Hairpin-Wicklung und Zweigang-Getriebe verleihen dem Porsche Taycan Turbo seine Power

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Nach der Weltpremiere des Porsche Taycan haben wir alle Daten, Fakten und Fotos für dich zusammengefasst. Ohne Frage steht mittlerweile fest, dass sowohl der Taycan Turbo S als auch der Taycan Turbo auf ganzer Linie als Sportwagen durchgehen. Festzuhalten ist, dass bei beiden Modellen identische Motoren verbaut sind, im Turbo S ist jedoch ein stärkerer Pulswechselrichter verbaut.

Der Porsche Taycan S Turbo bringt es auf bis zu 600 Ampere und 440 Newtonmeter in der Spitze, der Turbo auf 300 Ampere und 300 Newtonmeter. Die Leistung des Elektromotors an der Hinterachse ist in beiden Versionen gleich. So bringt dieser bis zu 335 kW, 610 Newtonmeter bei 600 Ampere. Durch die zwei besonders effiziente E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse, verfügt der Taycan Turbo also über einen Allradantrieb.

E-Maschine, Getriebe und Pulswechselrichter sind jeweils zu einem kompakten Antriebsmodul zusammengefasst. Die Module haben die höchste Leistungsdichte (kW pro Liter Bauraum) aller heute auf dem Markt angebotenen Elektroantriebe. Eine Besonderheit der E-Maschinen ist die sogenannte Hairpin-Wicklung der Statorspulen. Die Technologie ermöglicht es, mehr Kupfer in den Stator zu bringen. Dadurch steigen Leistung und Drehmoment bei gleichem Volumen.

Das an der Hinterachse verbaute Zweigang-Getriebe ist eine von Porsche entwickelte Innovation. Der erste Gang verschafft dem Taycan eine noch stärkere Beschleunigung vom Start weg. Dieser wird nur bei sportlicher Fahrweise aktiviert und ist notwendig um die Beschleunigungswerte zu schaffen. Der lang übersetzte zweite Gang gewährt eine hohe Effizienz und stellt eine entsprechende Leistungsreserve sicher. Der zweite Gang wird je nach Fahrmodi und -situation zwischen 80 und 100 km/h eingelegt und sorgt für einen sparsameren Betrieb oder auch die Höchstgeschwindigkeit von 261 km/h.

Auf den Taycan Turbo S und Taycan Turbo werden weitere Varianten folgen. So wird eine günstigere Variante mit weniger Leistung und kleinerer Batterie erwartet. Aufgrund der Namensgebung darf man davon ausgehen, dass verschiedenste Varianten wie ein einfacher Basis-Taycan mit kleiner Batterie und schwächerem Heckmotor ohne Getriebe als auch ein Allrad-Ableger Taycan 4 sowie etwas stärkere S-Versionen als Taycan S bzw. Taycan 4S vorstellbar sind. Selbst ein heckgetriebener Taycan GTS mit der Zwei-Gang-Antriebseinheit aus den Turbo-Modellen könnte auf die Straße kommen.

Quelle: Porsche AG – Pressemitteilung vom 04. September 2019

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9 Antworten

  1. Besonders effiziente Maschinen?

    Ich bin soeben in obigem Beitrag am Passus „Durch die zwei besonders effiziente E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse, verfügt der Taycan Turbo also über einen Allradantrieb.“

    Nun vergleiche ich einmal mit dem unmittelbaren Konkurrenten Tesla Model S Performance.

    MSP: durchschnittlicher Verbrauch auf 100 km gem. Website (WLTP): ca. 20,0 Kw/h, Einganggetriebe, cW-Wert: 0,24.

    TTS: durchschnittlicher Verbrauch auf 100 km gem. Website (WLTP): ca. 26,9 Kw/h und dies trotz Zweiganggetriebe sowie einem besseren cW-Wert von 0,22. Zwar verfügt der TTS über eine größere und breite Bereifung, dies erklärt jedoch nicht dieses deutliche Delta.

    Zudem fände ich es durchaus interessant zu erfahren, ob der E-Motor überhaupt wesentlich von Porsche konstruiert bzw. gefertigt wird oder wie etwa bei MB von ZF gefertigt wird.

    Da ich hierzu keine Angaben seitens Porsche finden konnte, halte ich es für wahrscheinlicher, dass dieser eine Fremdleistung darstellt. Was ja auch auf den Akku (LG Chem) zutrifft.

    1. Die E-Maschinen werden bei Porsche in Zuffenhausen gefertigt. Sie wurden zudem auch von Porsche entwickelt. Natürlich hält man sich dabei externe Firmen mit ins Boot. In diesem Fall soweit ich weiß MagnetMarelli. Wo ist das Problem? Die Innovationen dürfen Porsche zugeschrieben werden.

      1. “Die Innovationen dürfen Porsche zugeschrieben werden.”

        Welche Innovationen? Besonders effiziente Maschinen, die schlechter performen (bezogen auf die Effizienz) als Tesla?

        Mir ist schon klar, dass man von einem vergleichsweisen Newcomer nicht gleich erwarten muss, dass er den langjährigen Platzhirsch in Sachen Effizienz schlägt, nur dann würde ich auf solche Formulierungen auch eher verzichten. Sie provozieren doch nur, dass man sie hinterfragt.

  2. Allein die Bezeichnung “Turbo” (Porsche Taycan Turbo) zeugt schon von der völligen Inkompetenz von Porsche, in Bezug auf eMobilität. Tesla hat hier sicher nichts zu Befürchten.
    Wenn der Tesla Roadster erscheint, kann Porsche sowieso einpacken und wird zum Ladenhüter.

    1. Inwiefern zeigt der Name Inkompetenz? Turbo und Turbo S bezeichnet einfach nur die besten Modelle im Lineup bei Porsche – es ist eine traditionelle Nomenklatur der Firma. Es wäre bescheuert, das für ein Modell über den Haufen zu werfen. Stellen Sie sich vor, jeder Porsche (abgesehen von wenigen Sondermodellen) hat heute einen Turbolader, selbst, wenn er nicht Turbo heißt. Die Bezeichnung hat sich eingebürgert und fertig. Das Model 3 ergibt namentechnisch auch keinen Sinn, da es eigentlich ihr viertes Modell ist (, ja, mir ist bewusst, dass es ursprünglich E heißen sollte).

      Darüber hinaus wird der Porsche nicht zu einem Ladenhüter werden. Der Taycan hat nicht die gleiche Zielgruppe wie ein Model S. Eingefleischte Porsche-Fans bleiben auch bei einem (vielleicht 2020 erscheinenden) Roadster nichtsdestotrotz bei der Stammmarke. Der Roadster wird übrigens seine angedachten 1.9s 0-100 nicht halten können, das hat Herr Musk persönlich auf 2,1 s nachkorrigiert.

      1. >Eingefleischte Porsche-Fans bleiben auch bei einem (vielleicht 2020 erscheinenden) Roadster nichtsdestotrotz bei der Stammmarke.

        Ja genau… bis sie dann Aussterben, diese Eingefleischten…. und dann hat Porsche keine Kunden mehr… Und das mit der Zielgruppe….da bin ich mir jetzt nicht so sicher ob dem wirklich so ist…

  3. Die neuesten Schlagzeilen: Tesla blamiert Porsche.
    Model S auf der Nordschleife 20 Sekunden schneller als Taycan.
    Peinlich war die Überrundung für die Sportwagenschmiede aus Zuffenhausen. Denn im Gegensatz zum nagelneuen Taycan ist das Model S grundsätzlich ein sieben Jahre altes Fahrzeugkonzept, dazu noch als Familienlimousine nicht mal ein Sportwagen. Porsche kann froh sein, dass Tesla nicht gleich den neuen Roadster dabei hatte … na dann gute Nacht Porsche !!!

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