. Erfüllt das Autohaus diese Vorgaben nicht, erhält es keinen Qualitätsbonus.

Die Händler sind allerdings der Meinung, dass die Elektroquote angesichts der fehlenden Nachfrage nicht zu erreichen sei. Des Weiteren stehe die Preisgestaltung für Corsa-e und Grandland PHEV dem Absatzziel entgegen. Diese sei nicht marktgerecht. Der Corsa-e soll beispielsweise mit einer Leasingrate von 299 Euro zuzüglich einer Leasingsonderzahlung von 4.194 Euro vermarktet werden. Nach Aussage des Opel-Händlerverbandes (VDOH) sei dies den Kunden “schlichtweg nicht vermittelbar”.

Sollten die Opel-Händler in der Tat ihre Absätze an die Erreichung der monatlichen CO2-Durchschnittswerte koppeln, würde dies laut der VDOH zu geradezu grotesken Szenen führen. So müssten Händler, welche viele größere Modelle verkaufen wie beispielsweise den Opel Insignia, auf manches Geschäft verzichten, um sich nicht einer existenzbedrohenden Bonuskürzung auszusetzen. Deswegen wird befürchtet, dass die Händler gezwungen sind, mit fast dem kompletten Zielerfüllungsbonus den Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu subventionieren, um die Zulassungsziele zu erreichen.

Quelle: Autohaus.de – Opel: Händlerverband wehrt sich gegen Elektroquote

5 Kommentare

  1. Um in 2020 geringe Durchschnittsverbräuche der verkauften Autos zu haben, könnte man Fahrzeuge mit dem höchsten CO2 Austoss Ende 2019 als erstzulassen. Elektrofahrzeuge und Pluginhybride würde man möglichst nicht am Jahresende 2019 für den Kunden zulassen sondern erst im Januar 2020.

  2. Reine Halunkerei im Autogewerbe ! Sicher wäre die OPELLOESUNG die Richtige ! Niemand anders als die Händler sind die grössten Bremser der Verbreitung der E Mobillität. E Autobauer müssen folglich auf ein eigenes Vertriebsnetz
    mit dafür eigens motivierten Mitarbeitern aufbauen.

    1. So ein dummes zeug. Die Kunden kaufen den E Mist einfach nicht weil es nicht alltagstauglich ist. Niemand will ein Auto das man 4 Stunden laden muss um irgendwo hin zu fahren. Und erst recht keins das man sowiso nirgendwo aufladen kann. Das ist was für reiche Leute, die eine eigene Ladestation haben und sonst keine Probleme in ihrem Leben. Diese Umweltverschmutzenden elektrodinger kann der freundliche behalten.

  3. X 2K , Nehme an Du fährst 20 Stunden und mehr nonstop wenn du keine 4 Stunden Ruhe hast zum Aufladen. Vergiss aber nicht den Dieselmotor abzustellen bevor du in der Garage im Auto einschläfst……………..

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